Darum gehts
- Das Festival «Moon&Stars» bleibt bis 2032 auf der Piazza Grande Locarno
- TAKK ab Entertainment unterlag trotz substanziellem Angebot im Ausschreibungsverfahren
- Das Fünfjahres-Mandat gilt von 2028 bis 2032, beschlossen durch Taskforce
Der monatelange, intensiv geführte Wettbewerb um eines der prestigeträchtigsten Pflaster im Tessin ist entschieden. Wie die Veranstalter von «Moon&Stars» mittels Medienmitteilung offiziell bekannt gaben, bleibt das Festival langfristig auf der Piazza Grande in Locarno verankert. Das Stadtparlament erteilte der MSF Moon+Stars Festivals SA um CEO Dani Büchi (48) den Zuschlag für das Fünfjahres-Mandat, welches die Jahre 2028 bis 2032 abdeckt.
Damit setzt sich das etablierte Organisationsteam gegen namhafte Konkurrenz durch. Insbesondere die Agentur TAKK ab Entertainment AG des bekannten Konzertpromoters André Béchir hatte grosses Interesse angemeldet, das traditionsreiche Sommergeschäft am Lago Maggiore zu übernehmen.
Juristisches Vorspiel im Spätherbst
Die Entscheidung markiert das Ende einer monatelangen Hängepartie, die auch auf juristischer Ebene für Aufsehen sorgte. Im Dezember 2025 hatte die Stadt Locarno beschlossen, das Übergangsjahr 2027 ohne ordentliche Ausschreibung direkt an die bisherigen Betreiber zu vergeben. Dieser Schritt stiess bei der Konkurrenz auf scharfe Kritik.
Gegenüber dem «Corriere del Ticino» erklärte die Tessiner Rechtsanwältin Carla Speziali, die TAKK rechtlich vertritt, damals unmissverständlich: «Wir schliessen einen Rekurs für das Jahr 2027 nicht aus.» Man zeigte sich enttäuscht über die direkte Vergabe, da man selbst substanzielle Investitionsangebote vorgelegt hatte. Letztlich verzichtete die Béchir-Fraktion jedoch auf den Rechtsweg für das Übergangsjahr, um sich vollständig auf das öffentliche Ausschreibungsverfahren für die darauffolgende Periode zu konzentrieren.
Taskforce besiegelt Vergabe
Dieser Vergabeentscheid für die Jahre 2028 bis 2032 sei nun auf Basis einer fundierten Analyse gefällt worden, schreiben die Veranstalter weiter. Eine breit abgestützte Taskforce der Gemeinde Locarno prüfte gemeinsam mit externen Experten die eingereichten Dossiers monatelang nach strengen Kriterien. Neben der wirtschaftlichen Tragfähigkeit und der Professionalität stand dabei vor allem das Gesamtkonzept für die Stadt im Vordergrund.
Das Angebot von TAKK zog dabei im direkten Vergleich den Kürzeren; ein dritter Mitbewerber (NK Bookings) schied bereits frühzeitig aufgrund von Formfehlern aus dem Verfahren aus.