Hochzeitstag im Helikopter
Sven und Michael Epiney schweben auf Wolke sieben

Nach dem feierlichen Ja blicken Sven und Michael Epiney in Zermatt auf ihre ersten 365 Tage als Ehepaar zurück. Eine Reise zwischen den Walliser Wurzeln des TV-Moderators, der Tradition jährlicher Ehegelübde und der Frage, wer zu Hause eigentlich das letzte Wort hat.
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Kaiserwetter kurz vor dem ersten Hochzeitstag von Sven und Michael Epiney auf dem Rotenboden in Zermatt – mit Aussicht auf das Monte-Rosa-Massiv.
Foto: Remo Buess

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Sven und Michael Epiney feiern in Zermatt ersten Hochzeitstag im Helikopterflug
  • Michael nahm Svens Nachnamen Epiney an und trägt ihn mit Stolz
  • Hochzeit am 25. Juli 2025, seit 14 Jahren ein Paar
Janine Urech
Schweizer Illustrierte

Nach dem feierlichen Ja blicken Sven (54) und Michael Epiney (33) in Zermatt auf ihre ersten 365 Tage als Ehepaar zurück. Eine Reise zwischen den Walliser Wurzeln des TV-Moderators, der Tradition jährlicher Ehegelübde und der Frage, wer zu Hause eigentlich das letzte Wort hat.

Es ist ein bisschen wie in einem James-Bond-Film, wenn man auf der grossen grauen Plattform steht, ins Mattertal hinunterblickt und zuerst das typische Brummen der Rotoren hört. Und dann, aus dem Nichts, taucht wie ein gigantisches Insekt ein Helikopter auf und landet. Sven und Michael Epiney machen sich bereit, 24 Stunden vor ihrem ersten Hochzeitstag, in den siebten Himmel zu fliegen – im wahrsten Sinne des Wortes. Das Paar hat nämlich von Svens Vater Alphons zur Hochzeit am 25. Juli 2025 einen Helikopterflug von Air Zermatt geschenkt bekommen.

Es liegt für einmal nicht daran, dass Zermatt VS ein Hotspot ist, ein bildhübsches Fleckchen mit dem wohl schönsten Berg der Welt. Es liegt daran, dass Sven Epiney seine Wurzeln auch in diesem Dorf hat. Seine Grossmutter, Marianne Lehner, hat einen Epiney geheiratet. Aufgewachsen war sie in Zermatt – ihre Eltern führten die Pension Tannenhof. «Deshalb hat meine Oma auch Köchin gelernt. Das Hotel wurde später verkauft. Aber ich habe so schöne Kindheitserinnerungen ans Wallis», erzählt Sven Epiney. «Ich war hier oft in den Ferien und wurde von meinen Grosseltern richtig verwöhnt. Wir haben viel unternommen und meine Oma hat immer so fein gekocht. Zusammen haben wir Guetzli gebacken und vieles mehr. Eben alles, was man sich als Kind wünscht.»

Artikel aus der «Schweizer Illustrierten»

Dieser Artikel wurde erstmals in der «Schweizer Illustrierten» publiziert. Näher dran – an Stars, Royals und Menschen mit Geschichten. Hier gehts zum Abo!

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Michael Epiney, der in Winterthur und Spreitenbach AG aufgewachsen ist, war zwar schon oft im Wallis, besucht Zermatt aber erst zum dritten Mal. Für die meisten macht ihn das noch längst nicht zum Walliser – mit einer Ausnahme: An der Hochzeit richtete sich Svens Vater Alphons mit den Worten «Ab hitu bisch dü en richtige Epiney» an seinen Schwiegersohn. Obwohl Michael das Wallis nach 15 gemeinsamen Jahren längst kennt, gibt es für Sven noch viele Herzensorte und Geschichten, die er mit ihm teilen möchte.

«Es war magisch»

Der Moderator und der Komplementärtherapeut nehmen auf dem Rücksitz des Helikopters Platz, setzen die Kopfhörer auf und richten die Mikrofone aus. Dann hebt Pilot Daniel Lerjen ab, nimmt Kurs aufs Matterhorn. Höher und höher steigt der Helikopter, bis der Gipfel des «Horu» greifbar nah vor ihnen liegt – so nah, dass man meint, den majestätischen Berg mit den Händen berühren zu können. Dann, unterhalb des Gipfels, zwei Bergsteiger, die aussehen wie Spielzeugfiguren. Der versierte Pilot meint dazu nur lakonisch – es ist 17 Uhr –, nun sei es doch schon spät für den letzten Aufstieg. Die Alpinisten hätten ja noch den Abstieg vor sich. Sagts und dreht ab Richtung Rotenboden. Dorthin, wo sich der malerische Riffelsee befindet. Nach einer Zwischenlandung mit einem spektakulären Ausblick auf ein gewaltiges Panorama und den Bergsee gehts zurück zur Basis. Das Ehepaar ist begeistert. Sven Epiney: «Die Natur und die Bergwelt sind traumhaft. Ich habe mich so gefreut, meine Heimat einmal von oben zu sehen. Es ist ein unvergessliches Erlebnis, einfach beeindruckend schön.» Und Michael schwärmt: «Ich war richtig geflasht. Im Helikopter fühlt sich das Fliegen ganz besonders an. Es war magisch!»

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Für immer das Ehegelübde

Die ersten 365 Tage als Ehepaar, so erzählen die beiden, seien für sie wie im Flug vergangen. Just zum Jahrestag haben sie den schönsten Tag in ihrem Leben Revue passieren lassen und ihren Gästen nochmals einen Dankesbrief und ein siebenminütiges Video von der Feier in Zürich mit den bewegendsten Momenten geschickt. Denn, so Sven: «Unsere Hochzeit gehört zu den emotionalsten Erlebnissen meines Lebens.» Und: Sven und Michael werden sich jedes Jahr das Ehegelübde, das sie sich an ihrer Hochzeit gegeben haben, wieder vorlesen. «Ich weiss schon jetzt, dass mir dabei die Tränen kommen werden», sagt Sven und lächelt. «Mir ist es wichtig, dass wir uns einfach nochmals daran erinnern, was wir uns vor einem Jahr gesagt haben», ergänzt Michael. «Dass es nicht einfach nur Worte sind, sondern Ziele, die wir uns versprochen haben.»

Ein Plätzchen dafür hat das Paar schon im Auge. Im trendigen Hotel Cervo Mountain Resort, wo die beiden logieren, gibt es einen schmalen Weg, der über Stock und Stein zu einem grossen Klangspiel führt, das an einem mächtigen Baum hängt: ein schöner und passender Ort für ein romantisches Gelübde. Ob es denn dort passiert ist, bleibt ihr Geheimnis.

Der neue Nachname

Obwohl die beiden vor ihrer Hochzeit schon seit 14 Jahren ein Paar waren, fühle sich die Liebe nochmals anders an, wenn man verheiratet sei, sagt Sven. «Wir heissen jetzt auch gleich. Und unser Band, das schon immer innig war, hat jetzt noch eine Masche drauf. Wir sind jetzt eine Familie.» – «Wir planen regelmässig ‹Date Nights›, gehen zusammen essen und schreiben uns nach wie vor romantische Dinge auf Post-its, die wir dann am Morgen für den anderen auf den Spiegel kleben», erzählt Michael. Und auf die Frage, ob er sich schon an seinen neuen Nachnamen Epiney gewöhnt habe, lachen beide. Michael Epiney, der vorher Graber hiess, meint: «An einen neuen Nachnamen muss man sich erst einmal gewöhnen. 33 Jahre hatte ich einen anderen Namen. Was man da alles ändern muss – unglaublich. Trotzdem: Ich trage den Namen Epiney mit Stolz und Freude.»

Geflittert wird irgendwann

Sven Epiney, Starmoderator der Nation und Sprachtalent, ist wahrlich nicht auf den Mund gefallen. Da könnte man doch meinen, dass er zu Hause das letzte Wort habe. Leicht gefehlt. Denn, so Michael: «Natürlich besprechen wir alles. Aber meistens bin schon ich das Zünglein an der Waage.» Sagts, schaut Sven an und lacht. Dieser nickt und meint sibyllinisch: «Ja, wir finden immer eine Lösung.»

Auch beruflich läuft es bei den Epineys rund. Sven moderiert nach wie vor seine beliebten Sendungen beim Schweizer Fernsehen und die Morgenshow auf Radio SRF 1. Michael ist ausgebildeter Komplementärtherapeut und dabei, seine eigene Praxis «Lightspace» aufzubauen. Mit den offiziellen Flitterwochen – die paar Tage in Zermatt sind einfach ein bisschen Ferien – lassen sie sich nach wie vor Zeit. «Wir waren ja auch sechs Jahre verlobt», meint Sven und schmunzelt. «Unser Leben ist im Moment sehr dynamisch. Aber irgendwann kommt der Moment, an dem wir mit der Planung beginnen. Wo immer die Reise hingehen mag.» Garantiert wird auch dieses Erlebnis ein romantisches Abenteuer, wie es sich für das Traumpaar gehört.

Sven Epiney und Michael Graber nach ihrer Trauung
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Video auf Instagram gepostet:Sven und Michael Epiney nach ihrer Trauung
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