Darum gehts
- Amazon Prime zeigt ab heute Doku zu Loredana und Karim Adeyemi
- Doku thematisiert Betrugsfall Petra Z. und Waffen-Skandal Adeyemis
- 450'000 Euro Strafe für Adeyemi; Loredana zahlte Petra Z. 609'000 Franken
Die neue Dokumentationsserie «Loredana & Karim – Love & Drama», die heute Donnerstag auf der Streaming-Plattform Amazon Prime veröffentlicht wird, gewährt einen detaillierten Einblick in das Privat- und Berufsleben eines der am meisten diskutierten Paare im deutschsprachigen Raum. Über sechs Episoden hinweg begleitet die Kamera die Luzerner Musikerin Loredana (30) und den Profifussballer Karim Adeyemi (24) von Borussia Dortmund. Die Produktion beschränkt sich jedoch nicht auf die Darstellung des sportlichen und musikalischen Alltags. Ein wesentlicher Teil der Serie widmet sich den rechtlichen, finanziellen und medialen Krisen, welche die Lebenswege der beiden Protagonisten in den vergangenen Jahren massiv geprägt haben. Das Paar nutzt das Format, um die Ereignisse aus der eigenen Perspektive einzuordnen.
Der Fall Petra Z.: Finanzieller Schaden und späte Einsicht
Ein zentraler Punkt der Dokumentation liegt auf der juristischen und moralischen Aufarbeitung des Betrugsfalls um die Walliserin Petra Z.*. Im Jahr 2019 geriet Loredana in den Fokus der Justiz und der Öffentlichkeit, nachdem schwere Vorwürfe laut geworden waren. Die Rapperin wurde beschuldigt, der Geschädigten gemeinsam mit einem Komplizen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen erhebliche Geldbeträge abgenommen zu haben. Das Verfahren wegen des Verdachts auf gewerbsmässigen Betrug habe zu einer enormen medialen Belastung für die Musikerin geführt, wie sie in der Doku erzählt.
Im Herbst 2020 wurde das strafrechtliche Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Luzern schliesslich eingestellt. Vorausgegangen war eine aussergerichtliche Einigung zwischen Loredana und Petra Z. Die Rapperin übernahm die Verantwortung für ihr Handeln, entschuldigte sich persönlich bei dem Opfer und leistete eine finanzielle Wiedergutmachung. Zudem trug sie sämtliche entstandenen Anwaltskosten der geschädigten Walliserin.
Der Waffenskandal: Eine folgenschwere Internet-Bestellung
Neben der Aufarbeitung der Ereignisse um Petra Z. greift die Serie ein weiteres rechtliches Verfahren auf, das im Oktober 2025 für Schlagzeilen sorgte. Nationalspieler Adeyemi war von einem Gericht wegen des illegalen Besitzes von Gegenständen, die unter das Waffengesetz fallen, zu einer Geldstrafe von 450'000 Euro verurteilt worden. Die Hintergründe dieses Urteils werden in der Dokumentation erstmals lückenlos aufgerollt.
Auslöser der juristischen Konsequenzen war der Erwerb einer sogenannten «Mystery Box» über eine öffentlich zugängliche Jagdwebseite im Internet. Nach der Zustellung der Überraschungsbox stellte sich heraus, dass der Inhalt unter anderem einen Schlagring und ein Springmesser umfasste – Objekte, deren Besitz nach geltendem Recht strafbar ist. Adeyemi und Loredana schildern in den Episoden ihre Sicht auf den Vorfall und kritisieren die aus ihrer Sicht unverhältnismässige mediale Ausschlachtung des Urteils – da die Bestellung regulär und ohne Vorsatz getätigt worden sei.
Sicherheitsbedenken und die Angst vor Einbrüchen
Als zentrales Motiv für das Interesse an Sicherheitsutensilien nennt Adeyemi in der Dokumentation ein ausgeprägtes Schutzbedürfnis für seine Familie. Durch die anhaltende Präsenz von Loredana in den Medien und die damit verbundene Polarisierung sah sich das Paar wiederholt mit Bedrohungsszenarien konfrontiert. Dass diese Ängste nicht unbegründet waren, zeigt eine weitere Enthüllung in der Serie: Nur wenige Monate nach dem Vorfall mit der Internet-Bestellung kam es zu einem tatsächlichen Einbruch in das gemeinsame Wohnhaus des Paares, während sich beide im Gebäude befanden. Die Dokumentation dient den beiden Künstlern somit auch als Plattform, um die Ursachen und die psychologischen Folgen dieser Ereignisse aus ihrer eigenen Wahrnehmung darzustellen.
*Name der Redaktion bekannt. Die Dokumentation kannst du auf Amazon Prime sehen.

