Darum gehts
- Harald Glööckler eröffnet erste Ausstellung in Basel bis 21. Juni
- Schätzpreise der Werke zwischen 5000 und 96'000 Euro
- Fashion Show am 10. August bei Basel Fashion Week angekündigt
Pompööser Besuch in Biel-Benken BL: Mitten auf dem Land, in einem kleinen Gewerbequartier verkündete die deutsche Kultfigur Harald Glööckler (61) im House of Wine von DJ Antoine (50) seine erste Ausstellung in Basel. Bis Sonntag werden in der Altstadt, neben dem Theater, Werke des vielerorts als «Prince Pompöös» bezeichneten Modedesigners und Künstlers ausgestellt. «Ich hätte gerne ein Wasser ohne Kohlensäure», sagt Glööckler zu Beginn der Pressekonferenz. «Aber nicht aus dem Hahn!» Neben ihm sitzt sein Hündchen Ikarus.
Seit 1997 ist Glööckler Maler, seit da sind viele Kunstwerke von ihm entstanden. In Basel stelle er viele abstrakte Werke aus. «Ich male manchmal aber auch fast klassisch», sagt er. «Sicher ist: Meine Bilder kann ich nur im Moment malen.» Die Annahme, er sei danach total erholt, sei falsch. «Das ist nicht entspannend. Malen ist wie Sex. Ich bin hinterher fix und fertig», sagt er den anwesenden Journalisten. «Da geht richtig viel Energie rein.»
Vergleich mit dem Grab von Tutanchamun
Für die Ausstellung, die bis Sonntag im Showroom der Basel Fashion Week an der Theaterstrasse 20 in Basel zu sehen ist, wurden ganze Räume schwarz gestrichen und Kronleuchter aufgehängt. «In den meisten Galerien gibt es viel Platz. Bei mir ist es eher, als käme man ins Grab von Tutanchamun.»
Üppig eingerichtet ist es auch am Ort der Pressekonferenz. Im House of Wine befindet sich unter anderem der Member-Club von DJ Antoine. Auch der Musiker wohnt der Pressekonferenz bei, fragt Glööckler nach dessen Glauben. «Gott und die Kirche haben keinen Vertrag miteinander», sagt der Kultstar, der selbst schon ein Bibelcover und ein Kirchenfenster gestaltet hat.
Werke haben Schätzpreise bis 96'000 Euro
Im Ort der Pressekonferenz ist auch ein Shop für Möbel, Dekoration und den Wein des Basler DJs untergebracht. Flächen findet man kaum. «Es ist mir schon fast ein bisschen zu viel», sagt Harald Glööckler. «Früher wohnte ich in meinem Château und das war eingerichtet wie in Versailles. Heute habe ich das etwas zurückgenommen. Trotzdem: Grundsätzlich sagt man zwar, weniger ist mehr. Aber spätestens beim Bezahlen merkt man, dass das nicht stimmt.»
Apropos bezahlen: Die Werke von Glööckler in Basel können ersteigert werden. Die Schätzpreise reichen von 5000 Euro bis 96'000 Euro. «Die Kunstdrucke haben wir hier nicht vor Ort. Die kommen demnächst», kündigt Glööckler an.
Bald zeigt Glööckler Mode
Der Modemacher will die nächsten Tage weiter in Basel bleiben und immer wieder die Ausstellung besuchen. Und auch danach bleibt er der Region erhalten. Am 21. August zeigt er eine Fashion Show im Weinhaus von DJ Antoine, am 10. September präsentiert er seine Mode an der Basel Fashion Week.