Darum gehts
- Vincent Gross blieb am Montag im Lift zu seiner Wohnung stecken
- Der Sänger nutzte die Zeit kreativ und schrieb neue Song-Ideen auf
- Nach 15-20 Minuten befreite ihn ein Techniker aus der misslichen Lage
Schreckmoment für Vincent Gross (29): Der Schweizer Sänger bleibt am Montag plötzlich in seinem Lift stecken. Ausgerechnet in jenem Aufzug, der direkt in seine Dachwohnung in Basel führt. «Ich bin eingestiegen und direkt nach dem Losfahren hat es einmal geruckelt. Dann ist nichts mehr gegangen», erzählt Gross gegenüber Blick.
Der Sänger hat nur noch «ein ganz schwaches Netz», kann aber Hilfe organisieren. Zunächst heisst es, er müsse rund eine Stunde ausharren. «Da habe ich mir gedacht: Gut, hinsetzen», erzählt Gross. Denn im Lift wird es zunehmend unangenehm. «Es wurde immer heisser.» Immerhin hat er noch eine Flasche Wasser dabei.
Im Lift kommen ihm neue Song-Ideen
Statt in Panik zu geraten, macht der Musiker das Beste aus der ungewohnten Lage. «Ich habe mir gedacht: Hey, ist doch gar nicht so schlecht, jetzt kann ich mal kreativ sein.» Also holt er kurzerhand seinen Block hervor. «Ich habe ein paar Song-Ideen aufgeschrieben.»
Lange dauert die Zwangspause am Ende nicht. Bereits nach rund 15 bis 20 Minuten trifft ein Techniker ein und befreit Gross aus seiner misslichen Lage. Wer denkt, das Lift-Drama sei damit vorbei, täuscht sich. Es hat gerade erst begonnen.
Nächster Schock wartet schon
In seine Wohnung kommt der Sänger nach der Rettung nur über die Treppe. Nur: Weil der Sänger seinen Ersatzschlüssel von innen in der Tür stecken gelassen hatte, kommt er auch über das Treppenhaus nicht mehr in seine Wohnung. Der einzige Weg wäre also wieder der Lift – jener, dem er nach dem Schock eigentlich nicht mehr vertraut und der vorerst auch noch nicht funktionierte.
Schliesslich bleibt ihm nichts anderes übrig. Er fängt den Techniker unten im Treppenhaus noch einmal ab und bittet ihn, den Lift zu reparieren. «Sonst muss ich die Fassade hochklettern», scherzte Gross. Nach rund einer halben Stunde funktionierte der Lift wieder.
«Spider-Man muss ich nicht spielen»
Gross ist erleichtert. «Ende gut, alles gut. Es musste kein Schlüsseldienst kommen, es musste nichts aufgebrochen werden – und den Spider-Man musste ich auch nicht spielen», witzelt der Basler.
Trotzdem: Die Panne wird ihm noch länger in Erinnerung bleiben. «Ich bin froh, dass ich alleine steckengeblieben bin. Das ist nicht viel mehr als ein Quadratmeter. Da könnte man auch klaustrophobisch werden.»