«War eine meiner schlimmsten Niederlagen gegen Büssi»
0:56
Salzgeber witzelt:«War eine meiner schlimmsten Niederlagen gegen Büssi»

Das Moderatoren-Duo Rainer Maria Salzgeber und Stefan Büsser im Interview zum «Donnschtig-Jass»
«Wir sind nicht Dick und Doof»

Während sich Rainer Maria Salzgeber in Zürich auf den «Donnschtig-Jass» vorbereitet, weilt Stefan Büsser noch auf Mallorca. Blick trifft die beiden Moderatoren zum Interview der etwas anderen Art vor dem Start der diesjährigen Sommerjass-Saison vom 2. Juli in Davos GR.
Kommentieren
1/10
Stefan Büsser, zugeschaltet aus Mallorca, schaut Rainer Maria Salzgeber beim Blick-Interview zum «Donnschtig-Jass» in die Karten.
Foto: Philippe Rossier

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Rainer Salzgeber und Stefan Büsser führen seit 2019 durch den «Donnschtig-Jass»
  • Die beiden Moderatoren mögen sich auch privat und treffen sich regelmässig
  • Salzgeber und Büsser schwärmen vom Teamgeist und sehen kein Ende in Sicht

Am Donnerstag, 2. Juli, beginnt in Davos GR die diesjährige «Donnschtig-Jass»-Saison (SRF 1, ab 20.05 Uhr). Blick hat die Moderatoren Rainer Maria Salzgeber (56) und Stefan Büsser (41) zum Interview getroffen. Salzgeber sitzt auf der Terrasse des Restaurants Baracca Zermatt in Kloten ZH, Büsser ist aus Mallorca zugeschaltet. Die Hitze ist gross, die Stimmung heiter.

Blick: Stefan Büsser, Sie sind zurzeit in den Sommerferien. Wie sieht es bei Ihnen aus, Rainer Maria Salzgeber? Holen Sie Ihre Ferien jeweils vor oder nach?
Rainer Maria Salzgeber: Weder noch. Ich bin auch beim SRF-WM-Programm involviert und auf Stand-by für Studioeinsätze in Zürich. Ich habe schon bei der Übernahme des «Donnschtig-Jass» 2019 gesagt, dass Sommerferien für mich nicht mehr Priorität haben.
Stefan Büsser: Ich habe es etwas weniger streng als Rainer und kann es mir als Profi leisten, am kommenden Donnerstag direkt auf den Jassplatz zu kommen, während er schon am Mittwoch proben muss ...
Salzgeber: Ich bin halt noch recht neu in der Branche ...
Büsser: Und dann muss der arme «Kerli» auch noch mit dem Velo von Ort zu Ort fahren.
Salzgeber: Wir sehen es wohl ähnlich: Wenn du arbeiten kannst, arbeitest du am liebsten viel. Vor allem, wenn es so viel Spass macht. WM, Jassen und dann wieder «Sportpanorama».
Büsser: Auch bei mir geht es nach dem Jassen fast nahtlos mit einer neuen «Late Night Switzerland»-Staffel weiter. Ich möchte wirklich nicht jammern. Wir sind meistens draussen, an wunderbaren Locations.
Salzgeber: Und solche Produktionen schweissen zusammen. Der Zusammenhalt im engsten Zirkel mit uns beiden, der Schiedsrichterin Sonia Kälin und der Produktion ist gross und einzigartig.

Was haben Sie beide eigentlich für eine Beziehung? Sind Sie wie Vater und Sohn oder Waldorf und Statler?
Salzgeber: Dick und Doof sind wir sicher nicht.
Büsser: Ich kenne deinen aktuellen Gewichtszustand zwar nicht, aber ein bisschen doof bin ich schon ...
Salzgeber: Ich würde sagen, wir sind gut gebaut und lustig ...
Büsser: ... und wirklich befreundet. Wir sind von Arbeitskollegen zu Freunden geworden, mit gemeinsamen Essen und Golfrunden.
Salzgeber: Unsere Beziehung lebt aber nicht von der Quantität, sondern der Qualität. Und wir haben uns schon vorher gekannt. Der «Donnschtig-Jass» führte zwei Kollegen zusammen, die Freunde wurden.
Büsser: Wir sind also keine zusammengewürfelte Boyband. Und mit Sonia wäre eine Boyband sowieso schwierig ...
Salzgeber: Es gibt keinen Wettkampf zwischen uns. Jeder hat auch seine eigenen Dinge. Wir mögen und schätzen uns. Wir hatten also wirklich noch nie Krach, du ...
Büsser: Unterbrich mich doch nicht immer! Im Ernst: Wir haben auch eine klare Rollenverteilung. Rainer ist der Chef, und ich stehe ihm mit Sonia zur Seite. Als ich das Angebot bekam, beim «Donnschtig-Jass» einzusteigen, habe ich Beni Huggel angerufen und ihn gefragt, wie es sei, mit diesem Walliser zusammenzuarbeiten. Und Beni sagte, Rainer sei für ihn der beste Teamplayer aller Zeiten. Das kann ich nur unterschreiben.
Salzgeber: Das klingt schon beinahe kitschig. Was mich höchstens ärgert, ist, dass «Büssi» immer das grössere Hotelzimmer hat. Doch die Chemie stimmt effektiv. Und der «Donnschtig-Jass» ist wohl das letzte SRF-Format, das einem Moderator alles bietet. Einzel- und Co-Ansagen, Interviews mit Livecharakter unter freiem Himmel und mit Publikum, Showeinlagen und Stimmung.

Haben Sie bei Ihrer Harmonie auch schon mal andere gemeinsame Projekte ins Auge gefasst?
Salzgeber: Nein, wir haben ja unsere eigenen Engagements. Und die Welt hat nicht auf einen weiteren Podcast gewartet, den niemand hören will.
Büsser: Eine Gala gemeinsam zu moderieren, könnte ich mir vorstellen, auch zu dritt mit Sonia. Aber der «Jass» und unsere Wirkung leben auch von der Sommerstimmung und der begrenzten Zahl von Ausgaben. Würde man ihn zu oft durchführen, würde er an Prägnanz verlieren. Dafür freuen wir uns nach der letzten Folge jeweils schon wieder aufs neue Jahr.

Sie gehören zu den SRF-Quotengaranten. Gibt es da keinen Druck?
Salzgeber: Doch, aber der Druck erzeugt in diesem Fall eine positive Energie. Und das Format ist grösser als jeder Moderator und existiert seit 42 Jahren. Wir verwalten es treuhänderisch, es gehört uns nicht. «Wer wird Millionär?» gibt es in 100 Ländern, den «Jass» nur hier. Diese Exklusivität müssen wir behüten. Auch die Zeit spielt uns in die Hände. Swissness ist offenbar gefragt, das zeigt sich auch an den Schwingfesten.
Büsser: Und unser Teamgeist ist auch gegen aussen spürbar und überträgt sich aufs Publikum.

Haben Sie optische Vorschriften von SRF?
Büsser: Punkto Frisur bekommt Rainer je länger, je mehr Vorgaben von der Natur. Bei mir kümmert sich das Styling darum.
Salzgeber: Wir sind beide nicht Mister-Schweiz-Kandidaten. Wir wissen, woher wir kommen, was wir tun und für wen. Wir sind beide im Leben angekommen und können alles etwas gelassener angehen.
Büsser: Und wir werden nicht nach unserem Äusseren beurteilt.
Salzgeber: Stopp, ich verweise auf die «Glückspost»-Rangliste der schönsten Schweizer Männer, in der ich zuletzt auf Rang 4 landete. Ein Land, in dem ich auf einer solchen Liste unter den Top Ten bin, hat wenig Probleme, würde ich sagen. Apropos: Ich möchte gerne mal noch aufs Podest.

Bestimmen Sie Ihre Moderationstexte selber?
Salzgeber: Ja, aber manche Inhalte sind durch die Austragungsorte bereits gegeben. Und vieles soll spontan sein. «Büssi» darf nicht alles wissen, was ich ihn frage. Das ist Teil der Show.
Büsser: Viele meiner Beiträge sind nicht vorgeschrieben. Und die Publikumskommentare können wir auch nicht voraussehen.
Salzgeber: Das ist die Magie des Momentes. Und auch die Jass-Ergebnisse sind nicht vorhersehbar. Ich mag es als Moderator am liebsten, wenn es keinen doppelten Boden gibt und du nicht zurückspulen kannst.

Wie merkt man, dass Sie mit Ihrer Leistung zufrieden waren?
Salzgeber: Wir spüren meistens wortlos, ob es gepasst hat oder nicht.
Büsser: Bei meinen Comedy-Auftritten werde ich an den Lachern gemessen, beim «Donnschtig-Jass» an der Stimmung. Und dafür sind wir nur zum Teil verantwortlich. Da kommen die Showacts dazu und das Wetter. 2025 war die Austragung in Einsiedeln auch deshalb derart toll, weil es der 31. Juli war und die Leute wussten, sie haben morgen frei.

Wie lange gibt es Sie noch als Duo?
Salzgeber: Ich brauche keinen Fünfjahresvertrag, sondern am Ende des Sommers die Gewissheit, dass wir alles gegeben haben. Und dass den Verantwortlichen im nächsten Jahr der Entscheid so leicht wie möglich fällt, noch einmal aufs gleiche Team zu setzen, inklusive Sonia.
Büsser: Ich sehe zurzeit kein Ende in Sicht.
Salzgeber: In dieser Branche eine Prognose abzugeben, wäre sowieso unseriös. Wir dürfen tun, was uns Spass macht. Da nimmst du auch kurzzeitige Überbelastungen in Kauf. Das Hobby zum Beruf zu haben, ist ein unbezahlbares Privileg.

Rainer Maria Salzgeber und Stefan Büsser

Rainer Maria Salzgeber wuchs in Raron VS auf. Während zweier Saisons stand er beim FC Brig-Glis in der 2. Liga im Tor. Seine SRF-Laufbahn startete der Walliser vor 32 Jahren. Er ist Fussballspezialist und moderiert auch das «Sportpanorama» oder die «Sports Awards». Seit 2019 führt er zudem durch den «Donnschtig-Jass». Er ist seit 27 Jahren mit Ehefrau Chantal (54) verheiratet und hat zwei Kinder, Sohn Jascha (22) und Tochter Cloé (25), die ebenfalls Moderatorin ist.

Der 1985 in Zürich geborene Stefan Büsser stieg nach einer KV-Lehre bei Ringier als Praktikant bei der «Schweizer Illustrierten» und beim Blick ins Medienbusiness ein. 2005 startete er seine Radio-Karriere bei Radio Top, 2008 wechselte er zu Energy und 2016 zu SRF 3. 2011 folgte sein erstes Comedy-Programm. Seit 2024 moderiert er die sonntägliche Satireshow «Late Night Switzerland». Bei SRF ist er seit 2019 im «Donnschtig-Jass» und in der Samstagshow «Gipfelstürmer» zu sehen.

Rainer Maria Salzgeber wuchs in Raron VS auf. Während zweier Saisons stand er beim FC Brig-Glis in der 2. Liga im Tor. Seine SRF-Laufbahn startete der Walliser vor 32 Jahren. Er ist Fussballspezialist und moderiert auch das «Sportpanorama» oder die «Sports Awards». Seit 2019 führt er zudem durch den «Donnschtig-Jass». Er ist seit 27 Jahren mit Ehefrau Chantal (54) verheiratet und hat zwei Kinder, Sohn Jascha (22) und Tochter Cloé (25), die ebenfalls Moderatorin ist.

Der 1985 in Zürich geborene Stefan Büsser stieg nach einer KV-Lehre bei Ringier als Praktikant bei der «Schweizer Illustrierten» und beim Blick ins Medienbusiness ein. 2005 startete er seine Radio-Karriere bei Radio Top, 2008 wechselte er zu Energy und 2016 zu SRF 3. 2011 folgte sein erstes Comedy-Programm. Seit 2024 moderiert er die sonntägliche Satireshow «Late Night Switzerland». Bei SRF ist er seit 2019 im «Donnschtig-Jass» und in der Samstagshow «Gipfelstürmer» zu sehen.

Der «Donnschtig-Jass» 2026 läuft vom 2. Juli bis zum 13. August jeweils ab 20.05 Uhr live auf SRF 1. 

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen