«Die berühmten Gipfel von Eiger, Mönch und Jungfrau sind fast grau» – mit diesen Worten schlägt Francine Jordi (49) Alarm. In der ZDF-Sendung «Volle Kanne» zeichnet die Bernerin am Mittwoch ein eindringliches Bild des Klimawandels in ihrer Schweizer Heimat. Wo früher selbst im Hochsommer strahlendes Weiss geherrscht habe, regiere heute der nackte Fels. «Das gab es in meiner Jugend überhaupt nicht, dass die nicht weiss waren im Sommer. Da sieht man halt schon, das hat sich komplett geändert.» Ein Alarmsignal, dem die Schlager-Ikone mit einer klaren Botschaft begegnet: Wir müssen unserer Umwelt endlich wieder mit mehr Respekt begegnen.
Die Sängerin, die im Kanton Bern lebt, zeigt sich besorgt über die auffälligen Veränderungen, die sie direkt vor ihrer Haustür beobachtet. Besonders die anhaltende Trockenheit mache ihr zu schaffen. «Bei mir zu Hause hat es seit Wochen nicht mehr geregnet. Es ist alles verdorrt, und die Bäume leiden jetzt auch schon», erklärte sie. In einigen Regionen der Schweiz habe der Laubfall bereits begonnen – ein alarmierendes Zeichen, das normalerweise erst im Herbst auftrete. Jordi betont: «Vielleicht sollten wir doch etwas ändern.» Und weiter: «Natur ist halt einfach eine Gewalt, die haben wir nicht im Griff».
«Vielleicht können wir Geld doch nicht essen»
Im Gespräch mit Moderator Florian Weiss (49) berichtet Jordi von der bereits dritten Hitzewelle, die unser Land derzeit im Griff hat. Zuvor war in der Sendung ein Beitrag über den Klimawandel und die steigende Zahl von Bergunfällen in den Alpen gezeigt worden. Die Sängerin warnt in diesem Zusammenhang vor den Risiken für unerfahrene Bergsteiger: «Da sollte man nichts provozieren und sich irgendwie überschätzen. Ich glaube, das ist nicht so intelligent.»
Ihr finaler Appell richtet sich jedoch nicht nur an Einzelpersonen, sondern auch an die Gesellschaft insgesamt. Jordi spricht über den Konflikt zwischen wirtschaftlichen und ökologischen Interessen und stellte eine nachdenkliche Frage in den Raum: «Vielleicht können wir dann am Schluss Geld doch nicht essen.»