Darum gehts
- Urs Emmenegger, Ex-Moderator von «Karussell», starb am 15. Mai in Bülach
- Er prägte ab 1977 die SRF-Sendung «Karussell» und förderte TV-Talente
- 1946 geboren, gründete er später Filmproduktionen und prägte Regional-TV Zürich
Die Schweizer Medienwelt trauert um einen ihrer Pioniere: Urs Emmenegger, ehemaliger Moderator der Kultsendung «Karussell», ist verstorben. Wie aus einer Todesanzeige und dem Portal «Zueriunterland24» hervorgeht, starb Emmenegger bereits am 15. Mai. Zuletzt wohnte er in Bülach ZH.
Geboren 1946 in Zürich, wuchs Emmenegger in einer renommierten Journalistenfamilie auf. Seine Mutter Marta Emmenegger (1923–2001), wurde mit ihrer Sex-Ratgeberkolumnen «Liebe Marta» beim Blick zur Legende, sein Vater Kurt war ebenfalls Journalist. Nach einem Geschichtsstudium an der Universität Zürich startete Urs Emmenegger seine Karriere zunächst als Zeitungsjournalist.
Regional-TV-Pionier
1977 wurde er Teil des Gründungsteams der Vorabendsendung «Karussell» bei SF DRS. Als Reporter, Moderator und Produzent gehörte er zu den prägenden Gesichtern der Show, die Generationen begleitete. Später zog es ihn 1984 nach Australien, wo er beim Sender «Channel O» arbeitete. Zurück in der Schweiz gründete er seine eigene Film- und Medienproduktion.
https://www.youtube.com/watch?v=qqhHhL_ACVc
Ab 1992 spielte Emmenegger eine Schlüsselrolle beim Aufbau regionaler Fernsehsender in Zürich, darunter RTV und Forum Züri. Dabei förderte er zahlreiche junge Talente, die später selbst erfolgreiche Karrieren starteten. Seit den 1990er-Jahren widmete er sich Auftragsproduktionen und Kommunikationsprojekten, darunter Imagefilme und Medientrainings.