Darum gehts
- Die Sängerin Vero vertritt die Schweiz am Eurovision Song Contest 2026 in Wien
- Ihr Song «Alice» thematisiert Gewalt und das Verstummen von Betroffenen
- Vero ist seit ihrer Jugend ein grosser Fan von Jessie J
Schweizer Illustrierte: Am diesjährigen Eurovision Song Contest in Wien vertreten Sie die Schweiz. Wie fühlt sich das an?
Veronica Fusaro: Das ist eine mega coole und riesengrosse Chance. Ich freue mich total auf dieses Abenteuer und kann es kaum erwarten, dass es losgeht.
Ihr Song heisst «Alice». Wovon handelt er?
Es geht um eine Frau, die immer wieder Grenzen setzt, diese aber missachtet werden. Sie selbst kommt auch kein einziges Mal zu Wort, vielmehr wird sie komplett zum Objekt ihres Gegenübers. Der Song soll aufzeigen, wie Gewaltbetroffenen die Stimme genommen wird.
Wollten Sie schon als Kind Sängerin werden?
Zwei Berufe hatten es mir angetan: Einerseits habe ich von einer Karriere als Fussballerin geträumt. Nach einem Probetraining habe ich diesen Wunsch aber gleich wieder verworfen. Andererseits wollte ich Rockstar werden – daran arbeite ich noch (lacht).
Für wen haben Sie als Teenager geschwärmt?
Ich war ein extremer Fan der Sängerin Jessie J. Ich hatte Poster von ihr, T-Shirts und sonstiges Merch.
Was haben Sie für einen Spitznamen?
Ganz simpel: Vero.
Dieser Artikel wurde erstmals in der «Schweizer Illustrierten» publiziert. Weitere spannende Artikel findest du auf www.schweizer-illustrierte.ch.
Dieser Artikel wurde erstmals in der «Schweizer Illustrierten» publiziert. Weitere spannende Artikel findest du auf www.schweizer-illustrierte.ch.
Wann haben Sie zuletzt geweint?
Das war kürzlich, als ich eine Doku über italienische Gastarbeiter in den 50er-Jahren geschaut habe. Die einzelnen Geschichten und der Umgang mit ihnen haben mich sehr berührt.
Welche Eigenschaft hätten Sie lieber nicht?
Vor dem Schlafengehen bin ich eine Trödlerin und komme deshalb oft viel später ins Bett. Das nervt mich teilweise selbst extrem (lacht).
Wofür geben Sie am meisten Geld aus?
Kleider. Kleider. Kleider.
Was darf in Ihrem Haushalt nicht fehlen?
Snacks! Ob süss, salzig, gesund oder ungesund, spielt keine Rolle – Hauptsache, ich habe etwas zum Knabbern.
Was denken andere über Sie, das vielleicht gar nicht stimmt?
Vereinzelt ist es schon passiert, dass mir jemand nach dem Kennenlernen gesagt hat, er oder sie habe mich vorher als eher distanziert oder kühl eingeschätzt. Das finde ich immer witzig, denn sobald man mich kennenlernt, merkt man, dass ich ein sehr offener und herzlicher Mensch bin. Ich begegne Menschen gern mit Wärme und offenen Armen. Wahrscheinlich hat das auch etwas mit meiner kulturellen Prägung zu tun.
Wären Sie lieber sympathischer oder intelligenter?
Ich gehe einfach mal davon aus, dass ich schon ziemlich sympathisch bin. Deshalb würde ich mich für Intelligenz entscheiden. Man kann nie einen zu hohen IQ haben.
Haben Sie schon einmal eine Therapie gemacht?
Nein. Ich habe das Glück, körperlich und geistig wohlauf zu sein.
Wie möchten Sie sterben?
Am liebsten im hohen Alter, glücklich und zufrieden, ohne Schmerz und Leid im Schlaf.
Wer oder was wären Sie gern nach Ihrer Wiedergeburt?
Ein Vogel! Ich stelle mir gerade vor, wie ich als Milan durch die Luft fliege. Dieses Gefühl muss unfassbar toll sein. Dann der Blick in die Weite mit den wunderschönsten Panoramen.
Mit wem würden Sie gern im Lift stecken bleiben?
Mit den Sängerinnen Lorde und Chappell Roan. In dieser Konstellation könnten interessante Gespräche entstehen.
Wofür sollte es Bussen geben?
Falls es die nicht ohnehin schon gibt, dann für Schleicher auf der linken Autobahnspur. Die ertrage ich kaum.
Wie viel sind Sie wert – in Franken?
Eine Zahl kann ich nicht nennen. Es ist aber so viel, dass auch Menschen wie Elon Musk keine Chance haben. Unbezahlbar trifft es am besten.
Was machen Sie als Letztes, bevor Sie ins Bett gehen?
Mein Handy checken und danach den Flugmodus einschalten.
Welche drei Gegenstände kommen mit auf eine einsame Insel?
Gitarre, Block und Aufnahmegerät. Damit könnte ich lange auf der Insel bleiben (lacht).
Was ist Ihr liebstes Essen?
Die Parmigiana meiner Mamma.
Und Ihr Lieblingsgetränk?
Richtig feines Hahnenwasser! Es klingt jetzt vielleicht etwas verrückt, aber nicht jedes Wasser schmeckt gleich gut. Für mich muss es kalt sein, intensiv im Geschmack und doch ohne Geschmack (lacht).