Darum gehts
- Veronica Fusaro präsentiert am Mittwochmittag den Schweizer ESC-Song für Wien
- Es soll sich dabei um «Alice» vom Album «Looking for Connection» handeln
- Schweiz aktuell auf Wettquote-Rang 17 für ESC 2026 in Wien
Am Mittwoch um 12 Uhr mittags lässt SRF die Katze aus dem Sack. Dann präsentiert Veronica Fusaro (28) ihren diesjährigen Schweizer Beitrag für den Eurovision Song Contest in Wien. Wer auf komplett neue Klänge hofft, dürfte enttäuscht werden. Gemäss Informationen von Blick könnte der diesjährige ESC-Song der Schweiz nämlich schon längst veröffentlicht worden sein. Es soll sich dabei um den Titel «Alice» handeln.
Die ESC-Regeln erlauben es, ein bereits veröffentlichtes Lied zum ESC zu schicken. Der Beitrag darf lediglich nicht vor dem 1. September des Vorjahres publik gemacht worden sein. Die auf ihrem Album «Looking for Connection» enthaltenen Lieder «Slot Machine», «Jealousy» und «No Rain No Tears» fallen damit weg, weil sie als Einzeltitel vorher herausgegeben worden sind. Die sieben verbleibenden Lieder, die im Oktober 2025 erschienen, sind für den ESC zugelassen.
«Alice» nicht für Countdown benutzt
Von der Maximallänge von drei Minuten her kämen nur die Songs «Alice» und «It’s All Gonna Be Okay!» infrage. Allerdings ist es auch möglich, eine gekürzte und allenfalls optimierte «Eurovision-Version» eines Titels herauszugeben.
Einen ersten Hinweis auf den ESC-Song gab Veronica Fusaro am Montag. Sie veröffentlichte einen 20-sekündigen Clip, in dem sie mit einem Cüpli an einem edel gedeckten Tisch sitzt. Schon zuvor startete sie einen Countdown auf ihre ESC-Liedpräsentation. Da wurde «It's All Gonna Be Okay!» allerdings schon mehrfach verwendet, was gegen eine Nominierung des Titels für den ESC spricht. «Alice» wurde hingegen nie benutzt. Zudem gab sie in der Kommentarspalte eines auf Tiktok veröffentlichten Clips den Hinweis, dass das englische Wort «Eyes» in ihrem Lied vorkommt. Dies ist bei «Alice» mehrfach der Fall: «Your pretty green Eyes are magic» und «Please open your eyes» singt sie darin.
«Alice» bezeichnete Fusaro in der Veröffentlichung ihrer Trackliste als «schwerster, was den Inhalt angeht.» Im Lied geht es um Sehnsucht und Verletzlichkeit. SRF wollte nicht bestätigen, ob es sich beim ESC-Titel tatsächlich um «Alice» handelt. «Zu Gerüchten nehmen wir keine Stellung», sagt Pressesprecherin Andrea Vogel.
Auch andere Länder schickten keine neuen Lieder zum ESC
Dass ein bereits veröffentlichter Titel zum ESC geschickt wird, ist nicht neu. 2025 nahm das österreichische Duo Abor & Tynna mit dem zuvor auf ihrem Album veröffentlichten Titel «Baller» am deutschen Vorentscheid teil und löste das Ticket für den ESC in Basel. Die Armenier nominierten 2024 den bereits vor Monaten erschienenen Titel «Jako» der Band Ladaniva für den grössten Musikwettbewerb der Welt und landeten dort auf dem achten Rang.
Die Schweiz liegt vor der Veröffentlichung ihres ESC-Beitrags bei den Wettquoten auf Rang 17 (Stand: 10. März 2026, 15 Uhr). Diese Platzierung dürfte sich nach Songbekanntgabe allerdings ändern. Spannend ist, ob nach oben – oder doch nach unten. Veronica Fusaro wird im zweiten ESC-Halbfinale am 14. Mai 2026 für die Schweiz starten.