Moderationsduo wird für Song im ESC-Halbfinale gefeiert
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Heimliche Stars des Abends:Moderationsduo wird für Song im ESC-Halbfinale gefeiert

Abba-Pause für den ESC
So verbringt Sandra Studer den Eurovision-Abend

Nächstes Kapitel für die ESC-Moderatorin Sandra Studer! Ab 6. Mai steht sie als Donna in der Mundart-Produktion von «Mamma Mia!» auf der Bühne. Nur am Abend des Eurovision Song Contest macht sie eine Ausnahme.
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Sandra Studer im Bühnenbild der Produktion von «Mamma Mia!» in der Zürcher Maag Halle.
Foto: Thomas Meier

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Sandra Studer spielt ab 6. Mai in «Mamma Mia!» Zürich
  • Abba-Björn lud sie 2025 nach Hause ein, unvergesslicher Abend
  • Veronica Fusaro vertritt Schweiz beim ESC 2026 in Wien am 14. Mai

Bei ihr dreht sich aktuell alles um die schwedische Kultband Abba: Sandra Studer (57) steckt mitten in den Vorbereitungen für die Premiere von «Mamma Mia!» in der Zürcher Maag Halle. Für sie ist es ein weiterer Frühling mit vollem Terminplan. Vor exakt einem Jahr bereitete sich die Bühnenfrau auf ihren grossen Job als Moderatorin des 69. Eurovision Song Contest (ESC) in Basel vor. 

«Ich muss mich manchmal immer noch kneifen und frage mich: ‹Habe ich das wirklich erlebt?›», erzählt Studer im Gespräch mit Blick. Gemeinsam mit Moderatorin Michelle Hunziker (49) und Komikerin Hazel Brugger (32) führte sie durch die Liveshows des grössten Musikwettbewerbs der Welt. Mit Letzterer landete sie mit der Nummer «Made in Switzerland» auch einen Publikumshit. «Ich kann kaum glauben, dass das jetzt schon ein Jahr her ist. Ein unglaubliches Erlebnis.»

ESC-Reise geht weiter

Die aktuellen Proben der Musicalproduktion lassen sich nicht mit der TV-Show vom vergangenen Jahr vergleichen. «Beim ESC waren die zwei letzten Wochen total intensiv. Beim Musical verteilt sich das auf mehrere Wochen», erklärt Studer. «Und hier muss ich mich in eine Rolle einfinden und diese erarbeiten, während ich beim ESC ich selbst und die Gastgeberin war.» Aber: «Von der Freude und Intensität her ist es schon ähnlich.» 

Studer ist vom 6. Mai bis 14. Juni als Donna im Musical «Mamma Mia!» zu sehen. «Diese Rolle hat mir zu diesem Zeitpunkt wohl das Universum geschickt», schwärmt sie. «Letztes Jahr erfüllte sich mit der ESC-Moderation ein Lebenstraum von mir. Und nun geht diese Reise noch ein wenig weiter, dank der Musik der ESC-Gewinner Abba.»

Hazel Brugger brachte sie zu Abba-Björn

«Mamma Mia!» ist ein Jukebox-Musical mit den grössten Hits der schwedischen Erfolgsband Abba und feierte 1999 am Londoner West End grosse Weltpremiere. Zwei Jahre später lief es auch am New Yorker Broadway und wurde schnell zu einem der erfolgreichsten Musicals der Welt. 2008 erschien der Film «Mamma Mia!» mit Meryl Streep (76), Pierce Brosnan (72) und Colin Firth (65) in den Hauptrollen. «Ich habe das Stück schon mehrfach gesehen und mir erst letztens den Film wieder mit meinen Töchtern angeschaut, das ist immer ein Fest», sagt Studer. «Total herzig und faszinierend, dass verschiedene Generationen diese Musik so gernhaben.»

Der Eurovision Song Contest brachte Studer gleich doppelt zu Abba. Als sie ihre letztjährige ESC-Moderationskollegin Hazel Brugger bei ihren Schweden-Auftritten im Herbst 2025 begleitete, wurden sie von Björn Ulvaeus (81) und seiner Frau Christina Sas (54) nach Hause eingeladen. «Das hätte ich früher auch nie geglaubt, dass ich da mal am Tisch sitzen würde. Es war ein wunderbarer Abend», erzählt Studer. «Wir hatten gute Gespräche, ein liebevoll zubereitetes Essen. Sie leben gar nicht mondän, wie man sich das vielleicht vorstellen würde. Total im Grünen, den Garten teilen sie sich mit den Nachbarn.»

Fanbrief für Abba-Björn und Jörg Schneider

Immer wieder liest man von einem Liebesbrief, den Studer Ulvaeus zu Abba-Zeiten geschrieben hat. «Das war aber eher ein Fanbrief. Ich überlegte mir, wer von Abba mir wohl am ehesten zurückschreiben würde, weil er am wenigsten Post bekommt», sagt Studer mit einem Lachen. «Also wählte ich Björn. Aber eine Antwort bekam ich trotzdem nie.» Viele solcher Briefe habe sie nicht geschrieben, einzig Volksschauspieler Jörg Schneider (1935–2015) bekam auch einen. «Ich war als Kind ein riesiger Fan von ihm als Kasperli und konnte alles auswendig. Mit acht schrieb ich ihm einen Brief, und er hat mir tatsächlich geantwortet. Später stand ich dann sogar mit ihm auf der Bühne.»

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Nun aber das Engagement in der Mundart-Produktion von «Mamma Mia!». Während sich Studer auf ihre Musicaldarbietung vorbereitet, laufen in Wien die Proben für den Eurovision Song Contest. Veronica Fusaro (28) wird dort die Schweiz vertreten und im zweiten ESC-Halbfinale am 14. Mai um den Finaleinzug der Schweiz singen. «Ich kann noch nicht mitreden, was die Acts in diesem Jahr angeht. Ich bin wirklich schlecht vorbereitet. Sonst ist das anders», sagt Studer. Immerhin bekommt sie von ihrer Tochter Lili (25) einige ESC-Updates. «Sie ist schon voll im Fieber und hört sich alles an. Aber aktuell bin ich nach den Musicalproben froh, wenn ich etwas Ruhe habe. Nach der Premiere werde ich mich dann reinhängen.»

Spielfrei am ESC-Abend

Studer ist bei fast allen «Mamma Mia!»-Aufführungen in der Hauptrolle zu sehen. Einzig am 16. und 17. Mai hat sie spielfrei – die Tage vom und nach dem ESC-Finale. «Eigentlich war der Plan, dass ich nach Wien reise. Aber daraus wird doch nichts», sagt Studer. «Und auch mit meiner Familie kann ich mir den ESC nicht anschauen. Sie sind alle an einem Familienfest in Spanien.»

Stattdessen gibts für Studer ein «Made in Switzerland»-Revival. Sie verfolgt die Show mit dem Song-Komponisten Lukas Hobi (42). «Mit ihm und ein paar anderen ESC-Fans», sagt sie.

Und auch zu einem Wiedersehen mit ihrer letztjährigen ESC-Moderationspartnerin Hazel Brugger wird es kommen. «Wir stehen noch im guten Kontakt», sagt Studer. Und verrät: «Auch sie wird einmal bei ‹Mamma Mia!› im Publikum sein. Dann geht unsere ESC-Reise auch gemeinsam weiter.»

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