40. Geburtstag von Fabienne Louves
«Ich feiere meine Gesundheit und mein neues Leben»

Der Musical-Star wird 40! Nach dem Kampf gegen den Krebs geniesst Fabienne Louves an der Seite von Partner Luca Schneider und Hündchen Henry heute ihr Leben bewusster und intensiver denn je und freut sich auf alles, was kommt.
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Lässt es krachen: Sängerin Fabienne Louves feiert nicht nur ihren runden Geburtstag, sondern auch ihre Gesundheit und ihr neues Leben.
Foto: Amanda Nikolic

Darum gehts

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Patricia Broder
Schweizer Illustrierte

Es knallt wie bei einer Explosion! Fabienne Louves schreit auf und lacht. «Dass diese Konfettikanone so laut zündet, hätte ich nicht gedacht.» Sie schüttelt den Kopf. Goldene Konfettifäden liegen wild verstreut auf dem Boden ihres Wohnzimmers im Zürcher Seefeld. Der Musical-Star hat allen Grund zum Feiern: Am 5. Mai ist Fabienne Louves 40 Jahre alt geworden. «Früher war man für mich schon mit 30 alt», sagt sie lachend. «Heute fühle ich mich mit 40 noch sehr jung.»

Gefeiert hat sie den Runden mit ihrem Partner Luca Schneider (38) und ein paar engen Freundinnen bei einem Essen in Zürich. Im Sommer folgt eine grosse Party im Ruderclub Zürich direkt am See mit rund 60 Gästen. «Ich habe einen neapolitanischen Pizzatruck organisiert, weil ich Pizza über alles liebe!» Für den DJ und das Ambiente sorgt ihr Freund, Partykönig Reto Hanselmann (44). «Wir feiern eine grande Fiesta», sagt Louves. «Ich feiere nicht nur meinen 40., sondern auch meine Gesundheit und den neuen Lebensabschnitt, der jetzt beginnt.»

Leben nach dem Krebs

Genau vor einem Jahr machte Fabienne Louves ihre Brustkrebserkrankung öffentlich. Im Herbst 2024 wurde bei der Sängerin überraschend eine aggressive Form der Krebsart diagnostiziert. «Heute kann ich sagen: Es geht mir gut. Meine Chemo- und meine Strahlentherapie sind abgeschlossen – ich gelte als krebsfrei.» Und doch ist im Leben der Entertainerin nichts, wie es einmal war. «Ich bin heute eine andere Fabienne», sagt sie. «Ich bin stärker geworden. Ich sage mehr meine Meinung.» Ihr Blick wird fester. «Wenn du nicht weisst, ob du in einem Jahr noch feiern kannst, wird alles intensiver und bewusster. Heute nehme ich nur noch Jobs an, die mir wirklich gefallen.»

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Fabienne Louves feiert ihren runden Geburtstag an der Seite von Freund Luca Schneider. «Ich bewundere Fabiennes Stärke», sagt er nach dem Kampf gegen den Krebs.
Foto: Amanda Nikolic

Auch ihr Körper habe sich verändert. «Ich bin nicht mehr so gelenkig. Ich muss immer noch in die Physiotherapie, und ich habe Menopausenbeschwerden.» Durch die Krebsbehandlung wurde die Sängerin letztes Jahr vorzeitig in die Wechseljahre versetzt. «Ich muss akzeptieren, dass es nicht mehr wie vorher wird, und das gelingt mir immer besser», sagt sie und lächelt.

Wieder mit eigenen Haaren

Es ist dieses warme Lächeln, das sie auch in ihrer dunkelsten Zeit nicht verloren hat. «Nach aussen habe ich stets gestrahlt, aber innerlich nicht. Jetzt stimmt es wieder innen und aussen.»

Gemeinsam mit Luca macht es sich die Sängerin auf dem Balkon gemütlich. Ihre Dachwohnung bietet eine atemberaubende Aussicht auf den Zürichsee. Die beiden stossen mit einem Glas Prosecco an. Entspannt lässt Louves kurz ihren Kopf in den Nacken fallen und schüttelt ihre Locken. «Dass ich wieder meine eigenen Haare habe, bedeutet mir sehr viel», sagt sie. Während der Chemotherapie 2024 musste sie sich von ihren Haaren trennen. Als ihre Mutter, die vor vielen Jahren ebenfalls an Brustkrebs erkrankt war, sie ihr abrasierte, weinten beide. «Als ich mir vor einigen Monaten wieder Extensions machen lassen konnte, habe ich erneut geweint – doch dieses Mal vor Glück!» Dass sie ins Bett gehen könne und am Morgen wieder so aufwache, sei für sie ein riesiges Geschenk. «Dass ich wieder Wimpern habe, Augenbrauen. Das sind kleine Dinge – aber für mich sind sie sehr gross.»

Artikel aus der «Schweizer Illustrierten»

Dieser Artikel wurde erstmals in der «Schweizer Illustrierten» publiziert. Näher dran – an Stars, Royals und Menschen mit Geschichten. Hier gehts zum Abo!

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Die Angst bleibt

Ganz aus ihrem Alltag verschwunden ist der Krebs aber noch nicht. «Nachts wache ich manchmal auf, taste mich ab, nur um sicher zu sein, dass alles gut ist.» Alle drei Monate gehe sie zur Kontrolle. «Natürlich ist da immer diese Angst, dass es wiederkommt.» Sie macht eine Pause. «Das ist auch für Luca schwer.» Ihr Partner nickt und nimmt sie liebevoll in den Arm. Seit elf Jahren ist Luca an Fabiennes Seite. «Ich habe mich nie geschämt vor ihm», sagt sie, während sie ihm dabei zusieht, wie er mit Apricot-Pudel Henry schmust. «Auch in den schwierigsten Momenten nicht, als ich von der Chemo gezeichnet war.»

Ihre Beziehung basiere auf Verständnis, Respekt und einer starken Liebe. «Luca hat immer die richtigen Worte gefunden. Und er hat mir stets geduldig zugehört – auch wenn ich nur gejammert habe.» – «Mir war es wichtig, rund um die Uhr für sie da zu sein, dass sie dieses Schicksal nicht alleine tragen muss», meint Luca. «Ich war bei jeder Chemo dabei.» Er habe neben ihr gesessen, gewartet und sogar am Spitalbett gearbeitet, sagt der Werber. «Das war meine Art, mit dieser Krankheit umzugehen.» Seine Freundin sei noch die Gleiche wie früher, und doch habe sie sich verändert. «Ich bewundere Fabiennes Stärke», sagt er. «Sie ist während der Chemo auf die Bühne, hat performt. Kam nach dem Auftritt nach hinten, brach zusammen, nahm ein Medikament und ging wieder zurück auf die Bühne.» Dieser Durchhaltewille habe ihn tief beeindruckt. «Ich hätte das nicht gekonnt. Aber ihr hat es geholfen weiterzumachen.»

«Henry ist mein Kind»

Auch bei einem Spaziergang durch den Park beim Strandbad Tiefenbrunnen wird diese spezielle Nähe zwischen der Luzernerin und dem Zürcher sichtbar. Die Vögel zwitschern, alles blüht, und Pudel Henry läuft zwischen den beiden hin und her. Kaum kommen sie sich näher, drängt er dazwischen und möchte spielen. «Henry ist mein Kind und mein bester Freund», sagt Louves und streichelt ihren Hund. «Ich bin froh, dass ich keinen starken Kinderwunsch habe.» Gerade auch im Hinblick auf die Menopause, in der sie sich befinde. «Für viele Frauen in derselben Situation mit Kinderwunsch muss das sehr schmerzhaft sein. Ich habe mich damit abgefunden.»

Sie setzen sich auf eine Bank. «Das ist meine kleine Traumfamilie», schwärmt Louves und lehnt sich an ihren Partner. «Ich geniesse heute alles viel intensiver. Bis zur Spitze!» Sie schliesst die Augen, tankt kurz Sonne. Dann hebt sie den Blick wieder. «Ich freue mich jetzt einfach so auf alles, was kommt!»

Die Agenda ist bereits prall gefüllt. Anfang Sommer spielt sie in Mammern TG «Das Vampirgerücht», ein Filmprojekt ist im Gespräch, und im November und Dezember steht sie wieder für das Musical «Sister Äct» auf der Bühne. «Die 40 ist für mich kein Meilenstein, sondern ein Anfang. Der Anfang meines neuen Lebens.»

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