Darum gehts
- Earl Spencer behauptet, König Charles habe Dianas Tod respektlos kommentiert.
- Der Palast weist die Behauptung zurück und betont getrübte Erinnerungen.
- 1997 liefen William und Harry hinter Dianas Sarg durch London.
Earl Spencer (62) sagt, dieser Satz lasse ihn bis heute nicht los. Kurz nach Dianas Tod (†36) soll der damalige Prinz Charles am Hörer gesagt haben: «Sei versichert, wir werden sie schon bald vergessen.» So steht es in Spencers neuem Buch «Swan Song: Diana, My Sister».
Auslöser ist der Streit um den Trauerzug. Sollen William (44) und Harry (42), damals 15 und 12, hinter dem Sarg ihrer Mutter durch London laufen? Spencer war dagegen. Das Gespräch sei immer hitziger geworden, bis Charles die Worte gesagt habe. Spencer war sprachlos. Dann sagte er nur: «Ich kann nicht glauben, dass du das gerade gesagt hast», und legte auf.
Jetzt kontert der Palast, und zwar ungewöhnlich deutlich. Bücher kommentiere man grundsätzlich nicht. Doch der Schmerz um ein verstorbenes Geschwister könne die Vernunft trüben und Erinnerungen färben. Britische Medien fühlen sich an Queen Elizabeth II. (†96) erinnert. Auf die Rassismus-Vorwürfe von Harry und Meghan (45) reagierte sie 2021 mit dem Hinweis, dass «Erinnerungen variieren können».
«Charles ist ausser sich vor Wut»
Experten lesen daraus königlichen Zorn. Der frühere BBC-Korrespondent Peter Hunt sagt, Charles sei «offensichtlich absolut ausser sich vor Wut». Ein Vertrauter des Königs erklärt, die angebliche Aussage sei «einfach nicht seine Art, und schon gar nicht zu jener Zeit, als er ein Mann war, der völlig von Trauer überwältigt war». Auch Ex-Kommunikationssekretär Julian Payne meint, die Äusserungen würden «einfach nicht der Sprache entsprechen, die ich kenne».
Grossbritannien ist nun gespalten. Die einen stehen hinter dem König, die anderen glauben Spencer. Fest steht: William und Harry liefen damals trotzdem hinter dem Sarg. An ihrer Seite gingen Charles, Prinz Philip (†99) und Spencer selbst.