Meghan Markle warnt vor den Gefahren von Social Media
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Rede in Genf:Meghan Markle warnt vor den Gefahren von Social Media

Schoggi-Tasche geht viral
Meghan wird für Läderach unfreiwillig zum Jackpot

Meghan Markle warnt in Genf vor den Gefahren von Social Media. Bei einer WHO-Veranstaltung beeindruckte sie mit ihren Worten und einem emotionalen Moment mit einem Mädchen, das ihr ein Geschenk überreichte.
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Herzogin Meghan wird am 17. Mai in Genf mit einer Tasche voller Schweizer Schokolade überrascht.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Meghan Markle warnte in Genf vor Cybermobbing bei WHO-Veranstaltung am Sonntag
  • Ein Mädchen überreichte ihr eine Läderach-Tasche, Bild geht viral
  • «Lost Screen Memorial» zeigt 50 Bildschirme, Symbol für verlorene Kinderleben
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Flavia SchlittlerRoyal- und People-Expertin

Meghan Markle (44) sorgt erneut für Schlagzeilen – diesmal in Genf. Die Herzogin von Sussex nimmt am Sonntag an einer Veranstaltung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) teil. Im Zentrum steht die Installation «Lost Screen Memorial» mit leuchtenden Bildschirmen.

Sie erinnert an 50 Kinder und Jugendliche, deren Leben durch Cybermobbing und digitale Gewalt beendet wurde. Meghan nutzt die Bühne in Genf, um vor Onlinehass, manipulativen Algorithmen und den Risiken sozialer Medien für Kinder zu warnen. Dabei betont sie, Betroffene seien «keine Statistiken», sondern Menschen mit Familien, Träumen und einer Zukunft.

Schweizer Schoggi für die Herzogin

Der Andrang ist gross, die Szenen emotional. Besonders viel Aufmerksamkeit bekommt der Moment mit einem kleinen Mädchen, das der Gattin von Prinz Harry (41) eine Tasche des Schweizer Schoggiherstellers Läderach überreicht. Ein kurzer Augenblick, der sich innert Stunden weltweit verbreitet – und zwei Namen ins Zentrum rückt, die seit Jahren polarisieren.

Seit dem Megxit 2020 wird die Herzogin kontrovers diskutiert. Für die einen ist sie eine starke Stimme gegen alte, royale Strukturen. Für die anderen eine Verräterin der britischen Royals. Klar ist: Kaum jemand sorgt weltweit für so viel Reibung in einem Königshaus.

Auch die Schokoladenfirma steht seit Jahren im Gegenwind. Spätestens seit einer SRF-Dokumentation 2023 steht die Unternehmerfamilie in der Kritik. Ehemalige Schülerinnen und Schüler berichteten über strenge Erziehungsmethoden an einer verbundenen Privatschule in Kaltbrunn SG. Die Folgen waren international spürbar: Partner zogen sich zurück, auch das Zurich Film Festival beendete die Zusammenarbeit.

Meghans Bild geht um die Welt

Die heutige Unternehmensführung um CEO Johannes Läderach (40) ist daran, ihre Marke neu zu positionieren. Sie betont die klare Trennung von der Vergangenheit und verweist darauf, dass die heutige Generation nicht für damalige Geschehnisse verantwortlich sei. Heute stehen bei ihnen Premiumschokolade, Wachstum und Luxusimage im Fokus.

Marketingexperte Ferris Bühler (49) sieht vor allem den daraus resultierenden Effekt: «Für den Schoggihersteller ist das natürlich ein PR-Jackpot. Wenn Meghan Markle mit ihrer Tasche vor laufenden Kameras auftaucht, geht dieses Bild innert Stunden um die Welt, und genau solche unbezahlbaren Bilder kann keine Werbekampagne kaufen.»

Er ergänzt: «Spannend ist die zweite Ebene: Läderach wurde in den vergangenen Jahren öffentlich intensiv diskutiert. Meghan polarisiert ebenfalls. Genau deshalb passt das fast schon ironisch zusammen: zwei Marken mit Glamourfaktor, die emotional diskutiert werden. Das erzeugt Aufmerksamkeit, was heute die härteste Währung ist.»

Wertschätzung für Chocolatier

Und weiter: «Kurzfristig ist es ein klarer Imagegewinn. Die Marke wirkt plötzlich noch internationaler, prominenter und begehrenswerter. Entscheidend wird sein, wie die Firma diesen Moment nutzt, um Handwerkskunst und Markenwelt wieder stärker ins Zentrum zu rücken. Denn Promiglanz ist wie Zucker: Er wirkt schnell, hält aber nicht lange.»

Auf Anfrage von Blick schreibt Läderach: «Das Kind weiss offensichtlich, wie man seine Gäste empfängt. Natürlich freuen wir uns über die Wertschätzung. Aber in konkreten Zahlen lässt sich der Effekt vermutlich nicht messen.»

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