Darum gehts
- Prinz Andrew soll Sir Tony im Buckingham Palace körperlich angegriffen haben
- Prinz Philip entschuldigte sich persönlich, Andrew zeigte keine Einsicht
- 2019 sorgte Andrews Epstein-Interview für «kalte Wut» im Königshaus
Der ehemalige Herzog von York, Andrew Mountbatten-Windsor (66), gerät erneut in die Schlagzeilen. So soll es im Buckingham Palace einst zu einer Auseinandersetzung zwischen ihm und Vizeadmiral Sir Tony Johnstone-Burt gekommen sein, einem der engsten Berater von Königin Elizabeth II. (1926–2022). Der Vorfall soll über «ein paar Schimpfwörter und einen ausgestreckten Finger» hinausgegangen sein, wie Robert Hardman gemäss «The Telegraph» in seinem Buch «Elizabeth II.» schreibt.
Dort ist gar von einer «körperlichen Auseinandersetzung» die Rede, in deren Folge sich Prinz Philip (1921–2021) gezwungen gesehen haben soll, einen persönlichen Entschuldigungsbrief an Sir Tony zu senden. Auslöser des Streits sei eine geplante «Pitch@Palace»-Veranstaltung von Mountbatten-Windsor gewesen. «Der Prinz wollte einen Empfang abhalten, aber es war kein Platz dafür. Tony sagte ihm, dass er wie alle anderen warten müsse, und dann ist der Herzog auf ihn losgegangen.» Laut Hardman habe ein «kinetischer Schlag» für Schock und Fassungslosigkeit unter den Mitarbeitenden gesorgt.
Kein angenehmer Arbeitgeber
Sir Tony, der seit 2013 als Hofmeister für die königlichen Residenzen verantwortlich ist, habe den Vorfall dem damaligen Lord Chamberlain William Peel gemeldet, der wiederum König Charles (77), damals noch Prinz, ins Bild gesetzt habe. Letzterer soll daraufhin mit seinem Bruder gesprochen haben, doch von Einsicht sei keine Spur gewesen: «Ich habe gehört, Sie rufen Leute an und machen Probleme», soll Mountbatten-Windsor Peel am Telefon entgegengehalten haben.
Berichte über einen schwierigen Umgang Mountbatten-Windsors mit Angestellten kursieren seit Jahren. So soll er Mitarbeitende angeschrien und beleidigt haben, wenn sie seinen Anforderungen nicht entsprachen. Laut Autor Andrew Lownie habe er zudem verlangt, dass sich das Personal vor ihm verbeugt, sobald er einen Raum betritt. Bei Missachtung dieser Regel soll er den Raum verlassen haben und erneut eingetreten sein, um die Verbeugung einzufordern.
Weder Prinz Andrew noch der Buckingham-Palast haben sich bisher zu den Vorwürfen geäussert. Der Palast erklärte lediglich, grundsätzlich keine Kommentare zu Büchern abzugeben.