Darum gehts
- Prinzessin Isabella tritt in Dänemarks Militärdienst ein, verzichtet auf Sold
- Sie schlägt 25’000 Franken aus und wird von ihren Eltern unterstützt
- Elf Monate Wehrdienst, davon sechs Monate Einsatzdienst, erstmals auch für Frauen
Am 3. August beginnt für Prinzessin Isabella (19) ein völlig neuer Lebensabschnitt. Die Tochter von König Frederik X. (58) und Königin Mary (54) rückt ins traditionsreiche Gardehusaren-Regiment in Slagelse zum Militär ein. Elf Monate lang wird sie marschieren, exerzieren und dieselbe Ausbildung absolvieren wie ihre Kameradinnen und Kameraden.
Noch vor Dienstantritt hat die dänische Blaublüterin mit einer überraschenden Entscheidung für Schlagzeilen gesorgt: Sie verzichtet freiwillig auf ihren gesamten Sold. Dabei geht es keineswegs um Kleingeld.
Ihr Verzicht ist freiwillig und bewusst
Regulär erhalten Wehrdienstleistende in Dänemark rund 9034 Kronen Sold pro Monat sowie zusätzlich eine steuerfreie Verpflegungspauschale. Insgesamt würde Isabella während ihrer elfmonatigen Ausbildung auf rund 190’000 dänische Kronen – umgerechnet etwa 25‘000 Franken – kommen.
Geld, das sie bewusst nicht annimmt. Das dänische Königshaus bestätigte den ungewöhnlichen Schritt gegenüber der Zeitung «B.T.» und weiteren dänischen Medien. Statt vom Staat wird die Prinzessin während ihrer Militärzeit von ihren Eltern finanziell unterstützt.
Ganz überraschend kommt der Entscheid nicht. Isabella folgt damit ihrem Bruder Prinz Christian (20). Auch der Thronfolger verzichtete während seines Wehrdiensts freiwillig auf Sold und Verpflegungsgeld. Obwohl Isabella – anders als ihr Bruder – keine eigene Apanage erhält, schlägt auch sie diesen Weg ein. Damit setzt sie ein deutliches Zeichen: Im Militär will sie keine Sonderrolle einnehmen.
Sie schreibt weiter royale Geschichte
Dass ihr der Dienst wichtig ist, dürfte kein Zufall sein. Auch ihr Vater König Frederik absolvierte einst seine Ausbildung beim Gardehusaren-Regiment und war später unter anderem bei den Eliteeinheiten der dänischen Streitkräfte im Einsatz. Er gilt bis heute als ausgesprochen militärverbunden.
Besonders spannend: Isabella gehört zu den ersten jungen Frauen, die den reformierten dänischen Wehrdienst absolvieren. Wegen der angespannten Sicherheitslage in Europa hat Dänemark die Dienstzeit von vier auf elf Monate verlängert.
Gleichzeitig werden Frauen neu ebenfalls per Losverfahren zum Wehrdienst beigezogen. Nach fünf Monaten Grundausbildung folgen sechs Monate Truppendienst – deutlich länger als früher.
Mit ihrem freiwilligen Verzicht auf rund 25’000 Franken schreibt Isabella bereits vor ihrem ersten Ausbildungstag ihre eigene royale Geschichte. Statt Privilegien in Anspruch zu nehmen, folgt sie damit einer neuen Tradition innerhalb des dänischen Königshauses: Dienst am Land statt Vorteile durch den Titel.