Darum gehts
Der Zürcher Musiker Nickless (30) ist aktuell sehr eingespannt. Am Freitag erschien sein drittes Album «Cars And Things That Go» mit neuer Musik im Achtzigerjahre-Gewand. Und auch privat hat er alle Hände voll zu tun. Dass er verheiratet ist und ein Kind hat, war schon länger bekannt. Nun verrät der Sänger: Mittlerweile ist er nicht nur zweifacher Vater, vor fünf Monaten kam sogar noch ein drittes Kind zur Welt!
«Natürlich ist es eine Herausforderung, alles unter einen Hut zu bekommen», sagt Nickless im Gespräch mit Blick. «Klar ist: Mein Papitag ist mir heilig, da muss mich niemand vom Label oder sonst vom Job anrufen. Dann hilft zusätzlich, dass ich keine normalen Arbeitszeiten habe. Während andere Papis von 8 bis 5 weg sind, bin ich manchmal bis 5 da und spiele dann abends ein Konzert.»
Er ist nicht religiös
Nickless und seine Frau sind Eltern eines sechsjährigen Sohnes, einer vierjährigen Tochter und eines fünf Monate alten Buben. Dass er mit 30 schon drei Kinder hat, war so nicht geplant. «Das hat sich so ergeben. Ich dachte immer, ich werde dann Kinder haben, wenn ich etwas älter bin. Falsch gedacht!», meint Nicola Kneringer, wie Nickless bürgerlich heisst. Er fügt mit einem Lachen an: «Wenn ich etwas mache, dann richtig!» Das Klischee, dass gläubige Menschen oft früh viele Kinder haben, erfüllt er nicht. «Ich bin nicht religiös, aber gläubig. Ich gehe nicht in die Kirche», hält er fest. «Aber ich habe auch nichts gegen Religion.»
Unterstützung erhalten Nickless und seine Frau unter anderem von den Grosseltern. «Meine Mutter hat mich eher spät, als sie etwa 39 war, bekommen. Nun hat sie drei Enkel und geht total darin total auf. Sie ist im perfekten Grosi-Alter», schwärmt der Sänger.
Er hält sich zu seiner Familie bedeckt
Nickless hält sein Familienleben üblicherweise sehr bedeckt, die Namen der Kinder bleiben sein Geheimnis. Kleine Details lässt er sich aber doch entlocken. «Meine Kinder sind total musikalisch», sagt er. «Sie hatten ein sehr gutes Taktgefühl, bevor sie überhaupt sprechen konnten», erzählt er. «Und die älteren lieben es schon jetzt, auf dem Schlagzeug rumzuschlagen und Klavier zu spielen. Ich dränge sie aber zu nichts.»
Als Musiker eine fünfköpfige Familie zu haben, sei nicht einfach. «Ich bin eigentlich ein Beziehungsrisiko für meine Frau», sagt er und lacht. «Es ist nicht immer einfach. Manche Menschen planen ihre Ferien in vier Jahren, und ich weiss teilweise nicht einmal, welche Socken ich am nächsten Tag anziehe. Aber am Ende geht es doch immer.»
Offen für mehr Kinder
Den Kindern gefällt, was Papi auf der Bühne macht. «Für sie ist es eigentlich nichts Besonderes», so der Sänger. «Nur einmal, als ich in Genf vor 8000 Menschen spielte, war mein Ältester schon etwas baff.»
Mittlerweile ist Nickless nicht mehr der Einzige in seinem Umfeld mit Kindern. Auch Freunde werden Papis und Mamis. Und die eigene Kinderplanung? Die ist noch nicht abgeschlossen. «Ich wollte schon immer eine grosse Familie und bin einem weiteren Kind nicht per se abgeneigt. Aber ich will auch jedem Familienmitglied, inklusive meiner Frau, gerecht werden können», erklärt Nickless. «Das halte ich mir deshalb offen.»