Darum gehts
- Dodo hört als Gastgeber der TV-Show «Sing meinen Song» bei 3+ auf
- Der Reggae-Mundartsänger beurteilt seinen Abschied mit gemischten Gefühlen
- Staffel 7 mit Leduc, Fabienne Erni, Nicky B Fly, Bastian Baker, To Athena, Nickless
Am 16. März eröffnet Reggae-Mundartstar Dodo (49) zum letzten Mal eine neue Staffel von «Sing meinen Song – Das Schweizer Tauschkonzert». Drei Mal war er bisher der Gastgeber der beliebten Musikshow auf 3+.
Dass er jetzt buchstäblich seinen Hut nimmt, gehört zu den ungeschriebenen Gesetzen des europaweit erfolgreichen TV-Formats, das auf dem holländischen Original «Beste Zangers» von 2009 basiert.
«Die meisten Hosts führen durch drei oder vier Staffeln, dann kommt ein neuer. Zuerst war es Seven, bevor ich für die fünfte Staffel übernahm», sagt Dodo. «Als Gastgeber befrage ich ja nicht nur die auftretenden Künstlerinnen und Künstler, sondern gebe immer auch etwas von mir preis. Irgendwann sind diese Geschichten auserzählt und es darf Raum für jemand Neues geben.»
Dodos Nachfolge noch offen
Wer Dodos Nachfolge antritt, kommuniziert der Sender zu einem späteren Zeitpunkt. «Ich freue mich jedenfalls megafest auf diese Person. Und ich habe auch eigene Projekte, auf die ich mich nach dem Abschluss der Staffel konzentrieren möchte, auf eine neue Tournee und ein neues Album. Es ist ein Abschied zur richtigen Zeit. Auch wenn er natürlich schmerzhaft ist. Denn ich liebe dieses Format.»
Beim Rückblick auf seine drei Staffeln kommt Dodo noch einmal richtig ins Schwärmen. «Das war eine intensive und sehr schöne Zeit. Ein halbes Jahr war ich jeweils involviert in die Produktion. Beim Auswählen der Artists, bei der Programmation der Lieder und vieles mehr. Das war beglückend, aufreibend, abenteuerlich und ich habe sehr viel über mich selber gelernt. Und darüber, wie so ein Format funktioniert. Wie du Leute begeistern und aus der Reserve locken kannst. Und zeigen zu können, dass es nicht nur Trash-TV gibt, wo Leute in die Pfanne gehauen werden. Dafür bin ich sehr dankbar.»
Auch bei seiner finalen Staffel war ihm eine intensive Vorbereitung wichtig. «Ich versuche, jeweils so tief wie möglich in das Leben und die DNA der Artists hineinzukommen. Und zu merken, wo jemand besonders mit sich gerungen hat. Bei manchen Gästen sind die Konfliktsituationen erkennbar. Und bei anderen läuft scheinbar alles rund. Doch das ist oftmals Fassade. Hier helfen mir Gespräche mit ihren Eltern, Freunden und Angehörigen.»
Bastian Bakers neues Gesicht
Als Beispiel nennt er Bastian Baker, dessen Songs in der Startsendung vom 16. März interpretiert werden. «Bei ihm dachte ich zuerst, er sei die Reinkarnation von Gustav Gans, der scheinbar immer Glück hat. Ihm gelingt alles. Er durfte mit Shania Twain auf Tour und hat eine Wohnung an der Copacabana. Doch wer sich die Sendung ansieht, wird Bastian in einem neuen Licht sehen», verspricht Dodo.
Wenn Bastian Baker Gustav Gans ist, wer wäre dann Dodo? Er lacht schallend und sagt: «Wohl schon am ehesten Donald Duck. Aber etwas Gustav Gans hab ich auch in mir drin.»
Und korrigiert sich nach kurzem Nachdenken. «Nein, eigentlich bin ich Daniel Düsentrieb, also Dodo Düsentrieb, um genau zu sein.»
Zur Vorbereitung gehört auch das Ding mit den Hüten. Nach jeder Folge ehrt er einen der Künstler, der ihn besonders überzeugt hat, mit einem Hut. «Deshalb müssen mir auch alle vorgängig ihre Hutgrössen angeben», sagt Dodo.
Leduc wie Mani Matter
Künstlerisch gehört Staffel 7 für Dodo zu den «besonders herausragenden». Auch dank Musikern wie Leduc (37) vom Berner Rap-Duo Lo & Leduc, der ihn mit seinem Songwriting an den legendären Berner Troubadour Mani Matter (1936–1972) erinnert.
«Er ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Ich sass auf dem Sofa und dachte: Toll, dass ich das miterleben darf.» Nachhaltigen Eindruck hinterliessen bei ihm auch Nicky B Fly (35) mit ihren Afro Beats und Tanzelementen sowie Fabienne Erni (32) von der Folk-Metal-Band Eluveitie, die zu mehreren Songs ihre Headbanger-Qualitäten unter Beweis stellte. «Bastian und ich schauten uns an und dachten, wir träumen.»
Dodos abschliessender Rat ans TV-Publikum: «Reserviert Euch die nächsten acht Montage.»
«Sing meinen Song – Das Schweizer Tauschkonzert» läuft ab dem 16. März jeweils montags ab 20.15 Uhr.