Darum gehts
- Disney bringt am 9. Juli 2026 «Vaiana» als Realverfilmung ins Kino
- Dwayne Johnson spielt Maui erneut, aber mit reiferer Darstellung
- Das Set umfasst 200 Statisten und war sieben Fussballfelder gross
Es ist eine Frage, die sich viele Disney-Fans auf den sozialen Medien immer wieder stellen: Muss das wirklich sein? Der Animationshit «Vaiana» kam erst 2016 in die Kinos, 2024 folgte mit «Vaiana 2» bereits die animierte Fortsetzung. Gefühlt lief der erste Film gestern noch, da schickt Hollywood schon die Realverfilmung hinterher. Ist es einfach Geldmacherei oder Ideenlosigkeit?
«Das Timing ergibt absolut Sinn», sagt Regisseur Thomas Kail (49) gegenüber Blick. Der Theaterregisseur nimmt dabei Hauptdarstellerin Catherine Laga'aia (19) als Beispiel: «Als Catherine den Film zum ersten Mal sah, war sie neun Jahre alt. Ihre erste Filmrolle hatte sie mit 16.» Für die Kinder von damals sei «Vaiana» also kein neuer Film, sondern pure Kindheitsnostalgie – nur eben zehn Jahre älter.
Dwayne Johnson als Halbgott Maui
Im Film folgt Vaiana (Catherine Laga'aia), die Tochter des Stammeshäuplings, dem Ruf des Ozeans und wagt sich zum ersten Mal über das Riff ihrer Heimatinsel Motunui hinaus. Gemeinsam mit dem Halbgott Maui (Dwayne «The Rock» Johnson, 54) begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise über die Weiten des Meeres, um die Zukunft ihres Volkes zu sichern.
Wer den Trickfilm als Kind im Kino sah, sei heute vielleicht bereit, die Geschichte noch einmal neu und «erwachsener» als Realfilm zu erleben, so Kail. Für diese Generation fühle sich ein Jahrzehnt nach einer halben Ewigkeit an, auch wenn es für uns Erwachsene wie gestern wirke: «Es gibt so viel Leben. Es gibt nichts in deinem Leben, das gleich bleibt. Mit einer Dekade ändert sich für eine junge Person die ganze Welt», sagt Kail.
Selbst der stärkste Mann Hollywoods brauchte offenbar ein Update. Dwayne Johnsons Rolle, die er im Zeichentrick schon synchronisierte, kommt mit einer völlig anderen Attitüde daher. Kail: «Dwayne hat gesagt: Ich bin nicht mehr, wie ich damals war. Ich will Maui jetzt mit all dem Leben spielen, das ich in den letzten zehn Jahren gelebt habe.»
«Wir hatten 200 Statisten vor Ort»
Dass Disney nicht einfach den alten Film kopiert, zeige sich auch an den Kulissen. Statt auf Animation setzte man auf ein handfestes Dorf – gebaut aus echtem Holz, echtem Sand, mit echten Menschen. «Das Dorf war wohl sechs oder sieben Fussballfelder lang», verrät Kail. «Wir hatten 200 Statisten vor Ort.»
Mitten in diesem gigantischen Set stand Newcomerin Catherine Laga'aia. «Es war wirklich cool. Ich und meine ganze Familie sind mit dieser Figur aufgewachsen. Es war irgendwie so, als würde ich die Figur spielen, die mich und meine Schwestern vereint», erzählt sie. Ihr Bruder und ihr Vater besuchten sie am Set, als sie die Nummer «Where You Are» filmte: «Das war einer meiner Lieblingsmomente am Set, in dem ich meine eigene Reise starte und das Vermächtnis von ‹Vaiana› weiterführe.»
«Vaiana» ist ab dem 9. Juli in den Schweizer Kinos zu sehen.