Darum gehts
- Ashley Tisdale verbietet ihren Kindern Übernachtungen bei Freunden
- Ihre Haltung löst kontroverse Debatten in den sozialen Medien aus
- Schweizer Prominente teilen ähnliche Bedenken, betonen aber individuelle Abwägungen
Vom Disney-Rampenlicht direkt in den strikten Familienalltag. Ashley Tisdale (40), einst gefeierter Star aus «High School Musical», sorgt heute mit einer sehr klaren Elternregel für Diskussionen.
Die Schauspielerin hat entschieden, dass ihre Töchter Jupiter (5) und Emerson (1 3/4) nicht bei Freundinnen oder Freunden übernachten dürfen. Auf ihrem Blog «By Ashley French» erklärt sie offen: «Ich bin einfach kein Fan von Sleepovers.»
Verständnis und Kritik
Ihre Begründung ist deutlich: «Man kann jemanden gut kennen und ihn trotzdem nicht wirklich kennen. Man weiss nie, wer die Menschen in ihrem Zuhause wirklich sind. Wie Eltern miteinander sprechen, wie sie Konflikte lösen, wer sonst noch Zugang hat zum Haus.»
Statt klassischer Pyjama-Partys setzt Tisdale auf gemeinsame Treffen mit befreundeten Familien – die Kinder spielen, aber die Eltern bleiben in der Nähe.
In den sozialen Medien sorgt ihre Haltung für heftige Debatten: Während viele Eltern Verständnis zeigen und ähnliche Sicherheitsbedenken teilen, kritisieren andere die strikte Regel als zu kontrollierend und nicht förderlich für die Selbstständigkeit.
So machens Schweizer Promis
Auch im deutschsprachigen Raum wird das Thema kontrovers diskutiert. Moderatorin Amira Aly (33) sagt in ihrem Podcast «Iced Macho Latte», Folge 43: «Ich würde meine Kinder niemals zu so nem Sleepover lassen – auch wenn ich die noch so gut kenne. Die gehen nirgendwohin und übernachten bei einer anderen Familie. Du weisst nie, wer noch da ist im Haus, ob es ein Kumpel vom älteren Bruder ist oder der Vater oder Stiefvater oder Opa.
Blick hat bei Schweizer Prominenten nachgefragt, wie sie es handhaben mit ihrem Nachwuchs und dem Fremd-Übernachten:
Musicalstar Eveline Suter (46)
«Ich bin nicht grundsätzlich gegen Sleepovers, aber sehr vorsichtig. Mein Sohn, sechseinhalb Jahre alt, hat erst vor wenigen Wochen einmal woanders übernachtet – bei unseren Nachbarn gleich nebenan. Deren Tochter ist sehr gut mit ihm befreundet und ich vertraue der Familie absolut. Er kam sehr happy nach Hause und ich glaube, das war für seine Entwicklung auch ein kleiner Schub, den er hier machte, was schön zu sehen war. Ich bin aber ganz bei Ashley: Man muss die Leute und die Situation im Zuhause sehr gut kennen. Als vorsichtige und beschützende Mutter ist mir das besonders wichtig. Sicherheit geht vor.»
Unternehmer Adel Abdel-Latif (54)
«Ich bin da absolut auf Ashleys Seite. Als alleinerziehender Vater von drei Kindern nehme ich meine Verantwortung sehr ernst. Aus meiner früheren Zeit als Arzt auf der Notfallstation weiss ich leider nur zu gut, was bei solchen Sleepovers alles passieren kann – und damit meine ich nicht einmal Missbrauch, sondern völlig unnötige Unfälle im Chaos der Nacht. Meine Kinder dürfen sich super gerne tagsüber mit ihren Freunden austoben, aber geschlafen wird zu Hause.»
Moderatorin Christa Rigozzi (43)
«Bei uns ist Sleeopver noch kein grosses Thema. Unsere Kids schlafen sehr gerne zu Hause. Und sie laden ihre Freundinnen zu uns ein, was ich sehr schön finde und mich natürlich auch beruhigt. Sie haben einmal bei einer ihrer besten Freundinnen übernachtet und vielleicht zwei, dreimal bei den Grosseltern. Aber eben, es wird bis anhin nicht danach gefragt.»