Aus Rücksicht auf Familie
Nick Reiner entgeht der Todesstrafe

Die Staatsanwaltschaft verzichtet im Mordfall Nick Reiner auf die Höchststrafe. Der Sohn von Regisseur Rob Reiner soll seine Eltern ermordet haben – sie waren jedoch selbst Gegner der Todesstrafe.
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Nick Reiner steht wegen der mutmasslichen Ermordung seiner Eltern vor Gericht.
Foto: AFP

Darum gehts

  • Staatsanwaltschaft wird nicht Todesstrafe für Nick Reiner fordern
  • Getötete Eltern waren Gegner der Todesstrafe
  • Nick Reiner kämpft um 1,5 Millionen Dollar aus Treuhandfonds
Gabriel Knupfer
Gabriel KnupferRedaktor News

Die Staatsanwaltschaft will im Mordprozess gegen Nick Reiner (33) nicht die Todesstrafe fordern. Ein Todesurteil sei nicht im Sinne seiner getöteten Eltern.

Regisseur Rob Reiner (1947–2025) und seine Ehefrau Michele Singer Reiner (1955–2025) waren beide gegen die Todesstrafe. Zudem wäre es auch Nicks Geschwistern schwergefallen, an der möglichen Hinrichtung ihres Bruders mitzuwirken, erklärte der zuständige Staatsanwalt laut «New York Post».

Auf «nicht schuldig» plädiert

Nick Reiner wird vorgeworfen, seinem Vater und seiner Mutter nach einer Hollywood-Party mit einem Messer die Kehle durchgeschnitten zu haben. Der drogensüchtige Sohn lag jahrelang immer wieder im Streit mit seinen Eltern.

Nick Reiner nahm den Entscheid bei der Anhörung ausdruckslos zur Kenntnis. Der beschuldigte Sohn hatte im Februar auf «nicht schuldig» plädiert.

Offenbar mangelt es dem mutmasslichen Elternmörder an Geld für die Verteidigung. Aktuell kämpft Nick Reiner um die Freigabe von 1,5 Millionen Dollar aus einem Treuhandfonds, den Rob und Michele für ihn eingerichtet hatten.

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