Will kognitive Fähigkeiten steigern
Ochsenknecht-Sohn verzichtet auf Sex

Reality-Star Rocco Stark lebt abstinent: Kein Alkohol, kein Sex, keine Affären. Der Sohn von Schauspieler Uwe Ochsenknecht will durch Verzicht seine Konzentration und seine kognitiven Fähigkeiten steigern. Enthaltsamkeit – ein Trend, der polarisiert.
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TV-Star und Gastronom Rocco Stark sorgt mit seinem Sexverzicht wieder für Schlagzeilen.
Foto: RTLZWEI, Banijay Productions Germany

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Rocco Stark (39) lebt seit einem Jahr ohne Sex und Alkohol
  • Er will durch Verzicht seine kognitiven Fähigkeiten stärken
  • Studien zeigen: Regelmässiger Sex verbessert oft die kognitiven Leistungen
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Flavia SchlittlerRoyal- und People-Expertin

Er hat sein Leben komplett umgekrempelt und setzt dabei auf radikalen Verzicht – als Selbstexperiment. Rocco Stark (39), Sohn von Schauspieler Uwe Ochsenknecht (70), sorgt damit erneut für Gesprächsstoff. Bekannt wurde er unter anderem durch Reality-Formate wie das RTL-«Dschungelcamp» und diverse TV-Auftritte. Heute tritt der Gastronom deutlich zurückgezogener auf und überrascht nun mit sehr klaren Entscheidungen abseits der Kameras.

Gegenüber der deutschen Zeitung «Bild» sagt er offen: «Ich habe seit einem Jahr keinen Sex.» Kein Dating, keine Affären, keine Ausnahmen. Ein bewusster Schnitt für sich selbst. Der Hintergrund klingt nach konsequenter Selbstoptimierung: «Ich will meine kognitiven Fähigkeiten stärken.» Auch beim Alkohol hat er komplett umgestellt. «Ich trinke nichts mehr», erklärt er. Statt Reizüberflutung und Gewohnheiten setzt er auf Struktur, Klarheit und Kontrolle im Alltag.

Das sagen Expertinnen

Mit kognitiven Fähigkeiten meint er jene Prozesse, die das Denken steuern: Konzentration, Gedächtnis, Aufmerksamkeit und logisches Schlussfolgern. Genau dort will er ansetzen. Seine Idee: Wer auf sexuelle Reize und Alkohol verzichtet, reduziert Ablenkung und bündelt mentale Energie. Der Ansatz entspricht einem grösseren Trend der Selbstoptimierung, der besonders in den sozialen Medien an Fahrt aufgenommen hat. Methoden wie «Dopamin-Detox» oder radikale Reizreduktion stehen für den Versuch, das Gehirn durch Verzicht leistungsfähiger zu machen. Mehr Fokus, mehr Disziplin, mehr Kontrolle über sich selbst.

Blick wills genau wissen und hat bei zwei Expertinnen nachgefragt. Sexologin Dania Schiftan schätzt die Aussage von Rocco Stark wie folgt ein: «Es geht ihm offenbar nicht um Sex und um das Thema Enthaltsamkeit, sondern darum, dass er sich auf sich konzentrieren möchte, da er in Beziehungen viel Energie oder den Fokus verliert. Viele Menschen neigen dazu, dass sie in einer Beziehung wie verschwinden oder sich auflösen.» Daher mache es Sinn zu sagen: «Ich möchte zuerst mich stärken, mich finden. Und die Zeit nutzen, um zu verstehen, wieso man sich in Beziehungen verliert. Und versucht sich so aufzubauen, dass das nicht mehr passiert.»

Psychotherapeutin Ramona Zenger meint: «Enthaltsamkeit ist aus psychologischer Sicht weder grundsätzlich gut oder schlecht. Entscheidend ist der Grund dahinter, warum jemand sich dafür entscheidet. Wenn sie bewusst gewählt ist, um zur Ruhe zu kommen, sich selbst besser zu verstehen oder sich neu zu orientieren in Bezug auf eine Partnerwahl, kann sie ein sinnvoller und stabilisierender Schritt sein. In solchen Fällen zeigt sie eher Selbstkontrolle und Reflexionsfähigkeit. Wenn der Fokus weniger auf der Sexualität ist, kann dadurch mehr Raum für andere Themen wie Arbeit, Persönlichkeit, Freizeit etc. entstehen. Vor allem dann, wenn die Sexualität vorher viel Raum eingenommen hat.»

Kopftraining und Kopfkino

Auch die Wissenschaft bleibt dabei vorsichtig. Studien zeigen eher ein anderes Bild: Menschen mit regelmässiger sexueller Aktivität schneiden in kognitiven Tests häufig besser ab, etwa bei Gedächtnis- oder Sprachleistungen. Auch Hinweise auf einen langsameren geistigen Abbau werden beschrieben. Das spricht eher für ein ausgeglichenes, aktives Leben als für radikale Abstinenz als Leistungsstrategie.

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Trotzdem beschreibt Rocco Stark seinen Weg als bewusst gewählt und konsequent umgesetzt. Für ihn steht nicht kurzfristiger Verzicht im Vordergrund, sondern ein langfristiger Effekt auf Fokus und Klarheit im Alltag. Ob dieser Ansatz tatsächlich zu messbar besseren geistigen Leistungen führt, bleibt offen. Sicher ist nur: Sein Lebensstil polarisiert – und bewegt sich irgendwo zwischen Disziplin und Experiment.

Und genau dort steht er derzeit: zwischen Kopftraining und Kopfkino.

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