Edda Elisa darf wegen Kleidung nicht fliegen
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Edda Elisa kanns nicht fassen:«Lufthansa, wieso habt ihr solche Mitarbeiter?»

Wie hätten Schweizer Airlines reagiert?
Lufthansa lässt Influencerin nicht einsteigen – zu nackt!

Der Fitness-Influencerin Edda Pilz wurde der Einstieg in ein Flugzeug von Lufthansa verwehrt. Der Grund: Die Deutsche hatte zu wenig an. Blick hat bei Schweizer Airlines nachgefragt, wie sie den Fall gehandhabt hätten.
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Der deutschen Fitness-Influencerin Edda Pilz wurde der Einstieg in ein Flugzeug verwehrt.
Foto: Instagram/edda.elisa

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Edda Pilz durfte wegen spärlichem Outfit Lufthansa-Flug nicht sofort boarden
  • Debatte um Sport-BH und Tonfall: Über 2000 Kommentare online
  • Influencerin zog Jacke an; Einstieg nach Vorschriften dann erlaubt
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Fynn MüllerPeople-Redaktor

Fitness-Influencerin Edda Pilz (25) erlebt beim Boarding ihres Lufthansa-Fluges von Berlin nach Österreich eine unangenehme Situation. Wie die Deutsche in einem Instagram-Video erzählt, wurde ihr der Einstieg in die Maschine verwehrt. Die Airline-Mitarbeiterin sagte ihr, dass ihr Outfit «zu nackt» sei. Die Influencerin trug einen Sport-BH mit kurzen Sporthosen. Für sie ein ganz normales Outfit.

Die Lufthansa sah das anders. «So kannst du nicht einsteigen», hiess es von der Mitarbeiterin. Sie forderte Edda Pilz auf: «Du musst dich anziehen.» Also zog sich die Influencerin eine Kapuzenjacke über. Diese musste ebenfalls noch geschlossen werden. Erst dann durfte sie einsteigen.

Besonders aufgebracht zeigte sich die Influencerin über den rauen Tonfall der Mitarbeiterin. Laut Edda Pilz soll sie zu ihr gesagt haben: «Wegen dir verspätet sich der ganze Flug.» Die Art der Kommunikation habe sie als respektlos empfunden: «Es geht nicht nur um Vorschriften, sondern auch darum, wie man mit Leuten spricht.»

Debatte in den Kommentaren

Unter dem Video bricht eine heisse Debatte aus. Über 2000-mal wird die Szene kommentiert. Die Meinungen der Nutzerinnen und Nutzer könnten unterschiedlicher kaum sein. Während die einen den Unmut der Influencerin verstehen können, stellen sich andere auf die Seite der Lufthansa-Mitarbeiterin. «Es ist nichts Neues, dass man vor allem aufgrund der Hygiene nicht in kurzen Sportklamotten fliegen darf», schreibt ein Nutzer.

Eine Gegenstimme findet: «Ein ganz normales Sportset ist normale Kleidung und nicht ‹nackt›. Wir reden hier von einem Flugzeug. Seit wann dürfen Mitarbeiter bestimmen, was jemand tragen darf – und das dann auch noch auf so respektlose Weise?»

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So reagiert Lufthansa

Auf Blick-Anfrage schreibt die Fluggesellschaft: «Lufthansa nimmt Hinweise auf mögliche Unstimmigkeiten im Umgang mit Fluggästen grundsätzlich ernst und prüft entsprechende Vorgänge intern. Zu Vorgängen, die einzelne Fluggäste oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreffen, können wir uns indes aufgrund des Datenschutzes nicht äussern. Die einer (angeblichen) Lufthanseatin zugeschriebene (vermeintliche) Ausdrucksweise entspricht allerdings nicht unserem Standard.»

Grundsätzlich gilt: «Lufthansa erwartet von allen Fluggästen eine Kleidung, die dem Charakter einer öffentlichen Reise entspricht und das Wohlbefinden der aus unterschiedlichsten Ländern stammenden Mitreisenden nicht beeinträchtigt. Diese Erwartung ist Bestandteil unserer allgemeinen Beförderungsbedingungen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter handeln auf dieser Grundlage mit Augenmass und im Rahmen ihres Ermessens.»

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Wie hätte es die Swiss geregelt?

Wie hätte man bei Tochter Swiss reagiert, die ebenfalls zur Lufthansa Group gehört? Auf Blick-Anfrage heisst es: «Bei Swiss gibt es keine expliziten Kleidervorschriften für Fluggäste. Für uns steht das Wohlbefinden unserer Gäste im Zentrum. Wenn sich also andere Passagiere durch die Kleidung einer Person gestört fühlen oder wenn die Kleidung als anstössig oder unhygienisch wahrgenommen wird, würde unsere Kabinenbesatzung das Gespräch suchen. In einem solchen Fall würden wir die betreffende Person höflich bitten, sich etwas überzuziehen; oft reicht dann schon eine Decke.»

Was Blick aus dem Umfeld von Swiss ebenfalls erfahren hat: Fliegt jemand im Zusammenhang mit einer Angestellten der Airline, gelten striktere Kleidungsvorschriften.

Das sagen weitere Schweizer Fluggesellschaften

Chair Airlines regelt es wie folgt: «Grundsätzlich haben wir keine spezifische Kleiderregel, die das Reisen in einem Sport-BH pauschal untersagt. Wir erwarten von unseren Fluggästen eine zeitgemässe und angemessene Kleidung.» Dann heisst es: «Gerade bei hohen Temperaturen bringen wir Verständnis dafür mit, dass sich Passagiere etwas leichter kleiden», heisst es auf Blick-Anfrage.

Entscheidend sei für Chair, dass sich alle Gäste an Bord wohlfühlen. «Sollte es in einem Einzelfall zu einer Situation kommen, in der sich andere Fluggäste unwohl fühlen oder Klärungsbedarf besteht, vertrauen wir auf die Einschätzung unserer Crew vor Ort. Sie ist geschult, solche Situationen respektvoll, pragmatisch und deeskalierend zu lösen.»

Helvetic Airways schreibt auf Blick-Anfrage: «Helvetic Airways hat keine formellen Kleidervorschriften für Passagiere, und es werden grundsätzlich keine Fluggäste aufgrund ihrer Kleidung von der Beförderung ausgeschlossen. Wir vertrauen auf das gesunde Urteilsvermögen unserer Passagiere, sich für einen Flug angemessen zu kleiden, gerade auch im Hinblick auf die Gepflogenheiten im Zielland. Damit haben wir bislang durchweg gute Erfahrungen gemacht.»

Für Edelweiss gilt: «Wir verfügen über keinen spezifischen Dresscode für Passagiere. Grundsätzlich erwarten wir jedoch, dass die Kleidung dem Charakter einer öffentlichen Reise entspricht und gegenüber Mitreisenden sowie Mitarbeitenden respektvoll und angemessen ist. Ob ein bestimmtes Outfit diesen Anforderungen entspricht, wird stets im Einzelfall beurteilt.»

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