«Wenn wir jetzt nicht landen, stirbt er halt»
Bill Kaulitz erlebt medizinischen Notfall an Bord eines Flugzeugs

Sein Flieger musste in Phoenix (USA) notlanden, weil ein Passagier in akuter Lebensgefahr war. Nach dem Notfall-Einsatz wurde die Reise nach Europa mit sechs Stunden Verspätung fortgesetzt.
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Als Bill Kaulitz im Flieger nach Frankfurt sass, ereignete sich an Bord ein medizinischer Notfall.
Foto: IMAGO/ABACAPRESS

Darum gehts

  • Bill Kaulitz erlebte medizinischen Notfall auf Lufthansa-Flug nach Frankfurt
  • Boeing 747-8 musste Kerosin ablassen und in Phoenix notlanden
  • Flug dauerte 16 Stunden, Passagiere warteten sechs Stunden an Bord
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Sophie OferRedaktorin People

Ein Routineflug entwickelt sich für Bill Kaulitz (36) zur Ausnahmesituation. Der «Tokio Hotel»-Sänger berichtet von einem dramatischen Zwischenfall auf dem Weg zur Pariser Fashion Week. «Ich erzähle dir jetzt was, wenn du da dabei gewesen wärst, wärst du durchgedreht», erzählt Kaulitz seinem Zwillingsbruder Tom (36), der an Flugangst leidet, im gemeinsamen Podcast «Kaulitz Hills». Auf einem Lufthansa-Flug von Los Angeles nach Frankfurt sei es an Bord zu einem medizinischen Notfall gekommen.

Rund neunzig Minuten nach Abflug machte die Crew die Durchsage, es gebe einen medizinischen Notfall. Sie suchten dringend nach Ärzten an Bord. Die Lage sei sehr ernst gewesen. Obwohl gleich mehrere Ärzte zur Hilfe eilten, habe man sich schliesslich dazu entschieden, das Flugzeug notzulanden. «Das muss so krass gewesen sein, dass der Arzt gekommen ist und gemeint hat, wir müssen sofort landen.» Details darüber, was genau passiert ist, kenne Kaulitz nicht.

Notlandung mit Hindernissen

Ein Flugbegleiter habe Kaulitz gegenüber bestätigt: «Wenn wir jetzt nicht landen, stirbt er halt.» Die Boeing 747-8 musste daher ausserplanmässig einen Flughafen in Phoenix, Arizona (USA) ansteuern. «Da dachte ich schon so: Das glaube ich jetzt nicht. Da landen wir jetzt in Phoenix und der Flughafen ist halt nicht gemacht für eine Boeing», erinnert sich Kaulitz. Der Flughafen in Phoenix sei nicht auf die Grösse der Maschine ausgelegt gewesen.

Das Flugzeug musste daher eine Weile über dem Flughafen kreisen, bis man am Boden bereit war. Weil das Flugzeug vollgetankt und deshalb zu schwer zum Landen war, musste es ausserdem zuerst noch Kerosin abwerfen. «Jetzt werfen die Kerosin ab und lassen das auf die Leute runterfallen?», habe sich Bill entsetzt gefragt. Doch Tom versichert ihm im Gespräch, dass sich das Kerosin rechtzeitig in der Luft verteile.

«Ich dachte schon, wir fliegen nicht mehr weiter»

Endlich unten angekommen, kamen Krankenwagen und Polizei zum Flugzeug geeilt. «Dann zog sich das länger und länger. Wir mussten auch wieder tanken, aber sie hatten dort keinen Tankwagen, der für eine Boeing funktioniert.» Ausserdem habe die Gefahr bestanden, dass die Crewmitglieder ihr Arbeitszeitlimit überschreiten würden. Insgesamt standen sie sechs Stunden da, während denen die Passagiere an Bord verbleiben mussten. «Ich dachte schon, wir fliegen nicht mehr», so Kaulitz.

Am Ende seien sie zum Glück doch weiter geflogen. Die Reise von Los Angeles nach Frankfurt habe durch den Zwischenfall sechzehn Stunden gedauert. Als Tom seinen Bruder fragt, ob er wisse, ob am Ende alles gut gegangen ist, sagt Bill Kaulitz nur: «Nein, das wissen wir nicht.»

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