Darum gehts
- Mark Keller wollte Rolle im «Bergdoktor» 2008 zunächst nicht annehmen
- Er akzeptierte die kleine Rolle aus finanzieller Notlage heraus
- Seit 18 Jahren dabei, trotz moderater Gage weiterhin mit grosser Leidenschaft
Mark Keller (61) ist aus der ZDF-Serie «Der Bergdoktor» nicht wegzudenken. Als Dr. Alexander Kahnweiler spielt er seit 2008 in der Serie mit. Dabei wollte er diese wohl wichtigste Rolle seines Lebens anfangs überhaupt nicht annehmen. Das erzählt er jetzt in der neuesten Folge von Barbara Schönebergers (52) Podcast «Mit den Waffeln einer Frau».
Als Keller das Drehbuch erstmals in den Händen hielt, sei er von der Aussicht, die Figur zu spielen, wenig begeistert gewesen. «Ich habe das Drehbuch kurz mal durchgeschlagen, ich habe drei Finger reingesteckt, und mein Name, egal, wo ich sie reinstecke, tauchte nicht auf. Was ist das für eine Rolle?», erinnert sich Keller daran zurück.
«Weil ich keine andere Möglichkeit hatte»
Weil ihm die Rolle zu klein war, wollte Keller zunächst ablehnen. Seine Agentin habe ihn dann dazu bringen können, doch noch zum Casting zu gehen. Keller musste nämlich einer schwierigen Wahrheit ins Gesicht sehen: «Es war in der Tat so, dass ich echt leider nichts hatte und die Rolle, die so klein war, nur angenommen habe, weil ich keine andere Möglichkeit hatte.»
Dass er Dr. Kahnweiler, den besten Freund der von Hans Sigl (57) gespielten Hauptfigur Dr. Martin Gruber, schliesslich knapp zwei Jahrzehnte verkörpern würde, konnte er damals nicht ahnen. Aus der anfänglichen Nebenfigur wurde über Jahre eine Hauptrolle, Keller gehört zur dauerhaften Besetzung. Und aus einer Rolle, die Keller aus einer finanziellen Notlage heraus annehmen wusste, entwickelte sich sein wohl lukrativstes Engagement.
Jedoch verriet Keller letztes Jahr, dass seine Gage beim «Bergdoktor» wohl nicht gigantisch ausfällt. «Klar, damit werde ich nicht reich, aber sie gibt mir eine schöne Präsenz im Fernsehen.» Er liebe seine Rolle und «es macht grossen Spass, mitzuspielen.»