TV-Koch mit offenen Worten
Johann Lafers Krebs ist nicht mehr heilbar

Der österreichische Star-Koch Johann Lafer (68) leidet an unheilbarem Lymphdrüsenkrebs. Nach der Diagnose vor zweieinhalb Jahren hat er bereits fünf Chemotherapie-Zyklen hinter sich – und kämpft weiter mit Mut und Lebenswillen.
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Johann Lafer über seine Krebserkrankung: «Ich muss mit dem Schicksal leben.»
Foto: Imago Images/Beautiful Sports International

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Johann Lafer (68) kämpft seit 2023 gegen unheilbaren Lymphdrüsenkrebs
  • Er verlor 25 Kilogramm und plant eine Reise zum Mount Everest
  • Sechster Chemotherapie-Zyklus startet 2026, Krebs ist nicht heilbar
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Silja AndersRedaktorin People

Fernsehkoch Johann Lafer (68) hat öffentlich über seinen Kampf gegen Lymphdrüsenkrebs gesprochen, der nicht mehr heilbar ist. «Ich habe Metastasen im ganzen Körper, da ist alles schwarz», erklärte er kürzlich im Gespräch mit dem «Münchner Merkur». Die Diagnose erhielt der Österreicher vor zweieinhalb Jahren bei einer Routineuntersuchung, die er im Rahmen einer Fastenkur machte. Ein Arzt entdeckte damals Schatten in der Leiste, obwohl Lafer keine Beschwerden hatte. Später bestätigte sich die Diagnose: ein indolentes, also langsam wachsendes Non-Hodgkin-Lymphom.

Zu Beginn hatte Lafer auf alternative Methoden gesetzt – jedoch ohne Erfolg. Anfang 2026 begann er eine Chemotherapie, deren sechster Zyklus bald startet. «Ich stelle mich dieser Aufgabe. Ich muss mich stellen», betonte der Spitzenkoch entschlossen. Heilbar sei der Krebs nicht, aber man könne ihn eindämmen.

Lafer leidet auch psychisch

Die Behandlung hat Spuren hinterlassen: Lafer hat 25 Kilogramm abgenommen, seine Haare verloren, und sogar das Essen, seine grosse Leidenschaft, fällt ihm schwer. Dennoch verliert er nicht den Mut. «Der Weg ist das Ziel. Ich kann nichts erzwingen. Ich muss mit dem Schicksal leben», so Lafer. Den Verlauf seiner Krankheit beschreibt er eindrücklich: «Mein Krebs ist explodiert wie eine Atombombe.»

Wie viel Zeit ihm bleibt, ist ungewiss. «Ich habe heute von einem gehört, der nur ein Jahr überlebt hat, andere leben noch zehn Jahre gut damit», erzählte Lafer. «Ich bin jetzt 68 und habe schon vieles erlebt.»

Auch psychisch geht die Krankheit nicht spurlos an ihm vorbei. Gegenüber der «Abendzeitung» gab er zu, dass er sich derzeit in einer schwierigen Phase befinde. «Am Anfang ging es mir besser damit, gerade bin ich in einer Krisenphase», räumte er ein.

Jetzt will er nichts mehr aufschieben

Trotz der Diagnose hat Lafer klare Ziele vor Augen. «Man darf nichts aufschieben», erklärte er dem «Merkur». Ein lang gehegter Traum sei eine Reise ins Himalaya-Gebirge, um das Basislager des Mount Everest zu besuchen. Unterstützung findet er bei seiner Familie, seiner Frau und seinen beiden Kindern, aber auch bei engen Freunden und seinen Ärzten. «Manche haben sich nach 30 Jahren wieder gemeldet. Das hat mich sehr gefreut», sagte er. Besonders schätzt er den Austausch mit seinem ebenfalls an Krebs erkrankten Kollegen Alfons Schuhbeck (77). «Wir haben uns sehr nett geschrieben und können sehr gut reden.»

Lafer freut sich trotz der körperlichen Belastung und der Ungewissheit darüber, weiterhin seiner Arbeit nachgehen zu können. Wie er gegenüber dem «Bild» Ende Mai schilderte, gibt ihm das Kochen, der Kontakt mit Kollegen und die Begegnung mit Menschen «viel Kraft, Zuversicht und Freude». Die Diagnose hat ihn verändert, doch Lafer bleibt kämpferisch und plant, das Beste aus der verbleibenden Zeit zu machen.

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