Darum gehts
- Kanye West (49) besucht am 15. Juni die Art Basel
- West sorgte 2025 mit Nazi-Symbolik und Aussagen für weltweite Empörung
- Art Basel betont: VIP-Einladung bedeutet keine Unterstützung seiner Ansichten
Er ist einer der einflussreichsten – und umstrittensten – Künstler unserer Zeit: Kanye West (49), der sich mittlerweile nur noch Ye nennt, hat die Musikwelt als Rapper und Produzent geprägt wie kaum jemand sonst. Ende Juni 2026 war ein Konzert von ihm im St. Jakob-Park geplant – doch der FC Basel stellte sich dagegen. Die Begründung war klar: Man könne West «im Einklang mit unseren Werten» keine Plattform bieten.
Keine Auftritte für West in Europa
So weit, so konsequent. Doch jetzt wurde West am 15. Juni am exklusiven VIP-Preview-Tag der Art Basel gemeinsam mit seiner Ehefrau Bianca Censori (31) an der Art Unlimited gesichtet. Die Bilder kursierten rasch in den sozialen Medien – und mit ihnen die Frage: Wie passt das zusammen?
Seit 2022 dominieren nämlich nicht Yes Songs die Schlagzeilen, sondern seine Eskapaden. West fiel immer wieder mit rassistischen und antisemitischen Aussagen auf, verlor lukrative Deals mit weltbekannten Marken und trieb es 2025 auf die Spitze: Er bezeichnete sich selbst online als Nazi, verkaufte T-Shirts mit Hakenkreuzen und veröffentlichte den Song «Heil Hitler». Seither kämpft er damit, in Europa überhaupt noch auftreten zu dürfen. Er selbst begründet sein Verhalten mit seiner diagnostizierten psychischen Krankheit bipolare Störung.
So sieht es die Art Basel selbst
PR- und Kommunikationsexperte Ferris Bühler (50) winkt ab: «Der FC Basel hat über einen Auftritt entschieden, die Art Basel über einen Messebesuch. Das ist nicht dasselbe.» Die Art Basel selbst sieht es ähnlich. Hochrangige Gäste könnten auf Einladung teilnehmender Galerien an der Messe teilnehmen, liess eine Sprecherin verlauten.
«Eine VIP-Einladung stellt keine Billigung der politischen oder persönlichen Ansichten, des Verhaltens oder öffentlicher Äusserungen einzelner Besucherinnen oder Besucher durch die Art Basel dar.» Man behalte sich jedoch das Recht vor, Personen auszuschliessen, «wenn ihr Verhalten als unangemessen oder störend eingestuft wird». Auskunft darüber, wer den Rapper eingeladen hat, gibt die Art Basel nicht.
Hat die Art Basel keine Haltung?
Den Reputationsschaden für die Art Basel hält Bühler für begrenzt: «Die Art Basel ist keine politische Institution, sondern eine Kunstmesse. Dort bewegen sich seit jeher Künstler, Sammler und Persönlichkeiten, die polarisieren.» Die grössere Gefahr liege nicht im Besuch selbst, sondern darin, ob die Messe den Eindruck erwecke, keine Haltung zu haben – denn heute werde oft weniger darüber diskutiert, wer anwesend ist, sondern wie Institutionen damit umgehen.