Darum gehts
- Kaleb Mickens, bekannt als «Cash Cartier», erhält 75 Jahre Haft
- Er ermordete 2023 seine Freundin und schob die Schuld auf Hund «Soldier»
- 40 Jahre für Mord, 35 Jahre für frühere Gewaltverbrechen gegen Frauen
Der Luxus-Influencer Kaleb Mickens (34), bekannt als «Cash Cartier», ist nach dem Tod seiner Freundin zu mehreren Haftstrafen von insgesamt bis zu 75 Jahren verurteilt worden. Er bekannte sich schuldig, Sheila Cuevas (†33) im Jahr 2023 angegriffen und unter Drogen gesetzt zu haben. Laut den Behörden in Fort Worth, Texas, versuchte Mickens zunächst, die Schuld für ihren Tod auf seinen Hund «Soldier» zu schieben, der daraufhin eingeschläfert wurde. Später stellte sich heraus, dass das Tier nichts mit den Verletzungen zu tun hatte. Dies berichtete unter anderem das «People»-Magazin.
Am 8. Oktober 2023 wählte Mickens selbst den Notruf und gab an, seine Freundin sei nach einem angeblichen Hundeangriff nicht mehr ansprechbar. Ermittlungen ergaben jedoch, dass Cuevas Opfer massiver Gewalt geworden war und auch Drogen eine Rolle spielten. Aufgrund von Unklarheiten bei der genauen Todesursache wurde Mickens nicht wegen Mordes angeklagt.
Weitere Straftaten gegen andere Frauen
Im Gerichtssaal schilderten mehrere Frauen in sogenannten Opfererklärungen, wie sie von Mickens manipuliert, kontrolliert und misshandelt worden seien. Neben den 40 Jahren Haft im Fall Cuevas erhielt er weitere Strafen von 20 und 15 Jahren für frühere Gewaltdelikte gegen andere Partnerinnen.
Die Familie von Sheila Cuevas erklärte vor Gericht: «Es kann keine Gerechtigkeit geben, die Sheila zurückbringt, aber es kann Konsequenzen geben.»
Zeigte in den sozialen Medien ein ganz anderes Bild von sich
Mickens inszenierte sich online als erfolgreicher Geschäftsmann und Unternehmer. Laut den Behörden nutzte er sein vermeintliches Luxusleben, um junge Menschen in ein Netzwerk-Marketing-System zu locken. Hinter der Fassade verbarg sich jedoch ein gewalttätiger und manipulativer Lebensstil. Besonders verstörend: Nach Sheilas Tod trauerte Mickens öffentlich – sowohl um sie als auch um den eingeschläferten Hund.