Tyler Mane ist an Brustkrebs erkrankt
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Seltene Diagnose bei Männern:Tyler Mane ist an Brustkrebs erkrankt

«Niemand spricht darüber»
Hollywoodschauspieler macht Brustkrebs öffentlich

Nur etwa ein Prozent aller Brustkrebserkrankungen trifft Männer. Einer von ihnen ist der Hollywoodstar und Wrestler Tyler Mane. Obwohl er sich Anfangs für die Diagnose schämte, geht er jetzt damit an die Öffentlichkeit – und klärt über die Krankheit auf.
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Auf Instagram teilt Tyler Mane seine Brustkrebsdiagnose.
Foto: Screenshot Instagram: @therealtylermane

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schauspieler Tyler Mane (59) enthüllt Brustkrebs-Diagnose auf Instagram
  • Nur ein Prozent der Brustkrebsfälle betreffen Männer, seltene Krankheit
  • In der Schweiz erkranken jährlich rund 50 Männer, 6000 Frauen an Brustkrebs
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Sophie OferRedaktorin People

Bekannt wurde er durch Rollen in Blockbustern wie «X-Men» (2000), «Troja» (2004) und «Deadpool & Wolverine» (2024). Der kanadische Schauspieler Tyler Mane (59) ist nicht nur Actionstar, sondern auch Wrestler. Ein maskulines Image ist Teil seines Jobs – umso schwieriger dürfte es für ihn gewesen sein, eine kürzlich erhaltene Diagnose öffentlich zu machen.

Über Brustkrebs bei Männern wird in der Öffentlichkeit nicht viel gesprochen, er gilt für viele zu Unrecht als reine Frauenkrankheit. Das Thema ist nicht nur tabuisiert, es bestehen entsprechend auch grosse Wissenslücken. Um dem entgegenzuwirken, spricht Mane auf Social Media nun offen über seine Erkrankung – obwohl ihm die Diagnose nach eigenen Angaben zunächst peinlich war.

«Lasst uns anfangen, darüber zu sprechen!»

«Ja, ich habe Brustkrebs. Und ja, es ist super selten», schreibt Mane in seinem Instagram-Beitrag. Nur ein Prozent der an Brustkrebs Erkrankten seien Männer. Dass es ihn einmal treffen könnte, hat Mane nicht erwartet. «Ich will ehrlich sein, meine erste Reaktion war es, es geheim halten zu wollen», gibt Mane zu. «Ich meine, es ist irgendwie peinlich. Doch dann fand ich heraus, dass Männer öfter im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert werden, weil nicht darüber geredet wird und weil man nicht danach sucht.»

Dass der Tumor bei ihm frühzeitig entdeckt werden konnte, habe Mane seiner Frau zu verdanken: Sie drängte ihn dazu, einen Knoten in seiner Brust entfernen zu lassen. Selbst seine Ärzte hätten die Symptome zunächst abgetan. «Also lasst uns anfangen, darüber zu sprechen! Einer von 755 Männern erhält in seinem Leben die Diagnose und wenn es früh entdeckt wird, ist es sehr gut behandelbar.» 

Der Action-Schauspieler gibt sich kämpferisch. Auf Instagram verkündet er, er werde dem Krebs «in den Hintern treten». Derzeit unterzieht er sich einer Chemotherapie und zeigt sich in Videos während der Behandlung. 

«Man kann den Kampf gewinnen»

Mit seinem offenen Umgang mit der Diagnose möchte Mane mehr Bewusstsein schaffen. «Krebs ist schrecklich, aber wenn er früh erkannt wird, kann man den Kampf gegen ihn gewinnen», sagt er. «Bitte teilt meine Geschichte und helft mir, die Botschaft zu verbreiten.»

Das Brustgewebe beim Mann ist ähnlich aufgebaut wie bei der Frau. Entsprechend können sich dort ebenso Tumore bilden. Brustkrebs bei Männern ist jedoch tatsächlich sehr selten. In der Schweiz erkranken nach Angaben der Organisation Krebsliga Schweiz circa 60 Männer pro Jahr. Bei Frauen hingegen seien es circa 6800 pro Jahr.

Oft wird Brustkrebs bei Männern spät entdeckt, unter anderem aufgrund fehlender Vorsorgeuntersuchungen und mangelndem Bewusstsein für die Krankheit; dies verschlechtert die Heilungschancen. Zu den typischen Symptomen beim Mann gehören einseitige, meist schmerzlose, nicht verschiebbare Knoten in der Brust, Entzündungen oder Ausfluss aus der Brustdrüse, Einziehung der Haut oder Brustwarze oder tastbare Lymphknoten in der Achsel. 

Die meisten betroffenen Männer sind zum Zeitpunkt der Diagnose 60-jährig oder älter. Wie bei Frauen auch, kann Brustkrebs bei Männern hormonelle oder genetische Ursachen haben.

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