Darum gehts
- Carmen Nebel, TV-Legende, feiert heute ihren 70. Geburtstag in Familienglück
- Über 30 Jahre prägte sie das deutsche Fernsehen mit Schlagershows
- 2021 Abschied von TV, seit 2023 stolze Grossmutter, geniesst Freizeit
Sie moderiert nicht mehr, sie schunkelt nicht mehr, sie steht nicht mehr auf der grossen Showtreppe. Und trotzdem denken viele Deutsche beim Samstagabend-Schlager sofort an sie: Carmen Nebel. Am 24. Juli wird die TV-Legende 70 Jahre alt – und lebt heute ein Leben, das kaum unterschiedlicher sein könnte zu ihrer Zeit als Quotenkönigin.
Über 30 Jahre lang prägte die gebürtige Sächsin das deutsche Fernsehen. Erst in der DDR, wo sie 1979 entdeckt wurde und zum «Fernsehliebling der DDR» avancierte. Nach der Wende wechselte sie zur ARD, moderierte «Die Feste der Volksmusik», ehe sie 2003 von einem gewissen Florian Silbereisen (44) abgelöst wurde. Nebel liess sich davon nicht unterkriegen und zog einfach weiter zum ZDF, wo sie 20 Jahre lang «Willkommen bei Carmen Nebel» moderierte. Auch als Weihnachtsengel des öffentlich-rechtlichen Fernsehens machte sie sich einen Namen: 18 Jahre lang führte sie durch «Die schönsten Weihnachts-Hits».
Sogar Kritiker mussten sie loben
Selbst Kritiker mussten anerkennen, was für ein Fels in der Brandung sie war. Der «Spiegel» schrieb einmal irritiert, es liesse sich über eine ihrer Shows «wenig sagen», denn: «Nebel wirkte gewohnt resch und rüstig und gusseisern gut gelaunt.»
2021 zog Nebel den Schlussstrich, 2024 verabschiedete sie sich auch von ihrer Weihnachtssendung. Ihre letzten Worte vor laufender Kamera bleiben bis heute ihre wohl bekanntesten: «Es war schön, ich hab's gerne gemacht, Tschüss, auf Wiedersehen.»
Nebel wurde Grosi
Und heute? Kein Comeback, keine Rückkehr vor die Kamera. Stattdessen: pures Familienglück. Carmen Nebel ist Grosi geworden. Ihr Mann Norbert Endlich, den sie 2021 heiratete, ist Vater von Schlagersängerin Ella Endlich (42) – und die machte Nebel vor drei Jahren zur stolzen Grossmutter.
«Es ist eine tolle neue Lebenssituation. Ich geniesse das Mehr an Freizeit», verriet sie der «SuperIllu». Ans Rampenlicht denkt sie dabei mit keiner Silbe zurück. Zu «Haltung und Sprache» im heutigen Fernsehen findet sie ohnehin klare Worte: «Es ist schon gut so, dass ich nicht mehr dazugehöre.»