Darum gehts
- Billie Eilish kritisiert ICE bei Grammys und erhält tosenden Applaus
- Ihre Villa steht auf Land des Tongva-Stammes, sorgt für Kritik
- 24-jährige Sängerin hat den Stamm bisher nicht direkt kontaktiert
«Niemand ist illegal auf gestohlenem Land» – für diesen Satz erntete Billie Eilish (24) bei den Grammys tosenden Applaus des Publikums, als sie ihren Preis für «Wildflower» in der Kategorie «Bester Song» entgegennahm. Die Sängerin bezieht sich dabei auf die Einsätze der US-amerikanischen Polizei- und Zollbehörde ICE, die in den vergangenen Wochen durch ihre teils brutalen Einsätze für Schlagzeilen sorgte.
ICE soll gezielt gegen Personen vorgehen, die sich illegal in den USA aufhalten. «F*** ICE, ist alles, was ich sagen will», beendet Eilish ihre Rede bei der Preisverleihung.
Billie Eilish wohnt selbst auf «gestohlenem Land»
Während viele die junge Sängerin loben, dass sie dieses Problem so offen anspricht, sehen einige ihre Aussage aber auch kritisch. Denn die Villa von Billie Eilish in Los Angeles befindet sich selbst auf gestohlenem Land. Ursprünglich gehörte dieser Abschnitt nämlich dem Togva Stamm der amerikanischen Ureinwohner.
Jetzt fragen sich viele, ob Billie Eilish ihre Villa dem Ureinwohnerstamm übergeben wird und sich eine andere Bleibe suchen wird oder ob sie illegale Einwanderer bei sich zu Hause unterbringt, um ihnen eine sichere Bleibe zu gewährleisten. Auf beide Vorschläge hat Eilish bisher nicht reagiert, weshalb viele sie nun als Heuchlerin bezeichnen. Viele User aus X sagen, dass Eilish gross predige, sich gegen ICE zu stellen und den Einwanderern zu helfen, doch anschliessend in ihre Villa mit Sicherheitspersonal und grossem Tor zurückkehren wird.
Die Anstecknadeln mit dem Slogan «ICE OUT», die von vielen Stars an den Grammys getragen wurden, werden ebenfalls von Nutzern kritisiert. Viele sind der Meinung, dass Eilishs Statement zudem Unsinn sei, denn «wenn niemand auf gestohlenem Land illegal ist, dann war das Land nie gestohlen».
Gibt sie ihr Grundstück an die Ureinwohner zurück?
Wie ein Sprecher des Tongva Stammes gegenüber «Dailymail» angibt, hat Billie Eilish bisher allerdings keinen Kontakt mit ihnen aufgenommen, um über ihr Grundstück zu sprechen. «Als die ersten Bewohner des Grossraums Los Angeles ist uns bewusst, dass ihr Haus auf dem Land unserer Vorfahren steht», sagt der Sprecher. «Eilish hat unseren Stamm nicht direkt bezüglich ihres Grundstücks kontaktiert, aber wir schätzen es sehr, wenn Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens die wahre Geschichte dieses Landes sichtbar machen.» Der Tongva Stamm soll das Team von Bilie Eilish jedoch bereits kontaktiert haben. Jedoch nicht, um Nutzungsrechte geltend zu machen, sondern um sich dafür zu bedanken, dass Eilish mit ihrer Rede auf die Ureinwohner und deren Geschichte aufmerksam gemacht hat.