«Mir war nicht klar, wie weh es tut, wenn man ein Tier verliert»
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Armin Rhode in Tränen:«Mir war nicht klar, wie weh es tut, wenn man ein Tier verliert»

Armin Rohde ist untröstlich
Trauern wir um Hunde mehr als um Menschen?

Influencerin Laura Maria Rypa weint öffentlich um ihre Hündin Nala, TV-Star Armin Rohde leidet noch Jahre nach dem Tod eines Haustiers. Laut Experten löst der Verlust eines Tieres bei Menschen oft tiefere Schmerzwellen aus als der Tod von nahen Angehörigen.
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Laura Maria Rypa trauert um ihre Hündin Nala – der Schmerz zerreisse sie, gesteht sie auf Instagram.
Foto: Instagram / Laura Maria Rypa

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Studie: 21 Prozent trauern stärker um Haustiere als um Menschen
  • Haustiere als Familienmitglieder prägen tägliches Leben emotional und sozial
  • 7,5 Prozent erleiden anhaltende Trauerstörung, vergleichbar mit Verlust naher Angehöriger
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Laszlo SchneiderTeamlead People-Desk

«Wer geliebt wird, stirbt nicht. Er geht nur voraus. Es zerreisst mir das Herz», schrieb Influencerin Laura Maria Rypa (30) ihren Millionen Followern auf Instagram, als sie den Altar für ihre verstorbene Hündin Nala zeigte und weinend ihren vorübergehenden Rückzug ankündigte. Schweizer Starköchin Meta Hiltebrand (43) teilte nach dem Tod ihrer Katze Pilu (†22) ähnlich tiefen Schmerz: «In meinem Herzen lebst du weiter», nahm sie Abschied und bedankte sich für 15 gemeinsame Jahre voller Kraft. Und Filmstar Armin Rohde (71) gestand live im WDR-Fernsehen unter Tränen: «Mir war nicht klar, wie weh das tut, wenn man ein Tier dann verliert. Mir war nicht klar, wie sehr das reinknallt.»

Dass der Schmerz um ein Haustier stellenweise intensiver erlebt wird als der Tod von Freunden oder Verwandten, ist keine Einbildung, sondern wissenschaftlich belegt.

Sogar anhaltende Trauerstörung

Eine im Fachmagazin «Plos One» erschienene Untersuchung unter Erwachsenen belegt dieses Phänomen zahlenmässig. Hauptautor Philip Hyland von der Maynooth University in Irland fasst das zentrale Ergebnis seiner Befragung so zusammen: «Etwas mehr als ein Fünftel der Menschen, die sowohl ein geliebtes Haustier als auch eine ihnen nahestehende Person verloren hatten, gaben an, dass der Verlust ihres Haustieres schmerzlicher als der des geliebten Menschen war.»

Selbst bei erlebten Todesfällen von Eltern, Geschwistern oder engen Freunden nannten 21 Prozent der Betroffenen den Verlust ihres Haustieres als den schmerzlichsten Einschnitt überhaupt. Bei 7,5 Prozent der Befragten war die Trauer so intensiv, dass die Forscher von einer anhaltenden Trauerstörung sprachen – eine Quote, die mit dem Tod naher menschlicher Familienmitglieder vergleichbar ist.

Tagesstruktur fällt weg

Warum trifft uns das Ableben eines Vierbeiners oft mitten ins Herz? Eine wesentliche Ursache ist die veränderte Rolle von Tieren in unserer Gesellschaft. In einer amerikanischen Befragung unter etwa 5000 Tierhaltern gaben 97 Prozent an, ihr Tier als Familienmitglied zu betrachten. Die deutsche Psychologie-Professorin Bettina Doering von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ordnete das Phänomen im Januar 2026 gegenüber der Deutschen Presse-Agentur ein. Sie erklärt die psychologische Ursache für die tiefe Trauer folgendermassen:

«Ich würde tippen, dass viele nicht um Nutztiere trauern, wenn sie ihr Fleisch essen. Haustiere dagegen werden als Familienmitglieder gesehen. Und wenn ich in einer Kultur lebe, in der den Tieren ein so zentraler emotionaler Stellenwert zugemessen wird, dann ist es total verständlich, dass um sie auch wie um ein Familienmitglied getrauert wird.»

Da Haustiere aktiv am Alltag teilnehmen und den Tagesablauf strukturieren – von der Begrüssung an der Tür bis zur festen Gassi-Runde – hinterlasse ihr Wegfall zusätzlich eine drastische Lücke im täglichen Lebensgerüst.

Das Tabu der «aberkannten Trauer»

Trotz der wissenschaftlichen Fakten stossen Betroffene im Umfeld nach wie vor oft auf Unverständnis («War doch nur ein Hund»). Da es für Tiere keine gesetzlichen Trauertage beim Arbeitgeber und kaum gesellschaftliche Beerdigungsrituale gibt, verarbeiten Tierhalter ihren Schmerz oft in Isolation.

Trauer-Expertin Esther Sager vom Tierkrematorium Seon AG unterstrich diese Problematik bereits bei Blick: «Trauer um Tiere ist in unserer Gesellschaft leider immer noch ein Tabuthema.» Sager appelliert an Halter, den Schmerz nicht zu unterdrücken, sondern zuzulassen: «Jede Träne ist eine Liebeserklärung.»

Welche Erfahrungen hast du mit dem Tod von Haustieren gemacht? Schreib es in die Kommentare.

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