«Würdest du dich mit deinem Hund bestatten lassen?»
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Mona Vetsch in SRF-Sendung:«Würdest du dich mit deinem Hund bestatten lassen?»

Debatte bei «Mona mittendrin»
Gehört ein Hund mit ins Grab?

Mona Vetsch geht der Frage nach, wie weit die Beziehung zwischen Mensch und Hund gehen darf. Bis hin zum Wunsch, gemeinsam bestattet zu werden.
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Mona Vetsch befasst sich in ihrem neusten Beitrag mit dem Thema Hunde.
Foto: SRF

Darum gehts

  • Mona Vetsch beleuchtet die Beziehung zwischen Mensch und Hund
  • Hunde kosten Schweizer heute mehr als doppelt so viel wie 2016
  • Schweizer geben jährlich Milliarden für ihre Haustiere aus
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Fynn MüllerPeople-Redaktor

Mona Vetsch (50) taucht in der neusten Folge ihrer Sendung «Mona mittendrin» in die Welt der Hunde ein. Die Moderatorin besucht unter anderem eine pensionierte Frau, die dank ihres Hundes aktiv bleiben will, und eine Hundebesitzerin mit Depressionen, die sich durch ihren Vierbeiner neue Lebensfreude erhofft.

Ein Satz fällt in der Dokumentation immer wieder: «Der Hund ist Teil der Familie.» Tatsächlich geben Schweizerinnen und Schweizer für ihre Haustiere heute mehr als doppelt so viel Geld aus wie noch vor zehn Jahren. Hunde werden wie Kinder angekündigt, Hundeschulen besucht man, um «Tiere zu verstehen und kennenzulernen». «Es ist, wie wenn man ein Baby bekommt», sagt ein Halter. Und doch bleibt die Frage: Wo verläuft die Grenze zwischen Nähe und Vermenschlichung? Hundetrainerin Carolina Jaroch bringt es auf den Punkt: «Der Hund ist oft das Spiegelbild seines Menschen.»

Vetsch ist zu Besuch bei Alexandra, einer alleinerziehenden Mutter mit Depressionen. Sie sagt: «Ein Hund ist unvoreingenommen. Er kommt einfach. Das gibt Nähe – ohne Erwartungen.» An Tagen, an denen sie am liebsten liegen bleiben würde, zwingt der Hund sie nach draussen. «Und dann merkst du: Das tut dir total gut.»

Hund mit ins Grab nehmen

Diese Verlässlichkeit lässt manche weiterdenken. Über den Tod hinaus. Laut Vetsch hätten immer mehr Menschen das Bedürfnis, sich mit dem eigenen Hund begraben zu lassen. Der Wunsch wird aber auch kritisch gesehen. «Nein, das ist ein Schritt zu weit. Es ist immer noch ein Tier», sagt eine Halterin.

Gleichzeitig besucht Vetsch den Friedhof Nordheim in Zürich. Dort kann man sich gemeinsam mit seinem Haustier bestatten lassen. Die Tierart spielt keine Rolle. Maximal dürfen 1,5 Kilo Asche ins Grab.

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Vierbeiner im Büro

Auch im Alltag wirft die enge Beziehung Fragen auf. Immer mehr Hunde treffen auf immer weniger Platz, auf E-Bikes, volle Städte. Auf Arbeitswelten, die sich anpassen müssen. «Ich bin meinem Arbeitgeber sehr dankbar, dass ich meinen Hund mit ins Büro nehmen darf», sagt eine Besitzerin.

In einer Jobvermittlungsagentur gehört Hündin Rosa inzwischen selbstverständlich dazu. «Seit wir sie haben, ist sie immer im Büro», sagt der Besitzer. Gleichzeitig brauche es Verständnis: «Mittags muss man dann schon eine grosse Runde laufen, wenn der Hund den ganzen Tag im Büro ist.»

Mona Vetsch, die selbst keinen Hund hat, zieht am Ende des Beitrags ihr Fazit: «Eine gute Beziehung zwischen Mensch und Hund entsteht nicht von selbst. Sie muss gelebt werden. Tag für Tag. Auf diesem Weg schaut man nicht nur dem Hund in die Augen, sondern auch sich selbst.»

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