«Kitchen Impossible»-Krise
Tim Mälzer kämpft gegen Sparzwang bei RTL

Der Star-Koch muss um seine Sendung «Kitchen Impossible» bangen. Durch die Sparmassnahmen von RTL kämpft er mit Kostendruck. Im Podcast mit Hazel Brugger spricht er über die Herausforderungen.
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Tim Mälzer ist genervt von den Sparmassnahmen bei RTL.

Darum gehts

  • Tim Mälzer kämpft 2026 mit Kostendruck bei «Kitchen Impossible» Produktion
  • Mälzer lehnt Qualitätsverlust ab und droht Formataufgabe bei Kürzungen
  • RTL streicht bis zu 600 Stellen, 230 bereits betroffen Anfang 2026
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Silja AndersRedaktorin People

Tim Mälzer (55) steht vor einer grossen Herausforderung: Der TV-Koch, seit über 20 Jahren eines der bekanntesten Gesichter des Senders VOX, bereitet aktuell die zwölfte Staffel seiner Erfolgsreihe «Kitchen Impossible» vor. Doch im Jahr 2026 ist klar, dass die Produktion unter einem erhöhten Kostendruck steht, wie der Hamburger Gastronom im Podcast «Hazel Thomas Hörerlebnis» mit Hazel Brugger (32) und Thomas Spitzer (37) offen zugibt.

«Es ist kein Geheimnis, ich arbeite für die RTL-Gruppe, den Sender VOX», sagt Mälzer. «Wir haben alle in der Öffentlichkeit mitbekommen, was da vor sich geht, dass da Stellenabbau betrieben worden ist. Dann dürfen wir uns auch nicht weiter wie die Made im Speck bewegen und sagen: Ist uns egal.»

RTL hat bereits 230 Stellen gestrichen

Tatsächlich hatte RTL bereits Anfang 2026 angekündigt, im Rahmen einer Digitalisierungsstrategie bis zu 600 Stellen zu streichen. Davon seien bereits 230 Arbeitsplätze betroffen. Die Massnahmen gehen mit Programmänderungen einher, darunter die markenübergreifende Bündelung von Boulevardmagazinen und Nachrichtensendungen.

Selbst Mälzer, einer der verlässlichsten Quotenbringer des Kölner Senders, spürt die Auswirkungen. «Wir sollen einsparen», erklärt der 55-Jährige. «Wir überlegen auch, intelligente Einsparungen zu machen, allerdings nicht am Produkt. Weil, wenn das stattfindet, habe ich gesagt: Dann höre ich auf.» Für ihn ist klar: Qualitätsverlust sei keine Option. «Ich habe noch nie beobachtet, dass Einsparungsmassnahmen irgendwo funktioniert haben. Ausser du hast es vorher wirklich mit vollen Händen zum Fenster rausgeschmissen.»

«Nur noch irgendwelche Sesselfurzer da»

Mälzer ist kein Freund von Kürzungen, wie er betont – und spricht aus Erfahrung. Er erinnert sich an Einsparungen im Zeitschriftenmarkt, bei denen «die ganzen Kreativen rausgeschmissen» wurden. Das Resultat? «Es wurde hier gespart, es wurde da gespart. Es waren nur noch irgendwelche Sesselfurzer da, die viel höhere Gehälter hatten und irgendwelche Zahlen verwaltet haben, und irgendwann war der Inhalt weg, den man verwaltet hat.»

Diese Entwicklungen beunruhigen ihn auch im Hinblick auf «Kitchen Impossible», wo Köche weltweit unbekannte Gerichte nachkochen – ein Format, das von Kreativität und Qualität lebt. «Vor einer solchen Entwicklung habe ich Angst», gibt Mälzer zu. Er zeigt sich beeindruckt von den ProSieben-Stars Joko Winterscheidt (47) und Klaas Heufer-Umlauf (42), die ihr aufwendig produziertes Format «Duell um die Welt» freiwillig beendet hatten, bevor Sparmassnahmen greifen konnten.

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