«Wir werden wahrscheinlich ein oder mehrere Privatlehrer haben»
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Christian Wolf:«Wir werden wahrscheinlich ein oder mehrere Privatlehrer haben»

«Kannst du nicht gebrauchen»
Christian Wolf will seine Tochter nicht zur Schule schicken

Christian Wolf sorgt mir einer abstrusen Idee für Aufsehen: Wenn seine Tochter alt genug ist, möchte er nicht, dass sie zur Schule geht. In seinen Augen lerne man in der Schule nicht genug fürs Leben. Alles Relevante könne man auch ohne klassischen Unterricht lehren.
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Christian Wolf sorgt mit einer Aussage für eine Kontroverse.
Foto: IMAGO/Peter Hartenfelser

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Gymfluencer Christian Wolf will Tochter Hazel nicht auf Schule schicken
  • Er kritisiert das Schulsystem und setzt auf private Bildung und Lerngruppen
  • Spaltung online: Unterstützung und Kritik, Lehrerin nennt Aussagen teils unzutreffend
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Silja AndersRedaktorin People

Christian Wolf (30) hat entschieden, seine Tochter Hazel, die erst ein knappes Jahr alt ist, später nicht auf eine Schule zu schicken. Der Gymfluencer ist der Meinung, dass das Schulsystem überholt sei und man das dort erlernte Wissen zum grössten Teil im Leben sowieso nicht gebrauchen kann, wie er in einem Video auf Tiktok verkündet.

Laut Wolf werden die Kinder in der Schule heutzutage nicht auf die wahren Herausforderungen im Leben vorbereitet. «Unsere heutige Welt verändert sich so schnell, dass du die meisten Dinge, die du in der Schule lernst, einfach nicht gebrauchen kannst», findet er. In der Schule werde lediglich bereits vorhandenes Wissen wiederholt, doch von Problemlösungskompetenz sieht er da nicht viel.

KI und Medienkompetenz statt Gedichtinterpretation

«Ich glaube, ich brauche keine Hoffnung haben, dass in den nächsten Jahren solche Sachen wie künstliche Intelligenz, Social-Media-Kompetenz oder generell Medienkompetenz auf dem Lehrplan landen werden», sagt er. Er sieht durchaus die Wichtigkeit von Basiskompetenzen in Mathe, Physik und Deutsch – hier beispielsweise Rechtschreibung –, doch das könnten Kinder auch ohne Schule erlernen, etwa durch einen Privatlehrer und kleine, altersübergreifende Lerngruppen. 

Was den sozialen Aspekt angeht, wenn man eine Schule besucht, geht Christian Wolf auf Themen wie Mobbing ein. Er hält es für ungesund, «dreissig fremde Kinder zu haben – bei so viel Mobbing, was es gibt». «Ich glaube, viele Kinder tragen Traumata von der Schulzeit in sich», so Wolf, der dabei aus Erfahrung spricht. Er selbst erzählt gerne, dass er während seiner eigenen Schulzeit gemobbt wurde.

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In der Kommentarspalte findet man Kritik und Zuspruch

Die Meinungen in der Kommentarspalte teilen sich. Während manche dem Influencer zustimmen, können andere nur darüber den Kopf schütteln. Eine Lehrerin meint etwa, dass Dinge wie Medienkompetenz bereits auf dem Lehrplan stünden. «Dass man in der Schule fast ausschliesslich Sachen lernt, die man nie mehr braucht, ist so ja nicht ganz richtig. Schule ist dafür gedacht, übertragbare Kompetenzen zu vermitteln», sagt eine andere Userin.

Manche springen auch auf Wolfs Punkt an, dass er gewisse Grundkompetenzen durch eine private Lehrkraft vermitteln möchte. «Er hat recht, ist aber eine Geldfrage.» Weitere machen sich über Wolf lustig und schreiben Dinge wie: «An welcher Stelle im Leben hat er eigentlich entschieden, ALLES besser zu wissen?» oder «Vielleicht gibt's bis dahin eine More Schule» – und spielt damit auf die exzessive Vermarktung Wolfs von der von ihm mitgegründeten Marke More Nutrition an, die manchmal schon fast sektenhaft wirkt.

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