«Ich geriet in eine Abwärtsspirale»
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Model Barbara Palvin:«Ich geriet in eine Abwärtsspirale»

«Gequält, um dünn zu bleiben»
Topmodel packt über Mager-Druck in der Schwangerschaft aus

Barbara Palvin leidet unter den körperlichen Veränderungen während ihrer Schwangerschaft – und macht damit auf einen Druck aufmerksam, unter dem zahlreiche Frauen leiden. Blick spricht mit Influencerin und Abnehm-Expertin Luisa Ita über das Thema.
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Barbara Palvin spricht über die Schattenseiten ihrer Schwangerschaft.
Foto: WireImage

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Model Barbara Palvin (32) kämpft mit Schwangerschaft und Körperbildproblemen
  • Sie litt unter Schuldgefühlen wegen Gewichtszunahme und alten Unsicherheiten
  • Schweizer Influencerin Luisa Ita nahm in Schwangerschaft 35 Kilo zu
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Sophie OferRedaktorin People

Für viele ist Gewichtszunahme ein völlig normaler Aspekt einer Schwangerschaft. Doch für Frauen, die in der Vergangenheit Probleme mit dem eigenen Körperbild hatten, können körperliche Veränderungen zur grossen Herausforderung werden. 

So geht es auch «Victoria's Secret»-Model Barbara Palvin (32), die im Mai bekanntgab, dass sie Nachwuchs erwartet. Im Podcast «Wildmen» gesteht sie, stark unter den Veränderungen zu leiden. Dass sie Gewicht zunahm, drohte sogar, ihre Freude über das Baby zu überschatten: «Ich hatte Schuldgefühle, weil ich die Schwangerschaft nicht so geniessen konnte wie viele andere Frauen.»

«Ich hatte doch noch gar keine Hüften»

Alte Narben aus Palvins Vergangenheit seien wieder aufgerissen. «Ich dachte: Oh, die Zahl auf der Waage steigt wirklich superschnell, und meine Arme werden dicker», erzählt sie. «Man hat noch keinen Babybauch, aber der Bauch ist grösser, und die Hosen passen nicht mehr.» Mental sei sie dabei in eine «Abwärtsspirale» geraten.

Als Topmodel ist die Auseinandersetzung mit ihrem Körper für Palvin zentral. Mit 13 Jahren stieg sie in die Branche ein. «Mit 17 sagten sie mir jedes Mal, wenn ich in die Agentur kam, ich müsse abnehmen. Meine Hüften seien zu breit», erinnert sie sich. «Ich hatte doch noch gar keine Hüften.» Bei einer «Victoria's Secret»-Show hatte man sie 2018 als «Plus-size-Model» gecastet – zu ihrem völligen Unverständnis. Jahrelang habe sich Palvin «gequält, um dünner zu sein».

«Konnte meinen eigenen Anblick nicht ertragen»

Mittlerweile hat Palvin einen gesünderen Umgang mit ihrem Körper, doch die Schwangerschaft holt ihre alten Ängste wieder hervor. Die Schweizer Influencerin und Kochbuchautorin Luisa Ita (31) kennt dieses Gefühl nur zu gut: «Vor allem in meiner ersten Schwangerschaft ging es mir ganz ähnlich. Ich habe mich unglaublich unwohl in meinem Körper gefühlt.»

Die zweifache Mutter zeigt ihren über 190'000 Instagram-Followern täglich, wie Abnehmen funktioniert. Vor Jahren verlor sie selbst 64 Kilogramm aus eigener Kraft. «Und plötzlich war ich diejenige, die in der Schwangerschaft wieder rund 35 Kilo zugenommen hat.» 

Es habe Tage gegeben, an denen sie den Spiegel mied, «weil ich meinen eigenen Anblick kaum ertragen konnte». Ita wog früher 130 Kilo und hatte sich geschworen, «nie wieder dreistellig zu werden». Ihr Gewicht steigen zu sehen, sei «unglaublich schwer» gewesen. Von ihrer Community weiss sie, dass es vielen Frauen in der Schwangerschaft genauso geht. 

Irgendwann traf die Influencerin aus der Region Aarau AG die bewusste Entscheidung, sich nicht mehr zu wiegen. «Ich habe mein Gewicht erst wieder aktiv in den Fokus genommen, als meine Kinder geboren waren. Während der Schwangerschaft stand für mich etwas anderes im Mittelpunkt: möglichst gesund durch diese Zeit zu kommen.»

Nicht die Zeit für ein Kaloriendefizit

Und noch etwas half Ita, ihren Fokus zu verlagern: «Ich weiss, wie viele Frauen sich nichts sehnlicher wünschen als ein Kind. Diese Dankbarkeit hat mir geholfen, meinen Körper mit anderen Augen zu sehen», erklärt sie.

Eine ausgewogene Ernährung sei natürlich wichtig; trotzdem sei eine Schwangerschaft nicht die Zeit zum Abnehmen, «und ganz sicher nicht die Zeit für ein Kaloriendefizit». Man dürfe sich auch etwas mehr Nachsicht schenken.

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Um das eigene Wunschgewicht zu erreichen, sei danach noch genügend Zeit. Ita konnte nach der Geburt wieder Abnehmerfolge verzeichnen, etwa durch ein moderates Kaloriendefizit und mehr Bewegung. «Es muss nicht perfekt sein. Konstanz ist viel wichtiger als Perfektion.»

Der Druck auf Frauen, ihr altes Gewicht nach der Geburt wiederherzustellen, ist enorm. «Es sollte kein Wettbewerb sein, wer am schnellsten wieder aussieht wie vorher», findet Ita. Jede Schwangerschaft und jede Lebenssituation sei unterschiedlich. «Ich wünsche mir deshalb, dass wir aufhören, Frauen ständig miteinander zu vergleichen. Der Körper hat gerade einen Menschen erschaffen. Er verdient erst einmal Respekt – und keine Bewertung.»

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