Geprägt von schweren Schicksalsschlägen
Das wurde aus Grit Boettcher

Grit Boettcher brachte das TV-Publikum zum Lachen. Privat durchlitt sie jedoch viel Leid: acht Fehlgeburten und den Tod ihrer grossen Liebe.
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Zu ihren Glanzzeiten zeigte sich Grit Boettcher gerne und häufig in der Öffentlichkeit.
Foto: imago images/United Archives

Darum gehts

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  • Grit Boettcher (88) prägte deutsche Unterhaltung, trotz schwerer Schicksalsschläge.
  • Verlust ihres Mannes 1969, acht Fehlgeburten und Hautkrebs überwunden.
  • Heute lebt sie mit Familie bei München, geniesst Zusammenhalt und Ruhe.
Markus Reich, GlücksPost
Glückspost

Mit Unterhaltungsfilmen in den 1950er- und 1960er-Jahren, urkomischen Sketch-Szenen in den 1970ern und heiteren Familienserien in den 1990er-Jahren brachte die deutsche Schauspielerin Grit Boettcher (88) eine ganze Nation zum Lachen. Zum Kultstar wurde sie dank ihrer Rolle in der Komödien-Serie «Ein verrücktes Paar», die von 1977 bis 1980 ein Millionenpublikum begeisterte. Unvergessen ist ihr Zusammenspiel mit Harald Juhnke (1929–2005).

Doch hinter der bis heute fröhlichen Fassade verbirgt sich ein Leben, das von schweren Schicksalsschlägen geprägt ist. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere traf Grit Boettcher ein furchtbarer Verlust: Ihr zweiter Ehemann, Wolfgang Belstler, starb 1969 im Alter von nur 42 Jahren an Leukämie. Für die damals 31-jährige Schauspielerin brach eine Welt zusammen. Plötzlich stand sie mit ihrer Tochter Nicole (heute 63) allein da. «Es war hart», erzählt sie. «Aber seine Krankheit und sein Sterben zu begleiten – das hat mich reif gemacht.»

Es sollte nicht der einzige Schicksalsschlag bleiben. Grit Boettcher erlitt acht Fehlgeburten, erkrankte an Hautkrebs und musste sich mit einem grossen Aneurysma im Bauch auseinandersetzen.

Erneute Trennung

Auch in der Liebe blieb ihr vieles verwehrt. Nach der Geburt ihres Sohnes Tristan (44) stand Grit Boettcher erneut mit einem Kind allein da. 1985 trennte sie sich von dessen Vater.

Die Schauspielerin geniesst heute die Ruhe abseits des Rampenlichts. Auslöser für ihr Karriere-Ende war der Tod ihres engen Freundes Wolfgang Rademann (1934–2016), dem Erfinder des «Traumschiffs», im Jahr 2016. Als 2020 die Corona-Pandemie ausbrach, zog sie sich endgültig zurück.

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Dieser Artikel wurde erstmals in der «GlücksPost» veröffentlicht. Mehr aus der Welt der Schweizer Prominenz, Royals und Sportstars erfährst du immer donnerstags in unserem Heft: zum Abo!

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Ihr grösstes Glück findet Grit Boettcher heute in ihrer Familie. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern und ihrer Enkelin lebt sie unter einem Dach nahe München (D). Die Nähe zu ihren Liebsten gibt ihr Halt und Kraft – und vielleicht auch ein Stück jener Geborgenheit, nach der sie sich lange sehnte.

Zuletzt zeigte sie sich trotz aller Erfahrungen lebensbejahend: «Älter werden ist zwar nicht einfach, doch ich mache das Beste daraus.»

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