«Du weisst, dass ich sterben muss?»
Verona Pooth bereitet ihre Kinder auf ihren Tod vor

In einem Podcast spricht Verona Pooth über ihre Einstellung zum Tod und den Verlust ihres Vaters. Trotz Schmerz sieht sie Geburt und Tod als untrennbare Teile des Lebens.
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Verona Pooth spricht offen über ihren Umgang mit dem Tod.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Verona Pooth spricht offen über ihre Gedanken zu Sterblichkeit und Akzeptanz
  • 2003 starb ihr Vater Ernst Feldbusch, kurz vor der Geburt ihres Sohnes
  • Pooth vermittelt Kindern: Leben und Tod gehören untrennbar zusammen
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Sophie OferRedaktorin People

Verona Pooth (58) ist eine Frohnatur, lacht viel und ist um keinen witzigen Spruch verlegen. Nur selten zeigt die Moderatorin ihre nachdenkliche, verletzliche Seite. In einem Podcast spricht sie nun überraschend offen über eines der urmenschlichsten und sensibelsten Themen überhaupt: die Angst vor dem Tod.

Anlass für ihre Gedanken über das eigene Ende gab ihr 2003 der Tod ihres Vaters Ernst Feldbusch (†75). Er starb, «als ich mit Diego schwanger war, im sechsten Monat», erzählt Pooth voller Bedauern. «Er hat Diego also nicht mal kennengelernt.» Doch Pooth schaffte es, sich mit dem Schmerz darüber auszusöhnen und den Tod als Teil des Lebens zu begreifen.

«Er hätte ihn so lieb gehabt»

Für Pooth hatte es womöglich auch etwas Gutes, dass ihr Vater und ihr Sohn sich so knapp verpassten. «Ich war erst sehr, sehr traurig, und dann später habe ich gedacht, es ist aber besser, weil er hätte ihn so lieb gehabt», sagt Pooth im «Bild»-Podcast «May Way» über die verlorene Beziehung zwischen Grossvater und Enkel. «Er war so kinderlieb.» Hätte ihr Vater Diego noch kennengelernt und wäre danach erst ins Spital gekommen – «Oh mein Gott, das wäre viel schlimmer gewesen.»

Ernst Feldbusch sei zumindest in dem Wissen gestorben, dass seine Tochter glücklich ist. «Er hat das Ultraschallbild noch gesehen», erzählt Pooth. 

«Das ist der Deal»

Für die 58-Jährige gehören Geburt und Tod gleichermassen zum Leben. Diese Akzeptanz wolle sie auch ihren Kindern vermitteln. Darum geht sie ihnen gegenüber unerschrocken offen mit dem Thema um. Als ihr jüngerer Sohn Rocco (14) erst neun war, erklärte sie ihm: «Du weisst schon, dass ich sterben muss?» Dann trafen Mutter und Sohn eine ganz besondere Vereinbarung: «Wir sind auf Wolke sieben verabredet», so Pooth.

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Auf die sorgenvolle Frage ihres Sohnes, wer denn zuerst sterben würde, fand Verona eine beruhigende Antwort: «Ich habe gesagt, es gibt im Himmel keine Uhr, das ist ein Wimpernaufschlag – auch wenn du noch hundert Jahre länger lebst als ich. Für mich wird es nur sein wie ein Wimpernaufschlag, und dann sind wir alle zusammen.»

Angst vor ihrem eigenen Tod habe Pooth nicht. Mit dieser unumgänglichen Tatsache hat sie ihren Frieden gemacht: «Das ist der Deal mit dem Leben. Du kannst nur leben, wenn du auch stirbst.» Traurig mache es sie natürlich, wenn jemand zu früh oder auf eine schmerzhafte Weise gehen müsse.

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