Darum gehts
- Gil Ofarim (43) entschuldigt sich öffentlich bei Leipziger Hotelmitarbeiter
- Hotelmitarbeiter wirft Ofarim Selbstinszenierung vor und bleibt unversöhnlich
- Ofarim gewann überraschend die 19. Staffel von «Ich bin ein Star»
Auf diesen Moment haben alle gewartet: Dschungelcamp-Gewinner Gil Ofarim (43) entschuldigt sich vor laufender Kamera bei dem Leipziger Hotelmitarbeiter, der Opfer seines Davidstern-Skandals wurde. Ofarim, der völlig überraschend als Sieger der 19. Staffel «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» aus dem Dschungel hervorging, hüllte sich bislang weitestgehend in Schweigen, was das Thema anging – oder antwortete kryptisch und unvollständig.
Immer wieder verwies Ofarim auf eine Verschwiegenheitserklärung, anstatt zu den Vorwürfen öffentlich Stellung zu nehmen. Nun scheint er sich ein Herz gefasst zu haben: Als Gast in der RTL-Sendung «Punkt 12» sprach Ofarim dem betroffenen Hotelmitarbeiter eine öffentliche Entschuldigung aus.
«Habe das Gefühl, es interessiert die Menschen nicht»
In der Show wird Ofarim von der Moderatorin Katja Burkard (60) gefragt: «Kannst du denn sagen: ‹Es tut mir leid›, was dem Markus W., dem Hotelmitarbeiter durch dein Video widerfahren ist?» Ofarim nimmt zunächst eine defensive Haltung ein: «Das habe ich gemacht. Aber ich habe das Gefühl, dass es viele Menschen da draussen gar nicht interessiert oder sie es immer wieder hören wollen.»
Doch dann wird der Dschungelcamp-Sieger ungewohnt konkret und sagt ganz deutlich: «Ich kann mich nur wiederholen: Alles was da passierte und im Nachgang alles – Es tut mir leid!» Von seiner Direktheit sichtlich überrascht, erwidert Burkard: «Gil! Jetzt hast du ganz deutlich gesagt: ‹Es tut mir leid.›» Ofarim ist es wichtig, zu betonen, dass er sich vor Gericht bereits beim Hotelmitarbeiter entschuldigt habe.
Hotelmitarbeiter findet weniger versöhnliche Worte
Trotzdem war es wohl ein wichtiges Zeichen des Respekts, dass dies nochmals öffentlich geschah. Das scheint zumindest Burkard so zu sehen: «Also, ich habe das Gefühl, so wie wir es jetzt gehört haben, das war für mich jetzt noch mal eine andere Nummer, und ich gratuliere dir dazu. Und ich finde das schön», sagt sie abschliessend.
Auch der betroffene Leipziger Hotelmitarbeiter hat erst kürzlich nach langer Zeit sein Schweigen zum Vorfall gebrochen. Er scheint jedoch weniger versöhnlich gestimmt als Ofarim. Im Interview mit «Die Zeit» sprach Markus W. über seine Wahrnehmung von Ofarims Dschungel-Auftritt. Ofarim «inszeniert sich wie ein Opfer, obwohl ich das bin, und das ist schwer für mich», so der Mann, der Opfer des Davidstern-Skandals wurde. Es sei für ihn «sehr befremdlich, es ärgert mich massiv, und ich frage mich auch: Ist es denn nie vorbei?» Dass Ofarim diese Möglichkeit zur Selbstinszenierung hatte, erwecke bei ihm den Eindruck, «dass die öffentliche Wahrnehmung dieses Falles wieder kippt.» Im Interview erinnert er daran, dass ihn nach den Anschuldigungen sogar Morddrohungen per E-Mail erreichten.