Carsten Maschmeyer ist stinkhässig
Dreiste Forderung sorgt für Eklat bei «Die Höhle der Löwen»

Ein Handschlag in der TV-Show, klare Zusage, Jubel bei «Die Höhle der Löwen» – doch hinter den Kulissen platzt der Deal. Statt 100'000 Euro für 20 Prozent verlangen die Gründer plötzlich ein Vielfaches und bringen damit Carsten Maschmeyer gegen sich auf.
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Stella Hinderen (l.) und Karla Emcke wollen mit ihrer Sonnencreme einen Deal aushandeln.
Foto: AZ 13 - Sun Matters

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Maschmeyer investiert 100'000 Euro in Sun Matters für Sonnencreme
  • Gründerinnen fordern später 750'000 Euro für nur 5 Prozent
  • Maschmeyer nennt Nachverhandlung «masslos»
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Silja AndersRedaktorin People

Am heutigen Montagabend kommt es zum Staffelfinale von «Die Höhle der Löwen». Wer die Sendung mit all ihren Überraschungen gucken möchte, sollte jetzt aufhören zu lesen, denn es folgen Spoiler zu den Investitionen.

Carsten Maschmeyer (66) einigt sich mit Stella Hinderer (29) und Karla Emcke (28) per Handschlag auf 20 Prozent Beteiligung an ihrem Unternehmen Sun Matters für 100'000 Euro. Die Frauen stellen mikrobiomfreundlich zertifizierte Sonnencreme her, die Maschmeyer überzeugt.

Dreiste Forderungen bei Nachverhandlung

Nach der Sendung dann aber der Dolchstoss: Die Gründerinnen verlangen bei Nachverhandlungen plötzlich 750'000 Euro – für gerade einmal 5 Prozent der Anteile, wie «Bild» schreibt.

«Die Gründerinnen haben den Deal durch masslose Gier einfach gesprengt. Sie haben die ursprünglich vereinbarten Konditionen nach der Sendung in einer noch nie erlebten Weise für den Investor verschlechtert. In den Gesprächen nach der Sendung haben Stella und Karla statt 100'000 Euro für 20 Prozent plötzlich 750'000 Euro für 5 Prozent gefordert. Eine derart masslose und egoistische Nachverhandlung hat kein Löwe seit Bestehen der Sendung erlebt», zeigt sich der Investor gegenüber der deutschen Zeitung erzürnt. Es sei «das Frechste», was er jemals als Investor in der Sendung erlebt habe. Nachverhandlungen seien normal, doch über diese Dreistigkeit kann Maschmeyer nur den Kopf schütteln.

Carsten Maschmeyer und sein Team sind eigentlich nach wie vor überzeugt vom Produkt und würden sich gerne am Start-up beteiligen – jedoch nicht zu den neu geforderten Konditionen. Den Gründerinnen wird klar vermittelt: «Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit sind für uns hier zentral. Daher stehen wir selbstverständlich weiterhin zum in der Aufzeichnung vereinbarten Deal, sofern du diesen umsetzen möchtest. Dafür wäre es jedoch dringend erforderlich, das durch die überzogene Forderung beschädigte Vertrauen wiederherzustellen.»

Heimliche Deals sorgen für Aufregung

Es ist nicht das erste Mal, dass «Die Höhle der Löwen» für Aufregung sorgt. 2018 hintergingen die Investoren Ralf Dümmel (59) und Frank Thelen (50) ihren Kollegen Maschmeyer. Carsten Maschmeyer war dabei, ein Angebot auszufeilen, das er den Gründern eines Unternehmens für magnetische Hundeleinen darbieten wollte. Bevor er allerdings die Chance dazu bekam, sprachen Dümmel und Thelen heimlich direkt mit den Gründern und schlossen kurzerhand einen Deal ab. Das sorgte für Unmut bei Maschmeyer, denn eigentlich gilt in der Sendung, dass nur vor der Kamera verhandelt wird, damit alle die gleiche Chance haben.

Der wohl grösste Skandal der jüngeren Geschichte von «Die Höhle der Löwen» waren die Pinky Gloves, pinke Handschuhe zur Entsorgung von Tampons. Das Angebot wurde damals als extrem sexistisch bezeichnet und schlug online hohe Wellen. Den Gründern – selbst ernannte «Frauenversteher» – und dem Investor Ralf Dümmel wurden schwere Vorwürfe gemacht. Das Produkt stigmatisiere die Periode als etwas Unreines, für das sich Frauen schämen müssen. Zudem war der Pinky Glove in klischiertem Pink gehalten und weder biologisch abbaubar noch recycelbar. Nur eine Woche nach Ausstrahlung der Sendung wurde das Projekt eingestellt. Der Pinky Glove kam nie auf den Markt.

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