Pädo-Täter in Winterthurer Kita
Frau Fehr und Frau Steiner, handeln Sie!

Die Zürcher Staatsanwaltschaft liess den Pädo-Täter einer Winterthurer Kita laufen. Justizministerin Jacqueline Fehr und Kita-Aufseherin Silvia Steiner müssen handeln.
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Bislang schweigt Jacqueline Fehr eisern zum Justizversagen an einer Kita in Winterthur.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Justizpanne in Winterthurer Kita: Pädokriminelle Taten trotz früher Warnungen ermöglicht
  • Kita mit freikirchlichem Hintergrund, Fehr schweigt trotz moralischer Strenge
  • Staatsanwaltschaft verzichtete auf Hausdurchsuchung, Täter missbrauchte weiter Kinder
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Raphael RauchBundeshausredaktor

Jacqueline Fehr liebt die grosse Bühne – aber beim schlimmsten Kita-Skandal der jüngeren Zürcher Geschichte bleibt sie erstaunlich leise. Wenn es um Frauenrechte, Gazakrieg oder die katholische Kirche geht, fährt die SP-Regierungsrätin routiniert die grossen moralischen Geschütze auf – zu Recht und fundiert. Doch bei den pädokriminellen Horror-Taten in einer Winterthurer Kita herrscht von der Justiz- und Religionsministerin dröhnendes Schweigen.

Eine Mutter meldet früh einen Verdacht, schildert Alarmierendes über den Betreuer. Trotzdem verzichtet die Staatsanwaltschaft auf eine Hausdurchsuchung – und stellt das Verfahren später ein. Während die Akten zugeklappt werden, arbeitet der Mann weiter mit Kleinkindern, missbraucht sie, filmt sie. Die Justiz versagt, doch eine schonungslose Untersuchung dieses Behördenversagens? Fehlanzeige.

Kita mit freikirchlichem Hintergrund

Brisant: Die fragliche Kita SalZH in Winterthur hat einen freikirchlichen Hintergrund. Hier ist Fehrs Doppelmoral besonders grell: Gegenüber der katholischen Kirche tritt sie knallhart auf. Vor den Zürcher Reformierten kuscht sie jedoch – hier gibt es bis heute keine Aufarbeitung der Missbrauchsgeschichte. Und auch bei den Freikirchen misst Fehr mit zweierlei Mass.

Wenn Fehr und die für die Kita-Aufsicht verantwortliche Regierungsrätin Silvia Steiner jetzt durchgreifen – lückenlose Aufarbeitung der Justizpanne, klare Regeln zu Nähe und Distanz in Kitas, besserer Umgang mit juristischen Graubereichen –, können beide zeigen, dass sie keine lahmen Enten sind und bis zum letzten Tag ihre Stimme erhoben haben. Frau Fehr und Frau Steiner, handeln Sie den Kita-Kindern zuliebe!

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