Darum gehts
- Schweizerinnen und Schweizer zeigen ihre neue Heimat
- Wie Schweizer Auswanderer im Ausland leben
- Von Caymen Island, Texas, Slowenien bis Island: Auswanderergeschichten von Schweizerinnen und Schweizer
Irgendwo auf der Welt nochmals neu durchstarten, sich in einem anderen Land eine neue Existenz aufbauen, der Liebe folgen – egal, wo und warum auch immer Schweizerinnen und Schweizer eine neue Heimat finden: Es braucht Mut, sich auf das Abenteuer Auswandern einzulassen.
Strand, Meer und viel Sonne: Davon träumen viele und überlegen sich einen Wegzug aus der Schweiz. Sie planen ihre Zukunft in einer neuen Heimat manchmal jahrelang. Nicht so Fabian Sangines aus Zürich. Geplant war sein neues Leben in der Karibik und eine Auswanderung nicht. Ihn erreichte Anfang 2024 ein überraschendes Jobangebot auf Caymen Island. Hat der schweizerisch-bolivianische Doppelbürger zuerst noch gezögert, in der Schweiz alles aufzugeben, lockte ihn das Jobangebot dennoch sehr. Er sah die Chance, sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln und das Frauenfussballprojekt in der Karibik professionell voranzutreiben. «Neben dem spannenden Job war der Ort mit weissen Sandstränden am Meer zu reizvoll, um diese Chance nicht zu nutzen, und zu verlieren hatte ich nichts. Eine Rückkehr in die Schweiz wäre jederzeit möglich», so Sangines.
So kam es dann auch. Wieder war es ein Jobangebot, und wieder ging alles schnell. Mit neuen Erfahrungen und seiner neuen Liebe von Caymen Island in die Schweiz zurück: Seit Sommer 2025 ist er beim FC Basel Leiter der Frauenabteilung.
Das naturverbundene Ehepaar Esther und Pierre Mischler mag es lieber kühl. In Island hat das Ehepaar eine neue Heimat gefunden, wo es sich eine neue Existenz aufbaut. Sie haben sich ein Grundstück gekauft und wollten für sich eigentlich nur ein Ferienhaus bauen. Viel zu schade nur für Ferien, fand das Ehepaar: Sie haben ihre Jobs und die Wohnung in Zug gekündigt und leben jetzt ihren Traum auf der Vulkaninsel Island im Nordatlantik. Esther Mischler: «Wir fühlen uns wohl hier und bereuen diesen Schritt nicht.» Besonders bewusst wird ihnen ihr Glück in der Ferne, wenn sie mit ihrer jungen Hündin am einsamen Strand entlang spazieren und die Natur und Ruhe geniessen. «Manchmal ist unser neues Leben an diesem traumhaften Ort fast surreal.»
Der Walliser Daniel Eyer hat in Slowenien seine Liebe gefunden. Was an einem Gitarrenfestival in Belgrad seinen Anfang nahm, war erst eine Fernbeziehung, bis Eyer seine Koffer packte und ganz zu seiner grossen Liebe nach Slowenien zog. Sein beruflicher Start in der neuen Heimat war nicht ganz einfach, nicht zuletzt wegen der Sprache. Heute ist der Walliser Direktor einer Musikschule und lebt mit seiner Ehefrau Tina und den drei gemeinsamen Kindern am Stadtrand von Ljubljana – und schwärmt von seiner neuen Heimat. Die Verbundenheit zur Schweiz und sein unverkennbarer Walliser Dialekt sind Daniel Eyer jedoch bis heute geblieben.
Der Schweizer Rolf Streiff traf seine Liebe zufällig im Engadin. Kim Streiff ist in Texas geboren und aufgewachsen. Das Ehepaar hat zwei gemeinsame Töchter und lebte im Kanton Zürich, bevor es 2023 nach Texas ausgewandert ist. Schon früher lebte die Familie Streiff einige Jahre in der Nähe von Kims Familie in Texas, bevor es sie wieder zurück in die Schweiz zog. Nach einigen Schicksalsschlägen haben Streiffs in der Schweiz aber den Entschluss für einen zweiten Neustart in Texas gefasst. Martin Streiff: «Wir mussten unser Leben und unsere Zukunft neu überdenken und planen. Wir sind älter geworden und wussten, was uns in den USA erwartet. Uns war klar: Diesmal soll der Wegzug für immer sein.»
Neue Auswanderergeschichten im neuen Jahr
Auch 2026 wird Blick wieder über Schweizerinnen und Schweizer berichten, die in der Ferne eine neue Heimat gefunden haben. Wer seine Auswanderergeschichte und über das Leben in einer neuen Heimat erzählen möchte, kann sich ab sofort melden.