Sternschnuppen-Spektakel im August
Bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde: Diese Nacht musst du dir merken

Hochsommer ist Sternschnuppenzeit: Mitte August erreicht der Meteorregen der Perseiden wieder sein Maximum. Aber können wir das Naturspektakel auch bewundern? Und wie am besten?
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Die Perseiden zählen zu den schönsten Sternschnuppen-Regen des Jahres.
Foto: keystone-sda.ch
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Hochsommer ist Sternschnuppenzeit: Mitte August erreicht der Meteorregen der Perseiden wieder sein Maximum. 2026 stehen die Chancen besonders gut – denn der Mond stört die spektakuläre Himmels-Show diesmal kaum. Der Höhepunkt des Sternschnuppenregens wird in der Nacht vom 12. auf den 13. August 2026 erreicht.

Und dieses Jahr gibt es gute Nachrichten für alle Himmelsgucker: Der Mond spielt nicht den Spielverderber. Das Maximum der Perseiden fällt praktisch mit dem Neumond am 12. August 2026 zusammen. Dadurch bleibt der Himmel dunkel und auch schwächere Sternschnuppen sind besser sichtbar.

KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD
Hier beobachtest du Hunderte Sternschnuppen im August

Wo hast du die beste Sicht auf das Himmelsspektakel? Hier findest du die schönsten Orte, um Sternschnuppen zu beobachten und dir etwas zu wünschen.

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Wo hast du die beste Sicht auf das Himmelsspektakel? Hier findest du die schönsten Orte, um Sternschnuppen zu beobachten und dir etwas zu wünschen.

Bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde möglich

Bei optimalen Bedingungen können rund 100 Meteore pro Stunde über den Himmel ziehen. Die besten Chancen gibt es in der Schweiz nach Mitternacht bis in die frühen Morgenstunden des 13. Augusts.

Wer das Naturschauspiel beobachten möchte, sollte sich einen möglichst dunklen Ort suchen – weit weg von Strassenlaternen und der Lichtverschmutzung der Städte. Ideal sind erhöhte Plätze, Wiesen oder Orte in den Bergen mit freier Sicht zum Himmel.

Eine besondere Ausrüstung braucht es nicht: Ein Liegestuhl oder eine Isomatte sowie etwas warme Kleidung reichen völlig aus. Ferngläser oder Teleskope sind beim Beobachten der Perseiden sogar eher hinderlich, denn ihr Sichtfeld ist zu klein für die schnell vorbeiziehenden Meteore.

So gelingen Fotos von Sternschnuppen

Wer die Perseiden fotografieren möchte, braucht etwas Geduld. Empfehlenswert sind eine Kamera mit Weitwinkelobjektiv, ein Stativ und eine längere Belichtungszeit. Die Kamera sollte möglichst viele Bilder hintereinander aufnehmen – denn oft tauchen die schönsten Sternschnuppen genau dann auf, wenn man nicht damit rechnet. Auch moderne Smartphones können unter guten Bedingungen Bilder vom Sternenhimmel aufnehmen. Besonders hilfreich sind Nacht- oder Astrofotografie-Modi.

Die besten Beobachtungsmöglichkeiten bietet ein Platz fernab der von Kunstlicht durchfluteten Städte. 

Perseiden verdanken ihren Namen dem Sternbild Perseus

Die Perseiden gehören zu den bekanntesten und ergiebigsten Meteorströmen überhaupt. Ihren Namen verdanken die August-Sternschnuppen dem Sternbild Perseus. Aus dieser Himmelsregion scheinen sie aus Sicht der Erde zu kommen – Astronomen bezeichnen diesen scheinbaren Ausgangspunkt als sogenannten Radianten.

Tatsächlich entstehen die Perseiden jedoch nicht im Sternbild Perseus, sondern in unserer unmittelbaren kosmischen Umgebung. Die Erde durchquert jedes Jahr zwischen Mitte Juli und Ende August eine Wolke winziger Staubteilchen, die der Komet 109P/Swift-Tuttle auf seiner Bahn um die Sonne hinterlassen hat.

Während des Perseidenmaximums können unter idealen Beobachtungsbedingungen bis zu hundert Meteore pro Stunde sichtbar werden. Solche Werte werden allerdings nur bei einem besonders dunklen Himmel, klarer Sicht und günstigen Bedingungen erreicht.

Wenn die Erde die Staubspur des etwa alle 133 Jahre wiederkehrenden Kometen kreuzt, dringen die meist nur wenige Millimeter bis Zentimeter grossen Partikel mit einer Geschwindigkeit von rund 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein – das entspricht etwa 216'000 Kilometern pro Stunde. In einer Höhe von ungefähr 80 bis 120 Kilometern erzeugen sie durch die Wechselwirkung mit der Atmosphäre die leuchtenden Spuren, die wir als Sternschnuppen wahrnehmen.

Der Perseiden-Meteorstrom ist jeweils etwa vom 17. Juli bis zum 24. August aktiv. Besonders gut beobachten lassen sich die Sternschnuppen in den Sommernächten rund um das Maximum Mitte August.

Meteore werden auch Laurentiustränen genannt

Im Volksmund heissen die Augustmeteore Laurentiustränen. Der Name erinnert an den Heiligen Laurentius, der am 10. August des Jahres 258 unter der Herrschaft des römischen Kaisers Valerian den Märtyrertod starb. Seither regnete es gemäss der Legende an diesem Tag stets feurige Tränen.

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