Darum gehts
- In der Nacht auf Freitag gab es eine partielle Mondfinsternis.
- 94 Prozent des Mondes waren um 6.12 Uhr verdunkelt.
- Beste Sicht in der Ostschweiz, Wetter und West-Südwest-Sicht entscheidend
Für Nachtschwärmer und Frühaufsteher gab es in der Nacht auf Freitag ein besonderes Himmelsspektakel zu bestaunen: Eine partielle Mondfinsternis stand an. Sonne, Mond und Erde standen nahezu auf einer Linie. Anders als bei der Sonnenfinsternis vor zwei Wochen schob sich dieses Mal die Erde zwischen Sonne und Mond.
Am Freitagmorgen war die Mondfinsternis dann auch deutlich zu sehen. Eine Blick-Leserin aus dem Kanton Basel-Land konnte das Phänomen etwa bei ihrem Morgenspaziergang in Muttenz BL bestaunen.
Ein anderer Leser konnte in Mammern TG ein beeindruckendes Foto schiessen, auf dem die rote Verfärbung deutlich zu erkennen ist. Diese Verfärbung kommt zustande, weil die Erdatmosphäre das Sonnenlicht bricht und streut.
Höhepunkt kurz nach 6 Uhr
Ab 4.34 Uhr begann die Mondfinsternis und der Erdschatten schob sich langsam über den Vollmond. Um 6.12 Uhr erreichte das Schauspiel seinen Höhepunkt – dann waren rund 94 Prozent der Mondscheibe verdunkelt, erklärte Meteo News in einem Blogbeitrag.
Die besten Chancen, das Phänomen sehen zu können, errechneten sich Meteorologen für die Ostschweiz. Wer also den Wecker stellte, brauchte neben frühem Aufstehen auch eine Portion Wetterglück. Der beste Beobachtungsstandort war einer mit freier Sicht Richtung West-Südwest.
Weiteres Phänomen im September
Am 14. September 2026 kommt es am Schweizer Himmel zu einem weiteren, seltenen Himmelsereignis: Der Mond zieht vor der Venus vorbei und bedeckt den Planeten zeitweise. Das Ereignis findet in Zentraleuropa rund um die Mittagszeit statt und dürfte trotz des Tageslichts gut zu beobachten sein. Allerdings steht die Venus relativ nahe bei der Sonne – bei der Beobachtung ist deshalb besondere Vorsicht geboten.
Am besten wählt man einen Standort, an dem die Sonne beispielsweise durch ein Gebäude oder einen anderen festen Gegenstand vollständig abgeschirmt ist. Niemals sollte direkt in die Sonne geschaut werden.
Solche Bedeckungen entstehen, wenn der Mond von der Erde aus gesehen genau vor einem anderen Himmelskörper vorbeizieht. Die Venus verschwindet dabei für kurze Zeit hinter dem Mond und taucht anschliessend auf der anderen Seite wieder auf.
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