Darum gehts
- Astronomen entdecken Stern M31-2014-DS1, der still zu Schwarzem Loch wurde
- Der Stern verlor Material und schrumpfte von 13 auf 5 Sonnenmassen
- Am 12. August 2026: 92 Prozent Sonnenfinsternis-Sichtbarkeit im Wallis
Normalerweise endet das Leben massereicher Sterne spektakulär: Sie explodieren als Supernova und leuchten für Wochen heller als eine ganze Galaxie. Doch manche Sterne machen es anders – und verschwinden einfach. US-Astronomen haben nun genau das beobachtet: einen hellen Riesenstern in der Andromeda-Galaxie, der still und leise zu einem Schwarzen Loch wurde, berichten die Forscher im Wissenschaftsmagazin «Science».
Der Stern mit der kryptischen Bezeichnung M31-2014-DS1 hatte ursprünglich etwa 13 Sonnenmassen. Über Millionen Jahre verlor er durch sogenannte Sternwinde viel Material und schrumpfte auf rund fünf Sonnenmassen. Beobachtungen mit dem Weltraumteleskop Neowise zeigten, dass der Stern ab 2014 zunächst heller wurde – dann aber plötzlich verschwand. «Es ist wahrscheinlich die überraschendste Entdeckung meines Lebens», sagt Astrophysiker Kishalay De von der Columbia University in New York.
Wie kann ein Stern ohne Explosion sterben?
Normalerweise erzeugt die Kernfusion im Inneren genügend Druck, um dem enormen Gewicht entgegenzuwirken. Wenn der Brennstoff aufgebraucht ist, kollabiert der Kern – und eine Stosswelle schleudert die äusseren Schichten ins All. Ob diese Supernova tatsächlich stattfindet, hängt von winzigen Neutrinos ab, die die Energie nach aussen transportieren. Bei M31-2014-DS1 reichte dieser Antrieb offenbar nicht: Der Stern stürzte still zusammen und wurde zu einem Schwarzen Loch.
Direkt sichtbar ist das Schwarze Loch nicht. Doch schwache Infrarotstrahlung deutet darauf hin, dass das zuvor ausgestossene Gas noch über Jahrzehnte in das Schwarze Loch zurückfällt und dabei Staub in der Umgebung aufheizt. Für die Astronomen ist das ein entscheidender Beweis: Manche massereiche Sterne sterben still – und eröffnen neue Einblicke in die rätselhafte Entstehung Schwarzer Löcher.
Sonnenfinsternis am 12. August
Während Forscher also einen «stillen» Sternentod dokumentieren, dürfen sich Himmelsfans 2026 auf sichtbare Spektakel freuen: Am 12. August kommt es zur ersten totalen Sonnenfinsternis in Europa seit über zehn Jahren. Die Totalitätszone zieht sich von der Arktis über den Nordatlantik bis ins westliche Mittelmeer. In Mitteleuropa ist das Ereignis partiell zu sehen – etwa mit bis zu 92 Prozent Bedeckung im Wallis.
Nur zwei Wochen später, in der Nacht vom 27. auf den 28. August, folgt eine partielle Mondfinsternis. Gegen 6.12 Uhr befindet sich der Vollmond zu rund 93,5 Prozent im Kernschatten der Erde – besonders interessant für Frühaufsteher.
Auch Sternschnuppen-Fans kommen auf ihre Kosten: Die Perseiden sind in der Nacht nach dem 12. August und die Leoniden nach dem 17. November besonders zahlreich. Das Maximum der Geminiden liegt in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember.