Darum gehts
- Klimawandel gefährdet Kakao, Kaffee, Avocado, Mandeln, Fleisch, Weizen, Kartoffeln
- Westafrika produziert 70 % des Kakaos, kämpft mit Hitze und Krankheiten
- Rindfleisch belastet Umwelt stark: Hoher Wasserverbrauch, Treibhausgase, Abholzung
Klimatische Veränderungen wirken sich bereits auf die Produktion zahlreicher Grundnahrungsmittel aus. Experten warnen: Schokolade, Kaffee, Avocado, Mandeln, aber auch Fleisch, Weizen und Kartoffeln könnten in Zukunft seltener in Supermärkten zu finden sein. Einige Produkte erleben bereits drastische Veränderungen, und die Preise steigen.
Kakao: Hitze, Regen und Krankheiten bedrohen die Ernte
Kakao gehört zu den am stärksten gefährdeten Produkten. Westafrikanische Länder, die 70 % des weltweiten Kakaos produzieren, kämpfen mit schlechten Ernten aufgrund von Hitze, starkem Regen und Krankheiten. Kakao verträgt extreme klimatische Bedingungen schlecht, und warm-feuchtes Wetter begünstigt Insekten- und Pilzbefall, was zu geringen Ernten und steigenden Preisen führt.
«Es wird erwartet, dass sich die Lage weiter verschärft», berichtet das Forbes-Magazin.
Kaffee: Gefahr für die Anbaugebiete
Auch Kaffee steht auf der Liste der bedrohten Produkte. Laut Ernährungsexperten bedrohen steigende Temperaturen und veränderte Niederschlagsmuster Anbaugebiete in Brasilien und anderen südamerikanischen Ländern. Viele Bauern weichen bereits auf höher gelegene Flächen aus oder ändern ihre Anbaumethoden. Das bedeutet: In manchen Regionen könnte es künftig keinen Kaffeeanbau mehr geben.
Forscher arbeiten an Alternativen wie Zichorienkaffee, Laborkaffee oder Dattelkaffee. Für Liebhaber starken Kaffees ist das jedoch keine gute Nachricht.
Avocado und Mandeln: Wassermangel wird zum Problem
Avocado und Mandeln benötigen viel Wasser. Durch zunehmende Dürren könnte ihre grossflächige Produktion in Zukunft nicht mehr nachhaltig sein, erklären Ernährungsberater.
Grundnahrungsmittel wie Weizen, Kartoffeln und Fleisch steigen im Preis
Auch Grundnahrungsmittel sind betroffen. Weizen und Kartoffeln könnten durch extreme Wetterbedingungen wie Überschwemmungen, Dürren oder ungewöhnliche Frostperioden teurer werden.
Fleisch, insbesondere Rindfleisch, steht ebenfalls unter Druck. Rindfleisch belastet die Umwelt stark durch Treibhausgasemissionen, hohen Wasserverbrauch und Abholzung. Mit wachsendem regulatorischem Druck und sich ändernden Konsumgewohnheiten wird Rindfleisch zunehmend durch Laborfleisch ersetzt, pflanzenbasierte Alternativen übernehmen die Dominanz.
Klimawandel trifft alle Lebensmittel
Der Klimawandel bedroht also nicht nur exotische Produkte wie Kakao, Kaffee, Avocado oder Mandeln, sondern auch Grundnahrungsmittel und Fleisch. Preissteigerungen und Versorgungslücken könnten bald Realität werden – ein Problem für Verbraucher und Produzenten gleichermassen.
Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.