Darum gehts
- Klimaanlage erhöht Spritverbrauch um 0,3 bis 1 Liter pro 100 km
- Offene Fenster ab 80 km/h steigern Verbrauch durch erhöhten Luftwiderstand
- Effiziente Kühlung: Lüften, Umluftfunktion nutzen, Temperaturunterschied max. 6 Grad
Wenn das Auto stundenlang in der Sonne steht, verwandelt sich der Innenraum schnell in einen Backofen. Das Lenkrad ist kaum anzufassen, die Sitze glühen – und der Griff zur Klimaanlage erfolgt fast automatisch.
Doch rund um die Autoklimaanlage halten sich hartnäckige Mythen. Erhöht sie den Spritverbrauch tatsächlich massiv? Oder gibt es Situationen, in denen Fahrerinnen und Fahrer mit einer anderen Methode sogar noch mehr Treibstoff verbrauchen?
Klimaanlage kostet Sprit – aber weniger, als viele denken
Dass die Klimaanlage Energie benötigt, ist unbestritten. Der Kompressor wird vom Motor angetrieben und erhöht dessen Belastung.
Tests und Expertenangaben zeigen: Im Stadtverkehr kann der Verbrauch durch die Klimaanlage um rund 0,5 bis 1 Liter pro 100 Kilometer steigen. Bei extremer Hitze und häufigem Stop-and-Go-Verkehr kann der Mehrverbrauch sogar noch etwas höher ausfallen.
Auf der Autobahn fällt der Effekt dagegen deutlich geringer aus. Bei konstanter Geschwindigkeit liegt der zusätzliche Verbrauch meist zwischen 0,3 und 0,5 Litern pro 100 Kilometer.
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Offene Fenster sind nicht immer die bessere Lösung
Viele verzichten auf die Klimaanlage und öffnen stattdessen die Fenster. Das spart zwar bei tiefen Geschwindigkeiten Energie, kann auf der Autobahn aber nach hinten losgehen.
Der Grund: Offene Fenster verschlechtern die Aerodynamik des Fahrzeugs. Der Luftwiderstand steigt, wodurch der Motor stärker arbeiten muss. Ab etwa 70 bis 80 km/h kann dieser Effekt dazu führen, dass das Auto mehr Treibstoff verbraucht als mit geschlossenen Fenstern und eingeschalteter Klimaanlage.
So kühlst du das Auto effizient herunter
Experten empfehlen drei einfache Massnahmen:
Erst lüften, dann kühlen
Nach dem Einsteigen zunächst alle Türen oder Fenster öffnen. So kann die aufgestaute Hitze entweichen, bevor die Klimaanlage die Arbeit übernimmt.
Umluftfunktion nutzen
In den ersten Minuten sollte die Umluftfunktion aktiviert werden. Dadurch wird die bereits gekühlte Luft im Innenraum erneut verwendet, was die Kühlung beschleunigt.
Keine Kühlschrank-Temperaturen einstellen
Der Unterschied zwischen Innen- und Aussentemperatur sollte möglichst nicht mehr als fünf bis sechs Grad betragen. Das erhöht den Komfort, spart Energie und reduziert die Belastung für den Kreislauf.
Wir sehen: Die Klimaanlage erhöht den Verbrauch zwar leicht. Wer sie aus Angst vor höheren Kosten komplett ausschaltet und stattdessen auf der Autobahn mit offenen Fenstern fährt, spart aber nicht unbedingt Geld. Oft ist das Gegenteil der Fall.
Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.