Darum gehts
- Jetlag entsteht durch Zeitverschiebungen bei Flügen, besonders Richtung Osten schwierig
- Sonnenlicht nach Ankunft beschleunigt Anpassung an neuen Tag-Nacht-Rhythmus deutlich
- Viel Wasser trinken: Trockene Luft im Flugzeug fördert Dehydrierung und Müdigkeit
Ein langer Flug, mehrere Zeitzonen – und plötzlich ist der Körper völlig aus dem Rhythmus. Während die Uhr längst am Ziel angekommen ist, braucht der Organismus deutlich länger, um sich umzustellen. Jetlag ist für viele Reisende deshalb mehr als nur ein kleines Reisemüsterchen.
Typische Folgen sind Müdigkeit am Tag, Schlafprobleme in der Nacht, Konzentrationsschwierigkeiten und manchmal auch ein allgemein gereiztes Gefühl. Je mehr Zeitzonen überquert werden, desto stärker können die Symptome ausfallen.
Der Körper braucht Zeit – die Uhr nicht
Jetlag entsteht, weil unsere innere Uhr nicht so schnell reagiert wie die digitale. Besonders Reisen Richtung Osten gelten als belastender, weil der Körper seinen Rhythmus verkürzen muss – also früher schlafen und früher wach sein soll. Das bringt das natürliche System vieler Menschen stärker durcheinander als eine Verlängerung des Tages nach Westen.
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Vorbereitung beginnt vor dem Flug
Expertinnen und Experten empfehlen, den Körper schon vor der Reise langsam auf die neue Zeitzone einzustellen. Dazu gehört, ein paar Tage vorher ausreichend zu schlafen und die Schlafenszeiten schrittweise anzupassen.
Auch während des Fluges kann man einiges tun: schlafen, wenn am Zielort Nacht ist, und wach bleiben, wenn dort Tag ist. Zusätzlich hilft es, direkt nach der Ankunft möglichst viel Tageslicht zu bekommen. Licht ist einer der stärksten Taktgeber für unsere innere Uhr.
Die wichtigste Massnahme gegen Jetlag
So simpel es klingt: Licht ist der stärkste Hebel gegen Jetlag.
Sonnenlicht nach der Ankunft hilft dem Körper, den neuen Tag-Nacht-Rhythmus schneller zu übernehmen. Wer sich bewusst draussen aufhält und Tageslicht tankt, unterstützt die Anpassung deutlich stärker als viele andere Massnahmen.
Flüssigkeit, Bewegung und kleine Routinen
Neben Licht spielt auch der körperliche Zustand während des Flugs eine Rolle. Die trockene Kabinenluft führt schnell zu Dehydrierung, was Müdigkeit zusätzlich verstärkt. Viel Wasser zu trinken, ist deshalb zentral.
Auch Bewegung hilft: regelmässiges Aufstehen, kleine Spaziergänge im Flugzeug und leichte Dehnungen fördern die Durchblutung und beugen dem typischen schweren Gefühl nach dem Flug vor.
Kompressionsstrümpfe können zudem die Beine entlasten – besonders auf sehr langen Strecken.
Kleine Tricks für mehr Komfort im Flug
Druck auf den Ohren beim Start und bei der Landung lässt sich oft mit simplen Methoden reduzieren: Kaugummi kauen, schlucken oder gähnen hilft, den Druck auszugleichen.
Auch der Verzicht auf Alkohol und übermässige Koffeinzufuhr kann den Körper stabiler durch den Flug bringen und die Erholung danach erleichtern.
Jetlag lässt sich nicht stoppen – aber steuern
Ganz verhindern lässt sich Jetlag nicht. Aber der Körper reagiert sensibel auf die richtigen Signale.
Wer sich vor dem Flug vorbereitet, während der Reise bewusst mit Schlaf und Flüssigkeit umgeht und nach der Ankunft konsequent Tageslicht sucht, kann die Umstellung deutlich verkürzen.
Und genau hier liegt der entscheidende Punkt: Nicht eine grosse Massnahme hilft am meisten – sondern konsequente, einfache Routinen.
Dieser Artikel erschien erstmals auf Onet Kobieta, der Frauen- und Lifestyle-Rubrik des polnischen Nachrichtenportals Onet, welches zu Ringier Medien gehört.