Darum gehts
- Bis zu 7000 Gäste pro Spitzentag – Kandersteg künftig Eintritt für den Oeschinensee
- Weitere Perlen in der Schweiz sind mindestens so schön wie der Oeschinensee
- Seealpsee, Lagh de Calvaresc und Jöriseen sind unter anderem kostenlose Bergsee-Alternativen
Der Oeschinensee bei Kandersteg BE gehört für viele Touristen zum Schweiz-Besuch wie Raclette zum Winter. Doch der Ausflug an den beliebten Bergsee könnte künftig ins Geld gehen. An Spitzentagen strömen rund 7000 Besucher an den Oeschinensee und bringen die Region an ihre Grenzen, wie das Nachrichtenportal Plattform J berichtet. Die Gemeinde erwägt deshalb, Eintritt zu verlangen, wie Blick bereits berichtete.
Wer für ein spektakuläres Bergpanorama nicht das Portemonnaie zücken will, muss aber nicht auf traumhafte Natur verzichten. Diese Schweizer Bergseen sind mindestens genauso schön und kosten keinen Rappen Eintritt.
Kein Geheimniss – aber definitiv einen Besuch wert
Zugegeben: Der Seealpsee im Appenzeller Alpstein ist längst kein Geheimtipp mehr. Unter der Woche lässt sich das blaue Juwel jedoch in Ruhe geniessen. Wenn sich die Appenzeller Alpen im glasklaren, blaugrünen Wasser spiegeln, versteht man auch, warum der See so beliebt ist.
Im Rundlauf um den See gibt es viele Orte, an denen man gar alleine das Zwitschern der Vögel und im Sommer das Wasserplätschern von Schwimmern geniessen kann.
Kleiner Tipp: Den See am besten mit einer Wanderung verbinden. Am schönsten ist die Wanderung von Wasserauen zum Seealpsee. Wer aber gleich noch den berühmten Äscher bestaunen möchte, kann vom Berggasthaus runterwandern. Der Abstieg führt jedoch durch dichten Wald und verlangt Trittsicherheit.
Dieser See geht ins Herz
Bevor man den Lagh de Calvaresc in Graubünden besuchen kann, muss die eine oder andere Schweissperle fliessen. Denn das Bergjuwel trifft man nach einer knapp neunstündigen Wanderung an. Die ganze Wanderroute stellt der Kanton Graubünden zur Verfügung.
Kleiner Tipp: Wer im Wanderfieber ist, sollte sich den Sentiero Alpino Calanca anschauen. Der 50 Kilometer lange Weg gilt als «Perle des alpinen Trekkings».
Drei Seen auf einen Schlag
Wer sich nicht für einen einzigen Bergsee entscheiden kann, ist bei den Jöriseen genau richtig. Gleich drei Seen funkeln hier in unterschiedlichen Blau- und Türkistönen um die Wette. Umgeben von der schroffen Bündner Berglandschaft bilden sie einen faszinierenden Kontrast zu den grauen Felsen und stehen dem Oeschinensee in Sachen Schönheit in nichts nach.
Doch auch hier gilt: Wer staunen will, muss zuerst schwitzen. Die Bergseen liegen auf rund 2489 m ü. M. und sind am besten auf einer Wanderung erreichbar.
Kleiner Tipp: Wer die Rückreise verkürzen möchte, kann den «Vereinabus» nehmen. Dieser fährt von Wägerhus, Vereina oder Klosters. Anmeldungen können unter 081 422 11 97 gemacht werden.
Der See, der meistens vergessen wird
Tausende wandern jedes Jahr von der Schynigen Platte über das Faulhorn zur First – und laufen achtlos am Sägistalsee vorbei. Zu Unrecht: Ein Abstecher ans Ufer lohnt sich für alle, die Ruhe suchen.
Kleiner Tipp: Während der Fischersaison kann beim Oberländer Fischereiverein sogar ein Fischerpatent für drei Tage erworben werden. Im Sägistalsee erwischt man mit ein wenig Glück eine Forelle.
Der stille Geheimtipp im Naturschutzgebiet
Tief in der Nähe des kleinen Walliser Ortes Vouvry schlummert ein See, von dem die meisten wohl noch nie gehört haben: der Lac de Taney. Sein tiefblaues, stilles Wasser bildet einen eindrucksvollen Kontrast zu den markanten, schroffen Berggipfeln, die ihn umgeben.
Seine Ruhe verdankt der Bergsee seiner Lage im Herzen eines geschützten Naturreservats. Motorfahrzeuge sind nur mit einer Spezialbewilligung zugelassen. Von Hupen, Motorenlärm und Stau fehlt hier jede Spur. Stattdessen erwarten Besucher wohltuende Stille, unberührte Natur und frische Bergluft.