Das Ziel als Überraschung
Auf diesem Roadtrip weisst du nicht, wo es hingeht

Ein Ausflug mit dem Auto benötigt Planung. Meistens sucht man die Orte sorgfältig raus. Nicht jedoch, wenn man eine Swiss Roadtrip Card von Travelise erwirbt. Hier wissen Abenteurer nicht, wohin die Reise führt.
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Wer die Natur geniessen möchte, ohne sich körperlich gross anzustrengen, erkundet die Landschaft am besten auf einem Roadtrip.
Foto: Nikolina Pantic

Darum gehts

  • Travelise bietet ein innovatives Roadtrip-Modell an
  • Mit diesem Modell entdecken Reiselustige unbekannte Orte
  • Blick listet drei Roadtrip-Tipps auf
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Nikolina PanticRedaktorin News

Den Weg aussuchen, die Unterkunft buchen, das Auto beladen, und los gehts. Wer einen Roadtrip plant, folgt häufig diesem Ablauf. Nicht so mit der Swiss Roadtrip Card von Travelise.

Der Reiseanbieter stellt das gewohnte Prinzip auf den Kopf und macht die Route zur Überraschung. Zwar wählen Reisende ihre Wunschregion selbst. Aber: Welche vier Etappen sie erwarten, erfahren sie erst nach und nach.

Die Reise ins Ungewisse

Das Prinzip: Reiselustige erhalten nach Erwerb des Überraschungspakets einen Code. Dieser ist 12 Monate gültig und gibt einen Routenvorschlag für maximal zehn Personen vor. Das Reisepaket gibt es ab 50 Franken. Und es wird rege genutzt, wie Travelise-Inhaberin Morgane Pfefferlé (33) berichtet: «Seit der Lancierung verzeichnet das Projekt einen grossen Erfolg mit bereits tausend verkauften Roadtrip Cards.»

Wenn die Reise losgehen soll, wird der Code eingegeben. Dann ist Geduld gefragt: Den genauen Startpunkt gibt es erst am Vorabend um 20 Uhr. Im Durchschnitt umfasst die Rundtour rund 100 Kilometer und dauert etwa von 9 bis 17 Uhr.

Nicht nur das Reiseziel ist unbekannt

Beim Ausflug geht es um das Entdecken von geheimen Perlen. «70 Prozent der über die Roadtrip Card besuchten Punkte waren den Teilnehmenden vor der Abreise völlig unbekannt», sagt Pfefferlé.

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Davon profitierten nicht nur die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sagt die Inhaberin. «Wir verschieben Gäste nicht einfach nur, sondern schaffen echte Wertschöpfung für lokale Betriebe, Kunsthandwerk und kleinere Orte, die direkt von dieser neuen Sichtbarkeit profitieren.»

Was passiert bei Problemen?

Zu einem echten Roadtrip gehören auch Pannen. «Die Teilnehmenden sind zu keinem Zeitpunkt auf sich allein gestellt», sagt die Inhaberin. Ein Kundendienst, der in Echtzeit weiterhilft, und ein System, das automatisch einen Plan B auslöst, helfen aus.

Die enge Zusammenarbeit mit den lokalen Betrieben und das Meiden von überlasteten Hotspots seien laut Pfefferlé das Geheimrezept, wie man die Besucherströme besser verteilen kann.

Ist die Abenteuerlust bereits gewachsen? Wem das Ungewisse nicht geheuer ist, sollte sich diese drei Vorschläge anschauen.

Die abwechslungsreiche Passstrasse

Der Klausenpass lockt mit seiner abwechslungsreichen Landschaft.
Foto: Switzerland Tourism / Andre Meier

Für die Schweizer Passstrassen reisen viele Autofans aus dem Ausland an, um sich die Serpentinen hinauf- und hinunterzuschlängeln. Pässe gibt es in der Schweiz viele – einer, der besonders mit seinem Charme punktet, ist der Klausenpass zwischen Uri und Glarus.

Doch nicht nur die kurvige Strasse ist einen Besuch wert. Die Route führt durch die Heimat Wilhelm Tells und vorbei an traditionellen Alpkäsereien. Auch landschaftlich hat die Strecke einiges zu bieten: Wasserfälle, schroffe Felswände und sanfte Alpweiden sorgen unterwegs immer wieder für spektakuläre Ausblicke.

Diese Route empfiehlt die Blick-Redaktion:

  1. Startpunkt beim Tellmerkmal in Altdorf UR
  2. Besuch im Tell-Museum in Bürglen UR
  3. Die wilde Natur im Schächental geniessen
  4. Der Abstecher zum Stäubli-Wasserfall
  5. Klausenpasshöhe
  6. Urnerboden
  7. Berglistüber bei Linthal bestaunen

Ein wilder und authentischer Abstich

Das kleine, aber feine Dorf Arvigo liegt im italienischsprachigen Teil Graubündens.
Foto: Shutterstock

Eine Reise durch Graubünden gehört fast dazu. Aber auch Rheinschlucht und Caumasee sind mittlerweile überrannt. Diese Route ist jedoch nicht ganz bekannt – aber nicht minder schön.

Wer von Norden kommt, fährt über den San Bernardino ins Misox und zweigt bei Grono ins Seitental ab. Der Tagesausflug punktet mit rauer Natur, engen Strassen, ursprünglichen Dörfern und viel Ruhe.

Diese Route empfiehlt die Blick-Redaktion:

  1. Ab San Bernardino
  2. Grono
  3. Santa Maria i.C.
  4. Arvigo
  5. Braggio per Seilbahn
  6. Selma
  7. Cauco
  8. Santa Domenica
  9. Augio
  10. Rossa
  11. zurück via Grono
  12. Zürich

Besuch im Fantasy-Film

Der Säntis enttäuscht nie mit seiner markanten Felsform.
Foto: René Niederer

Vom Appenzell kriegt man nie genug. Die hügeligen Landschaften und Täler erinnern an einen Fantasy-Film. Wer die Ostschweiz abseits der bekannten Appenzeller Fotospots entdecken will, fährt durchs Neckertal. Über kleine Strassen geht es von Mogelsberg über Hemberg bis zur Schwägalp.

Unterwegs wechseln sich Wälder, verstreute Bauernhöfe und weite Hügel mit immer neuen Blicken auf das Säntismassiv ab. Ein ruhiger Roadtrip durch eine Ecke der Ostschweiz, die viele nur vom Vorbeifahren kennen.

Diese Route empfiehlt die Blick-Redaktion:

  1. Mogelsberg
  2. Brunnadern
  3. St. Peterzell
  4. Hemberg
  5. Ennetbühl
  6. Schwägalp
  7. Urnäsch
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